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H.E.R.T.Z-Lexikon (Begriffserklärung) H.E.R.T.Z

Auf dieser Seite erklären wir Begriffe, die auf unseren Webseiten oder in den zum Download angebotenen Dokumenten vorkommen.
Begriffe, die in den Erläuterungen selbst unterstrichen sind, werden innerhalb des Lexikons extra erklärt

A / B / C / D / E / F / G / H / I / J / K / L / M / N / O / P / R / S / T / U / V / W / X / Z

A - H
A
deutsch:
Beschleunigter Lebensdauer-Test

Begriffswelt: MOTOROLA-Funktechnik

"ALTTM" ist die Bezeichnung eines MOTOROLA-eigenen, besonders harten Testverfahrens für Funktechnik. Dabei wird ein 5-jähriger, extremer "Arbeitsalltag" simuliert. Die Geräte werden höchsten termischen, mechanischen, elektrischen und Umweltbelastungen ausgesetzt. Die gestellten Anforderungen sind höher als die der US MIL-STD-810.
Der "ALTTM" hilft MOTOROLA dabei, rechtzeitig Schwächen und Fehler in der Technik zu erkennen und ständig das Produktdesign zu verbessern. Immer unter dem MOTOROLA-Leitspruch:
Total Customer Satisfaction [Volle Kundenzufriedenheit]

Funkgeräte im ALT™
Accelerated Life Test [ALT™]

deutsch:
aktives Paging Funkgerät

Begriffswelt: TETRA/digitale Alarmierung

Ein "APRT" ist eine Spezialform eines TETRA-Meldeempfängers zum Emfang von Call Out-Nachrichten mit automatischer Empfangsbestätigung (Quittung - Nachricht erhalten) und manueller Rückmeldemöglichkeit (Reaktionsbestätigung: z.B. "Komme zum Einsatzort!") zu Leitstelle. So ist für den Disponenten sofort ersichtlich, wie viele Einsatzkräfte er wirklich erreicht hat und wieviele davon am Einsatzort zu erwarten sind. Gegebenenfalls kann er dann eine Nachalarmierung durchführen.
Zu diesem Zweck muss ein "APRT" über ein integriertes Sendemodul (neben dem Standard-Empfänger) verfügen. Der Nutzer muss zusätzlich die Möglichkeit haben, seine Reaktionsmeldung aus einer Reihe von Templates auswählen oder sogar selbst editieren zu können.
Bisher sind nur sehr wenige "ARTS" als vorläufige Muster verfügbar. Das liegt vor allem daran, dass lt. Richtlinie der BDBOS jedes Bundesland selbst über den Einsatz von Call Out für die digitale Alarmierung entscheiden kann und dass der jeweilige Nutzer über eine exzellente Funkversorgung in seinem Einsatzgebiet verfügen muss.
Active Paging Radio Terminal [APRT]

deutsch:
Erweiterte Endgeräte Verwaltung

Begriffswelt: TETRA

"ATM" ist ein Leistungsmerkmal, mit dem MOTROROLA-TETRA-Endgeräte der neuesten Generation ausgestattet sind. Es wird in der Regel mit dem MOTOROLA iTM eingesetzt und ermöglicht den schnellen Zugriff auf die Gerätesoftware über eine geräteintegrierte Datenschnittstelle (meist USB 2.0) oder über die Luftschnittstelle (TETRA-Infrastruktur), auch OTAP genannt. Im ATS sind sowohl das Ändern/Programmieren des gesamten Funkgerätecodeplugs oder von Teilen, als auch das Auf- oder Abrüsten der Basissoftware (Software-Release) einbezogen. Ein zusätzliches Leistungsparameter ist die Möglichkeit, den Gerätezugriff durchzuführen, ohne dessen normalen Betriebsmodus zu unterbrechen/zu beeinflussen
(Background Mode Programming - BMP).
Advanced Terminal Management [ATM]

deutsch:
Luftschnittstelle

Begriffswelt: TETRA

Als "Air Interface" wird ein Abschnitt der Übertragung von Informationen (Sprache und Daten) von einem Sender zu einem Empfänger bezeichnet, der das Medium Luft benutzt. Das "AI" ist das Gegenstück zur Übertragung über feste Medien (Kabel und Leitungen).
Besonderheiten des "AI" sind:
  • die Informationen müssen mittels elektromagnetischer Wellen übertragen werden;
  • die Infomationen müssen auf eine Trägerfrequenz moduliert werden, die ein Abstrahlen mittels Antennen ermöglicht;
  • als Endpunkte (zum Ein- bzw. Auskoppeln) müssen Antenne verwendet werden;
  • das Absenden der Informationen erfolgt je nach verwendeter Antenne mit unterschiedlicher Richtcharakteristik.
Die Übertragung von Informationen über das "AI" hat vor allem folgende Vorteile:
  • Sender und/oder Empfänger der Information können sich in Bewegung befinden;
  • eine Informationen kann unkompliziert gleichzeitig an viele Empfänger weitergeleitet werden;
  • die zu überbrückenden Entfernungen können stark variieren;
  • der Auf- und Abbau einer Verbindung kann innerhalb kürzester Zeit erfolgen.
sowie folgende Nachteile:
  • die überbrückbare Entfernung wird durch verschiedene Faktoren beschränkt;
  • die Qualität der Übertragung, insbesondere zwischen sich bewegenden Objekten, kann stark schwanken;
  • die übertragenen Informationen können auch durch Dritte unkompliziert empfangen werden.
Der physikalische Aufbau des "AI" unterscheidet sich stark danach, ob die Informationsübertragung in analoger/teilanaloger oder volldigitaler Form erfolgt:
  • bezüglich der verwendeten Modulationsart, da immer nur der Einsatz einer Modulationsart je Endpunkt zweckmäßig ist;
  • bezüglich der zu erzielenden Reichweite und Übertragungsqualität;
  • bezüglich der Menge der gleichzeitig übertragbaren Informationen
    - analog = immer nur einer Information/serielle Übertragung
    - digital = mehrer Informationen gleichzeitig/parallele Übertragung
       z.B. in unterschiedlichen Kanälen und Übertragungsschichten.
(Das "AI" bei TETRA ist z.B. eine standardisierte Schnittstelle nach ETSI-Norm (ETS 300 392-2) mit einem Protokoll Stack, das sich am ISO-OSI-Schichtmodell orientiert.)
Air Interface [AI]

deutsch:
Verschlüsselung der Luftschnittstelle

Begriffswelt: TETRA

Die "AIE" ist ein Bestandteil der TETRA Sicherheit.
Bei der "AIE" werden sämtliche Informationen, die zwischen Endgerät und Funk-Infrastruktur ausgetauscht werden, verschlüsselt, also neben der Sprache auch Kurznachrichten, Signalisierungs- und Verbindungsinformationen. Dadurch ist es weder möglich, den Inhalt von Informationen, noch die Identität des Endgerätes zu ermitteln. Allerdings muß der Schlüssel dem Betreiber der Funk-Infrastruktur bekannt sein, was gegebenenfalls ein Sicherheitsrisiko darstellen kann. "AIE" ist bei TETRA und GSM möglich. Der verwendete Schlüssel kann dynamisch oder statisch sein. Es werden drei verschiedene Sicherheitsklassen unterschieden:
  • Class 1 - unverschlüsselt
  • Class 2 - verschlüsselt mit statischen Schlüsseln (SCK-Static Cipher Keys)
  • Class 3 - verschlüsselt mit dynamischen Schlüsseln (DCK-Dynamic Cipher Keys)
In den Sicherheitsklassen 2 und 3 stehen die Verschlüsselungsalgorithmen
  • TEA-1, industrielle Verschlüsselung für EU-Länder
  • TEA-2, Behördenverschlüsselung für EU-Länder
  • TEA-3, Behördenverschlüsselung für Drittländer
  • TEA-4, industrielle Verschlüsselung für Drittländer
zur Verfügung. Neben der "AIE" gibt es die End-to-End-Encryption [E2EE] Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die alternativ oder ergänzend eingesetzt werden kann.
Air Interface Encryption [AIE]

englisch:
Level Limited Ambient Sound Reception [ASR]

Begriffswelt: TETRA

Begriffswelt: Funk allgemein

Bei der Nutzung von schweren Hör-/Sprechgarnituren (HSG) mit Gehörschutzfunktion erweist es sich häufig als nachteilig, dass alle Umgebungsgeräusche so extrem gedämpft werden, dass eine Sprachverständigung oder das Wahrnehmen von Warngeräuschen nicht mehr möglich sind. Hier schafft die "AGS" Abhilfe. Sie ist eine technische Zusatzeinrichtung in HSG, die die Umgebungsgeräusche mittels eines oder zweier zusätzlichen/r Mikrofons/en aufnimmt und über die Kapsellautsprecher wiedergibt. Dabei wird jedoch der Lautstärkepegel auf einen Maximalwert beschränkt, was einerseits den Nutzer schützt und andererseits das sichere Hören der empfangenen Sprachinformationen in Funkgesprächen ermöglicht.
Aktiv-Gehör-Schutz [AGS]

deutsch:
keine Übersetzung

Begriffswelt: TETRA

Mit "ACELP" wird sowohl das im TETRA-Standard verwendete Verfahren zur Kodierung und Kompression der zu übertragenden Sprachinformationen, als auch die diesem Zweck dienende technische Schaltung in Form eines Vocoders bezeichnet.
"ACELP" basiert auf dem Grundsatz, dass die zu übertragende Sprache in einer endlichen Menge von einzelnen Klangelementen zusammengefasst werden kann, die in einem »Codebuch« hinterlegt und mit jeweils einem Index versehen sind. Beim Verfahren "ACELP" werden die Klangelemente der Sprachinformation mit den in diesem »Codebuch« hinterlegten verglichen und nur der jeweils zugehörige Index (kurze Adresse) übertragen. Nur dadurch kann die Sprache auf die zur Funkübertragung notwendige Bandbreite von 4,6 kbits/s komprimiert werden (jeweils 60ms Sprache in einem Zeitschlitz von 14,2ms komprimiert). Beim Empfänger erfolgt der umgekehrte Prozess, der zwangsläufig das gleiche »Codebuch« voraussetzt. Das empfangene Digitalsignal wird in ein dem ursprünglichen Signal möglichst ähnliches, analoges Sprachsignal zurückübertragen und dabei gleichzeitig dekomprimiert.
Das Verfahren "ACELP" beruht wie Code Excited Linear Prediction (CELP) auf einer Vektorquantisierung und der parametrischen Audiokodierung, besitzt aber im Gegensatz zu CELP eine geringere Verzögerungszeit (Latenz) und kommt mit weniger Speicher aus. Entwickelt wurde das Verfahren 1989 an der Université de Sherbrooke in Kanada. Für den TETRA-Standard beschrieben ist "ACELP" in der ETSI EN 300 395-2.
TETRAPOL verwendet mit RCELP (Regular Code Excited Prediction) eine andere Sprachcodecversion.
Die technische Schaltung "ACELP" ist ein von der Firma VoiceAge Corporation patentierter Vocoder, der das oben beschriebene Verfahren realisiert.
Algebraic Code Excited Linear Prediction [ACELP/A-CELP]

deutsch:
administratives Pseudonym

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "Alias" wird in der Funkwelt die administrative Zuordnung eines Namens, einer Bezeichnung, eines Identifikationscodes zu einem technischen Identifikationscode verstanden. Die Zielstellung besteht hauptsächlich darin, den bei der Informationsübertragung verwendeten, ursprünglich technischen Wert für den menschlichen Nutzer verständlicher und zuordenbarer zu machen. Der "Alias" hat hat hier häufig die Gestalt eines alphanumerischen Namens. Da ein "Alias" nicht zwischen Teilnehmern übertragen wird, muss er in jedes Endgerät einzeln eingetragen werden.
Beispiel:
Einem TETRA-Teilnehmer mit einer 8-stelligen, numerischen SSI wird der alphanumerische Name des Nutzers oder dessen Stellenbezeichnung als "Alias" zugeordnet.

In wenigen Fällen wird ein "Alias" benutzt, um die Doppelnutzung bestimmter Rufnummern oder Kennungen innerhalb eines Funknetzes zu vermeiden. Ein Beispiel dafür ist die Alias Short Subscriber Identity [ASSI] in TETRA-Netzen, die als "Alias" für Besucheridentifikationen genutzt wird.

Alias

deutsch:
kurze Besucher-Identifikation (Besucherufnummer)

Begriffswelt: TETRA

Die "ASSI" ist eine Variante der Short Subscriber Identity [SSI] und damit ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. Sie ist die kurze Rufnummer eines Netzbesuchers. Sie hat eine Länge von 24 Bit und bietet damit 224 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 16777216 Einzelcodierungen. Die "ASSI" wird von der Netzsteuerung aus einem von Administrator vorher reservierten Bereich dynamisch fremden Netzteilnehmern zugewiesen. Die "ASSI" wird quasi über die eigene ISSI des Besuchers aus dessen Heimatnetz gestülpt (deshalb auch die Bezeichnung ALIAS), damit eine Doppelnutzung ausgeschlossen ist.

SSI

Alias Short Subscriber Identity [ASSI]

englisch:
Lone Walker

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "Alleinarbeiterschutz" wird u.a. ein in MOTOROLA-Funkgeräten programmierbares Leistungsmerkmal zur Gewährleistung der Sicherheit des Nutzers bezeichnet. Wie im Namen ausgedrückt, ist sein Einsatz vor allem dann sinnvoll, wenn der Nutzer allein in gefährlicher Umgebung arbeitet.
Funktionsbeschreibung:
In (programmierbaren) Abständen gibt das Funkgerät deutlich hörbare, eindeutig differenzierbare, akustische Signale ab, die vom Nutzer innerhalb einer (programmierbaren) Zeitspanne durch das Drücken einer beliebigen Taste am Funkgerät quittiert werden müssen. Geschieht dies nicht, sendet das Funkgerät auf einem vorbestimmten Kanal einen Notruf (Inhalt programmierbar).
Alleinarbeiterschutz [AAS]

deutsch:
Alphanumerischer Text Service

Begriffswelt: TETRA

Der "Alphanumeric Text Service" ist eine MOTOROLA-spezifische Anwendung, um SDM (Kurznachrichten) auf einem PC verfassen und diese dann an ein Mobile Terminal (Endgerät) senden zu können.

Alphanumeric Text Service [ATS]

deutsch:Umgebungsgeräusche Abhören

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "Ambience Listening" wird ein spezieller Rufmodus zwischen Teilnehmern in Funknetzen/Funkverbindungen bezeichnet. Der Rufende sendet ein besonderes Signal (Tonruf, Status oder SDS), durch das beim Empfangsgerät automatisch der Sender mit aktivierten Mikrofon (Hot Mike) getastet wird, ohne das dies dem gerufenen Teilnehmer angezeigt wird. Meist wird das aktivierte Mikrofon noch zusätzlich besonders empfindlich geschaltet. Der Rufende kann anschließend Geräusche und Gespräche im unmittelbaren Umfeld des Gerufenen mithören.
"Ambience Listening" wird in der Praxis vor allem zur Erhöhung der Sicherheit von potentiell gefährdeten Funkteilnehmern eingesetzt. Es ermöglicht zum Beispiel Dispatchern, bei unklaren oder gefährlichen Lagen die Situation an einem Arbeitsplatz oder Einsatzort mitzuhören, ohne dass z.B dort vorhandene Unberechtigte, Überfallende oder Täter dies mitbekommen. Da "Ambience Listening" jedoch auch zur unbemerkten Überwachung missbraucht werden kann, darf sein Einsatz nur sehr restriktiv erfolgen bzw. nur dann, wenn sichergestellt wird, das ein Missbrauch durch den Auslösenden ausgeschlossen ist (z.B. durch nicht manipulierbare Funk-Mitschnitteinrichtungen oder Rufprotokollierung).
"Ambience Listening" kann sowohl in analogen, als auch digitalen Funknetzen eingesetzt werden.
Ambience Listening [AL]

deutsch:
Ansageruf/Durchsageruf

Begriffswelt: TETRA

Der "Announce Call" ist seinem Wesen nach dem Broadcast Call ähnlich. Als "AC" wird der einseitige Ruf eines berechtigten Teilnehmers auf einer Announcement Talk Group [ATG] bezeichnet. Er erreicht alle sonstigen ATG-Teilnehmer, sowie alle Teilnehmer der Gruppen, die der ATG-Gruppe zugeordnet sind, als einseitiger Ansageruf. Ein "AC" wird im System immer mit der höchsten Priorität behandelt.
Announce Call [AC]

deutsch:
Durchsage Gesprächs-Gruppe

Begriffswelt: TETRA

Eine "Announcement Talk Group" ist eine TETRA-Gesprächsgruppe mit besonderen Leistungsmerkmalen, die es insbesondere Vorgesetzten, Dispatchern oder Sicherheitspersonal ermöglicht, alle Gespräche einer bestimmten Anzahl von Gruppen mitzuhören bzw. sich daran zu beteiligen und in besonderen Situationen alle Teilnehmer dieser verschiedenen Gruppen gemeinsam anzusprechen.
Unter der "ATG" als sogenannter Supergruppe werden zu diesem Zweck alle betreffenden Gruppen zusammengefasst. Wenn der "ATG"-berechtigte Nutzer die "ATG" als aktive Gruppe auswählt, wird zwangsweise ein Scannen dieser und aller ihr zugeordneten Gruppen durchgeführt. Die dazu bei der Geräteprogrammierung vorgenommenen Einstellungen können durch den Nutzer nicht verändert werden. Egal, auf welcher der enthaltenen Gruppen dann ein Ruf eingeht, er wird vom "ATG"-berechtigten Gerät immer angenommen. Das "ATG"-Scannen geschieht dabei völlig unabhängig von eingestellten Scannen sonstiger Gesprächsgruppen. Wenn eine "ATG" beim Nutzer zusätzlich als rufbar vorprogrammiert ist, darf er auf der "ATG" einen Ruf auslösen, der alle sonstigen "ATG"-Teilnehmer und alle Teilnehmer der zugeordneten Gruppen als einseitiger Ansageruf (Announce Call [AC]) erreicht. Ein "ATG"-Ruf wird im System immer mit der höchsten Priorität behandelt.
Announcement Talk Group/Announce Talk Group [ATG]

englisch: Antenna Gain

Begriffswelt: TETRA

Unter dem "Antennengewinn" wird das Verhältnis der Strahlungsleistung einer realen Antenne zu einer idealen Referenzantenne bezeichnet. Er wird in dB (Dezibel) angegeben.
In der Praxis kann natürlich keine Antenne Strahlungsenergie gewinnen. Der Gewinn bezieht sich immer auf die Erhöhung der Strahlungsintensität durch Bündelung der Abstrahlung in eine bestimmte Richtung. Dies kann im einfachsten Fall z.B. schon durch Konzentration der Abstrahlung in horizontaler Richtung erfolgen. Wenn sich die Abstrahlung auf einen bestimmten Winkelsektor beschränkt, wird sie immer größer, je kleiner dieser ist.
Folgende Referenzantennen werden bezüglich des "Antennengewinns unterschieden:
  • ein Halbwellendipol als Rundstrahler
    (optimale Version eines Rundstrahlers, dessen Gesamtlänge der halben Wellenlänge der Sende-/Empfangsfrequenz entspricht)
    Diese Art des Gewinns wird in dBd angegeben und auch 'Teilgewinn' genannte.
    Er weist einen realistischen Vorteil der entsprechenden Antenne aus, da er sich auf eine real nutzbare Referenzantenne bezieht.
  • ein Isotropstrahlers als Kugelstrahler
    (Idealisierung eines Punktstrahlers, der isotrop (d. h. gleichmäßig in alle Raumrichtungen) Diese Art des Gewinns wird in dBi angegeben und auch 'Absoluter Gewinn' genannt.
    Er weist einen theoretisierten Vorteil der entsprechenden Antenne aus, da er sich auf ein theoretieches Antennenmodell bezieht.
In der Praxis wird von einigen Herstellern der "Antennengewinn" gern in dBi angegeben, um die Vorteile der Antenne in ein otimaleres Licht zu stellen. Dessen Wert liegt nämlich um etwa 2,15 dB höher.
Antennengewinn

Begriffswelt: digitaler Funk

"APCO-25" ist ein im Auftrag der US-Regierung für die Sicherheitsbehörden in den USA entwickelter digitaler Funkstandard, der dessen taktisch-betriebliche und technische Aspekte spezifiziert. Er erfüllt damit ähnlich Anforderung wie die TETRA-Norm der ETSI in Europa. Der Name stammt von der bereits seit den 1970er Jahren (erste Projektphase APCO-16) maßgeblich an der Entwicklung beteiligten US-amerikanischen Institution "Association of Public-Safety Communications Officials - International'. Neben dieser waren anfangs die 'National Association of State Telecommunication Directors (NASTD)' sowie Dienststellen der US-Bundesregierung beteilig. Mit der 1989 durch den US-Kongress gestarteten zweiten Projektphase Project25' beteiligten sich auch die 'National Association of State Telecommunications Directors (NASTD)', die 'National Telecommunications and Information Administration (NTIA)', das 'National Communications System (NCS)', die 'National Security Agency (NSA)' und das 'United States Department of Defense (DoD)', an der Entwicklung des Standards.
"APCO-25" beschreibt einen digitalen Funkstandard zur Übertragung von Sprache und Daten im FDMA-Verfahren. Die technischen Parameter müssen vor dem Hintergrund der anwenderseitig erhobenen Forderungen nach einem stufenweisen Übergang von alten, analogen FM-Systemen in digitale Systeme mit einer Übertragungsbandbreite von 12,5 kHz als Übergangslösung und in digitale Systeme mit einer Übertragungsbandbreite von 6,25 kHz bei Koexistenz der Varianten im gleichen Frequenzbereich, gesehen werden. "APCO-25" gewährleistet etwa die gleiche Reichweite und Frequenzbandbreite wie die älteren analogen Systeme. Es ist außerdem rückwärtskompatibel zum Analogfunk, so dass schrittweise einzelne Kanäle vom Analog- auf den Digitalbetrieb umgestellt werden können. Darüber hinaus können "APCO-25"-Systeme mit einer Station einen größeren Bereich abdecken, was in dünnbesiedelten Regionen vorteilhaft ist. "APCO-25"-Funksysteme werden vor allem in Nordamerika, jedoch mittlerweile auch weltweit erfolgreich eingesetzt (z.B. auch bei operativen Einsätzen der NATO).
MOTOROLA hat mit ASTROTM bereits in den 1990er Jahren eine Systemtechnologie entwickelt, die auf dem "APCO-25"-Standard basiert. Mit seinem kompletten Angebot an Infrastrukturkomponenten und Endgeräten ist es Weltmarktführer.
APCO-25 (APCO Project25)

englisch: Work Order Ticket-Management [Job Ticket]

Begriffswelt: MOTOTRBOTM
Die "Arbeitsauftrags-Ticketverwaltung" ist eine Kurzdaten-Softwareapplikation, die seit 2012 in bestimmten MOTOTRBOTM-Endgerät bereits ab Werk enthalten ist. Dabei werden von der Zentrale an Teilnehmergeräte Arbeitsaufträge in einer speziell vordefinierten Vorlage (PreDefine Template) {immer der gleiche Rahmen mit angepasstem Inhalt} übermittelt, die zur Anzeige auf bestimmten Endgerätedisplays optimiert ist. In den Teilnehmergeräten wird deren Empfang signalisiert und angezeigt. Die Arbeitsscheine können anschließend nach Erfüllungszustand in Ordnern abgelegt werden. Auch für die Meldung des Erfüllungsstandes sind bereits vordefinierte Kurzinformationen in den Endgeräten vorhanden.
Durch den Einsatz der "Arbeitsauftrags-Ticketverwaltung" können Kommunikationsprozesse zur Arbeitsorganisation über Funk beschleunigt, optimiert und vereinheitlicht werden.
Arbeitsauftrags-Ticketverwaltung [Arbeitsschein]

Begriffswelt: digitaler Funk

"ASTROTM" ist eine von MOTOROLA entwickelte und hergestellte Systemtechnologie für ein digitales Bündelfunknetzwerk. Sie basiert auf dem internationalen Standard APCO-25/Project-25 und arbeitet mit FDMA-Technologie. Das System ist für die Übertragung von Sprache und Daten optimiert und verfügt über zuverlässige Verschlüsselungsmechanismen.
"ASTROTM"-Endgeräte sind die APX-Serie (HRT u. MRT), die XTS-Serie (HRT) und die XTL-Serie (MRT).
(Eine Broschüre mit einer Übersicht der aktuellen "ASTROTM"-Endgeräte könne Sie auf unsere Seite "Download extere Dokumente" downloaden.)
MOTOROLA hat "ASTROTM" speziell für den Einsatz bei US-amerikanischen Polizei- und Sicherheitsbehörden entwickelt und in den Leistungsparametern und Diensten an deren Bedürfnissen ausgerichtet. Mittlerweile werden "ASTROTM"-Funksysteme jedoch weltweit erfolgreich eingesetzt (z.B. auch bei operativen Einsätzen der NATO).
MOTOROLA ist mit "ASTROTM" und TETRA in den weltweit am weitesten verbreiteten digitalen Bündelfunktechnologien optimal aufgestellt und Weltmarktführer.
ASTRO

Begriffswelt: Funk allgemein

Unter "ATEX-Funkgerät" ist ein Funkgerät zu verstehen, das vom Hersteller speziell für den Einsatz in potentiell explosionsgefährdeter Umgebung vorgesehen ist. Es muss strikt entsprechend der Richtlinie der Europäischen Union RL 94/9/EG (auch ATEX 95) entwickelt und hergestellt sowie von einer berechtigten Stelle (z.B. TÜV) zertifiziert werden. Die explosionsgefährdete Umgebung, in der das Gerät benutzt werden darf, wird durch eine Schutzklasse definiert. Dabei wird der Schutz vor Gasen, Stäben sowie Bedingungen in Bergwerken unterschieden. Seit Juni 2006 dürfen nach einer Übergangsfrist von 3 Jahren nur noch "ATEX-Funkgeräte" in potentiell explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Vorgänger sind die sogenannten CENELEC-Funkgeräte, die seit Juni 2006 (bis auf einige Ausnahmeregelungen) nicht mehr benutzt werden dürfen.
Für das Funkgeräte-Zubehör zum Einsatz in potentiell explosionsgefährdeten Bereichen kommen die gleichen Vorschriften wie für die "ATEX-Funkgeräte" zum Einsatz. Dabei gilt bei der gemeinsamen Nutzung von Funkgerät und Zubehör immer der Grundsatz: Die Einstufung des Teiles mit der geringsten Schutzklasse bestimmt die Schutzklasse der Gesamtsystems.
Die Vorschriften zum Einsatz von "ATEX-Funkgeräten" durch den Nutzer/Betreiber sind in der Richtlinie 1999/92/EG (auch ATEX 137) festgelegt.
(ATEX - Abkürzung für: ATmosphère EXplosible [fr])
ATEX-Funkgerät

Begriffswelt: Funk allgemein

"Audio-Geräuschunterdrückung" ist ein Verfahren zur Verbesserung der Qualität der Sprachübertragung beim Funkverkehr. Dabei werden aus dem vom Funkgerätemikrofon aufgenommenen Audiostream Frequenzanteile herausgefiltert (unterdrückt), die charakteristischerweise Störgeräusche enthalten, ohne die Verständlichkeit der Sprachinformation wesentlich zu verschlechtern. Die Funktion kann je Funkgerät in einem Funknetz individuell nach Notwendigkeit aktiviert werden.
! ! !
Audio-Geräuschunterdrückung darf nicht gleichzeitig mit
X-PANDTM genutzt werden. Wenn am Funkgerät ein externes Mikrofon für die Einsprache genutzt wird, kann dies selbst über eine Geräuschkompensation verfügen. Auch dann sollte die Audio-Geräuschunterdrückung nicht zusätzlich aktiviert sein.
Audio-Geräuschunterdrückung [LLE]

deutsch:
Authentifizierung (gegenseitige Authentifizierung)

Begriffswelt: TETRA

Die "Authentifizierung" ist ein Bestandteil der TETRA Sicherheit.
Sie ist eine TETRA-Funktionalität, die dazu dient, nur solchen Teilnehmern (MS) die Mitarbeit im Netz zu gestatten, die über eine entsprechende Autorisierung (Berechtigung) verfügen. Zu diesem Zweck wird beim Anmelden (Versuch des Einbuchens) des Teilnehmers von der Netzverwaltung (SwMI) eine spezielle Authentisierungsinformation abgefragt (dessen TEI) und mit dem Eintrag in der eigenen Datenbank verglichen. Nur bei positivem Ergebnis wird das Einbuchen/die Mitarbeit des Teilnehmers im Netz gestattet.
Da die "Authentifizierung" also über eine Anforderung der Netzverwaltung an den Teilnehmer realisiert wird, kann dieser gleichzeitig prüfen, ob er das richtige Netz gewählt hat. Aus diesem Grund wird auch von einer "gegenseitigen Authentifizierung" gesprochen.
Die "Authentifizierung" kann in Form des Austausches einer verschlüsselte Kennung erfolgen. Dabei wird die TEI des Teilnehmers mit einem individuellen Authentisierungsschlüssel (Authentication Key) zu einem sogenannten "K-TEI-Päärchen" (K-REF) kombiniert. Diese Art der "Authentisierung" bildet gleichzeitig die Grundlage für den Einsatz weiterer Verschlüsselungsmechanismen im Netz, die eine Verbreitung des Schlüssels oder dessen Aktivierung über die Luftschnittstelle benötigt.
Die Einrichtung, die innerhalb der Netzverwaltung für die Durchführung der Authentisierung verantwortlich ist, wird Authentication Center genannt.
Authentication (Mutual Authentication)


==> siehe Authentication

Authentifizierung (gegenseitige Authentication)

deutsch:
Authentifizierungszentrum

Begriffswelt: TETRA

Das "Authentication Center" ist die Einrichtung in TETRA-Netzen (Infrastruktur), die für das Durchführen der Authentifizierung verantwortlich ist. Sie verwaltet und prüft die Berechtigungen mobiler Teilnehmer (MS) zur Mitarbeit im Netz und organisiert die dazu notwendigen Prozesse. Wenn die Authentifizierung mittels verschlüsselter Berechtigungsinformationen (K-REF) erfolgt, ist das "AuC" gleichzeitig für das Schlüsselmanagement verantwortlich.
Authentication Center (AuC)

deutsch:
Authentifikationsschlüssel

Begriffswelt: TETRA

Der "K" ist ein individueller Sicherheitsschlüssel, der zur Authentifizierung eines TETRA-Gerätes in einem TETRA-Netz bei der Anmeldung in diesem (Erlaubnis oder Verweigerung des Einbuchens/der Mitarbeit) genutzt wird. Er wird entweder bereits in der Herstellungsfabrik oder nachträglich mittels eines Schlüsselladegrätes in das Gerät geladen. Der "K" bildet dabei zusammen mit der TEI des Gerätes eine einmalige Einheit, die in einem Provisioning Center erzeugt wird. Das dabei entstehende Parameterpaar (K-REF) wird im Authentication Center des TETRA-Netzes genutzt, um die Berechtigungen des Gerätes zu prüfen.
Authentication Key [K]

deutsch:
K-TEI-Päärchen

Begriffswelt: TETRA

Das "K-REF" ist ein Parameterpaar aus den Authentication Key und der TEI eines TETRA-Endgerätes (MS), das es diesem ermöglicht, sich im Netz gegenüber dem Authentication Center zu authentifizieren (identifizieren). Das "K-REF" wird durch das Provisioning Center erstellt und in das entsprechende TETRA-Endgerät mittels eines Schlüsselladegerätes geladen sowie dem Authentication Center als Datenfile zur Speicherung in desser Referenzdatenbank übergeben.
Authentication Key - Reference [K-REF]

deutsch:
Reichweiten-Überwachnungssystem

Begriffswelt: Funk allgemein

"ARTSTM" ist ein exclusiv in Standard Vertex-Funkgeräten eingesetztes Verfahren zur Überwachung, ob sich ein Gerät innerhalb der Funkreichweite der anderen Teilnehmer befindet. Im Hintergrund läuft automatisch eine Handshake-Abfrage ab, die jeden Kontaktverlust registriert. Sobald eine Verbindung länger als 2 Minuten verloren geht, gibt das Funkgerät einen Hinweiston von sich. Der Nutzer kann dann entweder auf eigenen Entschluss oder auf Hinweis der Basisstation einen Standort aufzusuchen, der die sichere Funkverbindung wieder gewährleistet.

ARTS™
Auto Range Transponding System [ARTS™]

deutsch:
Automatische Rufnummernkennung

Begriffswelt: Funk allgemein

"ANI" ist ein von mehreren Funkgeräteherstellern verwendetes Verfahren zur Übertragung und Erkennung der Rufnummer eines Funkteilnehmers. Die Rufnummer wir entweder per DTMF- oder MDC-Burst vor, nach oder vor und nach jedem Senden automatisch übertragen. Das empfangende Fungerät kann damit entweder den Absender identifizieren oder sich zielgerichtet angesprochen fühlen (ANI-Paging).
Automatic Number Identifier [ANI]

deutsch:
Automatische Verstärkungsregelung

Begriffswelt: Funk allgemein

Die "AGC" ist eine in vielen modernen Funkgeräten verfügbare Audiofunktionalität, die dazu dient, den Pegel eingehender, stark schwankungsbehafteter Sprachsignale auf einen bestimmten, für den anschließenden Sendebetrieb optimalen Pegel zu normalisieren/einzuregeln. Praktisch wird in einer elektronischen Schaltung aus dem eingehenden Signal eine Regelspannung abgeleitet, mit deren Hilfe je nach Notwendigkeit ein Verstärkung oder Dämpfung vorgenommen wird.

Automatic Gain Control [AGC]

deutsch:
Automatische Fahrzeugortung

Begriffswelt: Funk allgemein

Die "AVL" ist ein Service bzw. eine Applikation, um den aktuellen Aufenthaltsort und/oder die Fahrtroute von Fahrzeugen zu ermitteln. Dies kann durch das einfache Erfassung der geografischen Koordinaten oder deren Darstellung auf Karten erfolgen.
Voraussetzung für eine "AVL" ist die Ausstattung der entsprechenden Fahrzeuge mit einem GPS-Empfänger und einem Funkgerät, das GPS-Datentelegramme übertragen kann. Der Empfänger kann entweder an das Funkgerät angeschlossen oder in dies integriert sein. Das Funkgerät überträgt die GPS-Daten über die Luftschnittstelle an eine "AVL"-Zentrale, bestehend aus einem ortsfesten Funkgerät, das mit einem PC mit einer entsprechenden "AVL"-Software zur Erfassung und Darstellung der Daten verbunden ist. Die GPS-Positionsdaten der Fahrzeuge können je nach Applikation in bestimmten Zeitabständen und/oder bei bestimmten Fahrzeugzuständen automatisch gesendet und/oder von der "AVL"-Zentrale nach einem bestimmten Zeitplan abgerufen (Polling) werden.
In modernen Applikationsprogrammen sind Erfassung und Darstellung der GPS-Daten nur die Basis für ein darauf basierende Logistik-Management.
Automatic Vehicle Location [AVL]


B
deutsch:
Barney

Begriffswelt: TETRA

"Barney" ist der MOTOROLA-interne Entwicklungsname der TETRA-Funkgeräte MTH650 und MTH800.

Barney

deutsch:
Ortsfeste Systemfunkstelle

Begriffswelt: TETRA

Die "BTS" sind ein Bestandteil der SwMI. Sie stellen die Verbindung zu den mobilen Funkteilnehmern (MS) über die Luftschnittstelle her und sind somit der kennzeichnendste Bestandteil eines Bündelfunknetzes. Die Anzahl der "BTS" innerhalb der Infrastruktur eines TETRA-Netzes richtet sich nach dessen territorialer und kapazitiver Dimension. Mehrere "BTS", in der Regel innerhalb eines bestimmten territorialen Gebietes, sind mit einem MSC/DXT verbunden und werden von diesem gesteuert.
In kleinen TETRA-Netzen können "BTS" und MSC in Gestalt eines Base Station Controllers [BSC] eine lokale Einheit bilden.
Die "BTS" wird in Kurzbezeichnung auch als 'Base Station [BS]' bezeichnet.

WICHTIGER HINWEIS
Die Schnittstellen zwischen den "BTS" und den MSC sind im TETRA-Standard nicht normiert und können sich dementsprechend zwischen den einzelnen Herstellern unterscheiden.

Base Transceiver Station [BTS]

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Batterieträgheitseffekt" wird eine dauerhafte Verringerung der Entladespannung bezeichnet, der durch häufiges Nachladen von Nickel-Metall-Hydrid-Akkumulatoren im Zustand einer Teilentladung entsteht.
Praktisch bedeutet das, das ein Akku immer wieder ins Ladegerät gestellt wird, auch wenn er noch nicht vollständig entladen ist.
Anders als beim Memory-Effekt wird hier jedoch die vom Akku bereitgestellte Spannung und damit die zum Verbrauch zur Verfügung stehende Leistung über den gesamten Entladevorgang etwas geringer.
Der "Batterieträgheitseffekt" ist reversibel. Bei häufigem Zwischenladen wird deshalb empfohlen, nach 30-50 Teilentladungen eine Konditionierung (3-5 maliges komplettes Entladen und Laden mit einem entsprechenden Ladegerät) vorzunehmen.
Batterieträgheitseffekt

Begriffswelt: Funk allgemein

Unter "Betriebsfunk" sind alle Funkanwendungen zu verstehen, die der drahtlosen Übertragung innerbetrieblicher Nachrichten in Form von Sprache und Daten dienen. Betreiber von "Betriebsfunk"-Anlagen können ausschließlich Unternehmern der Privatwirtschaft, Betriebe und Einrichtungen der öffentlichen Hand sowie Parteien, Stiftungen, Vereine und Verbände sein. Der Betrieb einer "Betriebsfunk"-Anlage setzt den Erwerb einer Frequenzzuteilung (Genehmigung) auf schriftlichen Antrag bei der Bundesnetzagentur voraus und ist gebührenpflichtig. In der Frequenzzuteilung werden außerdem wichtige technische Parameter, wie die Sendeleistung, die Modulationsart und der Hub festgelegt. Im "Betriebsfunk" werden Frequenzen ausschließlich zur Nutzung durch den Genehmigungsinhaber zugeteilt. Eine "Betriebsfunk"-Anlage kann aus einer oder mehreren ortsfesten Funkstellen und den dazugehörigen mobilen Funkstellen oder nur aus mobilen Funkstellen bestehen. Grundsätzlich können Frequenzen im "Betriebsfunk" auch mehreren Nutzern zur gemeinsamen Nutzung zugeteilt werden. Dementsprechend ist jeder Nutzer selbst für entsprechende technische Vorkehrungen zur Sicherung seine eigenen Nachrichten zuständig.
Unter "Betriebsfunk" fallen z.B. auch der Durchsagefunk, Fernwirkfunkanwendungen, Funkanlagen für Identifizierungszwecke, Grundstückspersonenruffunk, Grundstückssprechfunk und grundstücksübergreifender Personenruffunk.
Betriebsfunk

Begriffswelt: TETRA/BOS-Funk

Mit "BOSNet" wird das Digitalfunknetz der deutschen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bei der Errichterfima EADS bezeichnet.

BOSNet

Begriffswelt: TETRA/BOS-Funk

==> siehe Digitale Sicherheitskarte

Die "BOS-Sicherheitskarte" enthält neben den Elementen des Kryptosystems für die End-to-End-Encryption [E2EE] und den individuellen Netzzugangsdaten zusätzlich
- die Netzzugangsberechtigungen
- die beiden operativ-taktischen Adressen [OPTA]
- einen Speicherplatz für zusätzliche funkspezifische Daten aus dem Fleetmapping, wie
Verzeichnis der GSSI und SSI, vorformulierte Telefonbucheinträge und Templates u.a.m.

Als autorisierte Stelle, der die "BOS-Sicherheitskarten von der BSI übergeben werden, sind die sogenannten KVMS (Krypto-Variablen-Management-Station) eingerichtet. Sie nehmen das Re-Personalisieren der "BOS-Sicherheitskarten" vor, d. h. unter anderem die Eintragung von Gültigkeit, Besitzer und Funkrufnamen.
BOS-Sicherheitskarte

deutsch:
Ansageruf/Rundruf

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "Broadcast Call" wird ein spezieller Ruf in Funknetzen bezeichnet, bei dem ein einzelner Teilnehmer mittels einer besonderen Rufnummer alle aktiven Teilnehmer einer bestimmten Gruppe, mehrerer Gruppen, einer bestimmten Funkzelle oder eines ganzen Funknetzes gleichzeitig anruft, um eine meist kurze Durchsage zu tätigen. Beim "Broadcast Call" handelt es sich um eine Einwegekommunikation im Punkt-zu-Multipunkt-Modus (PMP), die gerufenen Teilnehmer können also nicht zurücksprechen und der Rufende erfährt nicht, welche Teilnehmer er wirklich erreicht hat. Da der "Broadcast Call" innerhalb des Funknetzes meist mit einer hohen Priorität versehen ist, sollte die Berechtigung, ihn auszulösen, sehr restriktiv vergeben werden.
Der "Broadcast Call" ist vor allem für kurze organisatorische, administrative oder technische Durchsagen gedacht, die einen großen Teilnehmerkreis erreichen sollen.
siehe auch: Announce Call [AC]
Broadcast Call [BC]

Begriffswelt: TETRA/BOS-Funk
Internet: www.bdbos.bund.de
Die "Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben [BDBOS]" mit Sitz in Berlin ist eine bundesunmittelbare rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie hat am 2. April 2007 offiziell ihre Tätigkeit aufgenommen. Seit dem 16. Oktober 2007 ist Rolf Krost Präsident der BDBOS.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Aufgabe der BDBOS ist der Aufbau, der Betrieb und die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit eines digitalen Sprech- und Datenfunksystems für die Polizeien von Bund und Ländern, Feuerwehren und Rettungsdienste, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Zollbehörden und Nachrichtendienste. Die Bundesanstalt gewährleistet die bundesweite Einheitlichkeit des neuen Funksystems, das den gegenwärtig von den Sicherheitsbehörden genutzten, inzwischen technisch veralteten Analogfunk ablöst. Nach dem von Bund und Ländern verfolgten Konzept zur Einführung des Digitalfunks BOS übernimmt die BDBOS die Gesamtkoordinierung dieses Modernisierungsprojekts. Die Interessen der Nutzer werden auf diese Weise durch die BDBOS gebündelt wahrgenommen.
Originalwortlaut aus: www.bdbos.bund.de
Bundesanstalt für den Digitalfunk der BOS [BDBOS]

Begriffswelt: Gremien und Verbände/TETRA/BOS-Funk
Internet: www.bsi.de
Das "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik [BSI]" mit Sitz in Bonn ist als Behörde des Bundesministerium des Innern eine unabhängige und neutrale Stelle für Fragen der IT-Sicherheit. Sie wurde am 01.01.1991 gegründet. Seit dem 16. Oktober 2009 ist Michael Hange Präsident der "BSI".
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Weil die Probleme in der Informationstechnik so vielschichtig sind, ist auch das Aufgabenspektrum des BSI sehr komplex: Das BSI untersucht Sicherheitsrisiken bei der Anwendung der Informationstechnik und entwickelt Sicherheitsvorkehrungen. Es informiert über Risiken und Gefahren beim Einsatz der Informationstechnik und versucht Lösungen dafür zu finden. Dies beinhaltet die Prüfung und Bewertung der IT-Sicherheit von IT-Systemen,einschließlich deren Entwicklung in Kooperation mit der Industrie. Auch bei technisch sicheren Informations- und Telekommunikationssystemen können Risiken und Schäden durch unzureichende Administration und Anwendung entstehen. Um diese Risiken zu minimieren beziehungsweise zu vermeiden, wendet sich das BSI an eine Vielzahl von Zielgruppen: Es berät Hersteller, Vertreiber und Anwender von Informationstechnik. Darüber hinaus analysiert es Entwicklungen und Trends in der Informationstechnik.
Originalwortlaut aus: www.bsi.de
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Im Zusammenhang mit der Sicherheit von TETRA-Netzen, insbesondere der des digitalen Funknetzes der deutschen BOS, hat das "BSI" ein Kryptosystem für die End-to-End-Encryption [E2EE] entwickelt. Die Komponenten dieses Kryptosystems werden durch Einrichtungen der "BSI" in Form von Zertifikaten auf Digitalen Sicherheitskarten aufgebracht, durch die individuellen Netzzugangsdaten vorpersonalisiert in so vorkonfiguriertem Zustand den autorisierten Stellen beim Nutzer zu Personalisierung übergeben.
Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik [BSI]

Begriffswelt: Gremien und Verbände
Internet: www.bundesnetzagentur.de
Die "Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, kurz Bundesnetzagentur [BNetzA]" mit Verwaltungssitz im Bonn und technischer Zentrale in Mainz sowie mehreren Außenstellen ist eine obere deutsche Bundesbehörde und untersteht dem Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Sie ging 2005 aus der 'Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation [RegTP]' durch Zuständigkeitserweiterung hervor. Matthias Kurth ist aktueller Präsident der "BNetzA"
Die Bildung der "BNetzA" bzw. ihres Vorgängers wurde Ende der 1990er Jahre durch die von der Bundesregierung beschlossene, globale Liberalisierung zunächst des deutschen Telekommunikationsmarktes und später weiterer Netzmärkte notwendig, um einen möglichst unverzerrten Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern und Dienstleistern, besonders gegenüber den alteingesessenen, ehemaligen Monopolriesen aufrechtzuerhalten und zu fördern. Eine wesentliche Grundlage des Handelns der "BNetzA" im Bereich der Telekommunikation ist des 'Telekommunikationsgesetz [TKG]' einschließlich seiner zahlreichen Durchführungsbestimmungen. In diesem Sinn nimmt die "BMetzA" im Bereich der Telekommunikation u.a. folgende Aufgaben wahr:
  • die Festlegung der Entgelte für die Nutzung von vorläufig noch in Monopolhand befindlichen Netzstrukturen durch andere Dienstleister
  • die Kontrolle von Tarifentgelten durch Unternehmen, die vorläufig noch von Monopolvorteilen profitieren, gegenüber Kunden (Endverbrauchern)
  • die Verwaltung, Koordinierung und Vergabe von Funkfrequenzen in Form von Ausschreibungen und Bedarfsträgerrechten
  • das Erteilen von Genehmigungen zum Betrieb von Funknetzen in Form von Frequenzzuteilungen auf schriftlichen Antrag
  • die Prüfung und Zulassung von Digitalen Zertifikaten
  • die Abnahme von Prüfungen für die Nutzer spezieller Funkdienste
  • die Prüfung elektronischer Geräte auf elektromagnische Verträglichkeit
  • die Überprüfung der Einhaltung der geltenden rechtlichen Bestimmungen und des Inhaltes von Betriebsgenehmigungen und Frequenzzuteilungen
  • das Ermitteln und Festlegen nutzungsabhängiger Gebühren
In allen Fragen der Planung, Installation und des praktischen Betriebes von professionellen Funknetzen jeglicher Art ist also die "BNetzA" einer der wichtigsten Ansprechpartner, sowohl für den Inhaber/Betreiber, als auch für das Errichter-/Ausrüsterunternehmen.
Bundesnetzagentur für ... [BNetzA]

englisch:
Trunked Radio

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "Bündelfunk" werden alle Funkstandards und Funk-Systemlösungen bezeichnet, deren Grundprinziep darin besteht, von ortsfesten Sende-/Empfangsanlagen jeweils eine größere Anzahl von Funkfrequenzen/-kanälen zentral zu verwalten zu lassen (Kanalbündelung) und den Nutzern ausschließlich für die Zeit der Informationsübertragung (Sprache oder Daten) eine Frequenz/einen Kanal exklusiv zur Verfügung zu stellen. Daraus ergibt sich zum einen eine wesentlich bessere Frequenzauslastung (Frequenzökonomie), zum anderen die Ungestörtheit der Nutzer während des Gespräches. Die Identifikation und Auswahl der einzelnen Funkteilnehmer erfolgt durch die Zuordnung von Einzel- und Gruppenrufnummern. Alle notwendigen Steuerungsaufgaben werden von einem speziellen Rechner über einen sogenannten Organisationskanal realisiert. Außerdem verwaltet dieser die Teilnehmerdatenbank (Wer darf mit welchen Berechtigungen im Netz funken?) und die Teilnehmerregistrierung (Welche Endgeräte sind im Netz aktiv [eingebucht]?). Da mehrere Sende-/Empfangsstationen (Zellen/Zonen/Netze) intelligent miteinander gekoppelt werden können, ist mit "Bündelfunk"-Systemen die Funkversorgung auch großer Territorien unter Beibehaltung aller Nutzungsmerkmale möglich.
Zu den "Bündelfunk"-Standards gehören:
Standards mit digitaler Signalisierung und analoger Sprachübertragung
MOTOROLA StartSite, SmartZone, SmartNet / MPT1327
volldigitale Standards
TETRA / Tetrapol / APCO-25

In Deutschland existieren drei Szenarien für den Betrieb von Bündelfunknetzen:
1. Das flächendeckende, neue digitale Funknetz der BOS unter der Verwaltung der BDBOS.
2. Das Betreiben von Bündelfunknetzen durch einen Netzbetreiber als Dienstleistung für Dritte (ähnlich den öffentlichen Mobilfunknetzen) in wirtschaftlichen Ballungsgebieten oder auch großflächiger.
3. Das Betreiben von Bündelfunknetzen durch Unternehmern der Privatwirtschaft sowie Betriebe und Einrichtungen der öffentlichen Hand für eigene Kommunikationszwecke, meist territorial stark beschränkt. Auch in diesen Netzen kann bei Bedarf die Mitnutzung durch Dritte gestattet sein.
Der Betrieb einer "Bündelfunk"-Anlage in 2. und 3. setzt den Erwerb einer Frequenzzuteilung (Genehmigung/Lizenz) auf schriftlichen Antrag bei der Bundesnetzagentur voraus und ist gebührenpflichtig. In der Frequenzzuteilung werden außerdem alle wichtigen technische Parameter und der Versorgungsbereich festgelegt.
Bündelfunk


C
deutsch:
Rückrufanforderung

Begriffswelt: digitaler Funk

Mit "Callback Request" wird im Digitalfunk eine Datenübertragung in Form einer Status-Meldung bezeichnet, die einem anderen Teilnehmer eine Aufforderung für einen Rückruf signalisiert. Der "Callback Request" wird vor allem eingesetzt, um einem gerade im Gespräch befindlichen Teilnehmer einen Gesprächswunsch mitzuteilen, ohne diesen ständig erneut anrufen zu müssen. Wenn vom Netz unterstützt, muss der Empfänger des "Callback Request" lediglich die Sendetaste am Funkgerät drücken, um den Rückruf aufzubauen.

Callback Request [CR]

deutsch:
Alarmierungsruf

Begriffswelt: TETRA

Mit "Call Out" wird die Funktionalität 'Alarmierung' als Zusatzdienst in TETRA-Netzen bezeichnet. Es handelt sich dabei um das Versenden spezieller SDS-Informationen mit höchster Netzpriorität durch autorisierte Teilnehmer (z.B. Einsatzleitstellen) an einen oder mehrere (Standard) Mobilteilnehmer. Inhalt der SDS sind die grundsätzlichen Alarmierungsinformationen, die die Empfänger (z.B. Bereitschaftskräfte) für die unmittelbare Handlungsreaktion benötigen. Der Inhalt der Information wird beim Empfänger sofort auf dem Display des Gerätes angezeigt, unabhängig von anderen, gerade ausgeführten Bedienhandlungen, d.h. eine eingehende "Call Out"-Nachricht unterbricht alle anderen, gerade laufenden Dienste. "Call Out" kann aktiv, d.h. mit einer Reaktionsbestätigung durch den Emfangenden (z.B. Ich komme zum Einsatzort) oder passiv, d.h. ohne Reaktionsbestätigung versendet werden.
"Call Out" ist vor allem als Ersatz der jetzigen analogen und digitalen (POGSAG) Alarmierung der Feuerwehreinsatzkräfte nach Fertigstellung des TETRA-BOS-Netzes gedacht, kann aber auch zur Alarmierung und Organisation bei anderen Einsatzszenarien genutzt werden.
Der "Call Out"-Dienst wurde auf Initiative der BDBOS, in Kooperation mit Norwegen und mehreren Herstellern, durch die TETRA Assiciation beschrieben und in den TETRA-Standard aufgenommen. Im Ergebnis der Standardisierung empfielt die BDBOS die zukünftige Nutzung von "Call Out" für die Alarmierung von Einsatzkräften. Die letztliche Entscheidung über die Nutzung von "Call Out" ist jedoch Aufgabe der Länder und des Bundes, die dies für ihre jeweiligen BOS übernehmen.
Als Empfänger für "Call Out" kommen sowohl aktive TETRA-Meldeempfänger (APRT), als auch normale TETRA-Endgeräte in Frage. Die Hersteller haben "Call Out" mittlerweile als Funktionalität mindestens für die Endgeräte eingeführt, die zum Einsatz bei den BOS vorgesehen sind. Aber auch in zivilen TETRA-Netzen kann "Call Out", entsprechend ausgerüstete Endgeräte vorausgesetzt (z.B. MTP830 S und MTP850 S), genutzt werden.
Call Out

Begriffswelt: Funk allgemein

Das "CENELEC-Ex-Funkgerät" ist der Vorgänger des ATEX-Funkgerätes.
Unter "CENELEC-Ex-Funkgerät" war ein Funkgerät zu verstehen, das vom Hersteller speziell für den Einsatz in potentiell explosionsgefährdeter Umgebung vorgesehen war. Es musste strikt entsprechend der Richtlinie 76/117/EEC des Europäischen Normierungsgremiums CENELEC entwickelt und hergestellt sowie von einer berechtigten Stelle (z.B. TÜV) zertifiziert worden sein. Die explosionsgefährdete Umgebung, in der das Gerät benutzt werden durfte, wurde durch eine Schutzklasse definiert. Dabei wurde der Schutz vor Gasen, Stäben sowie Bedingungen in Bergwerken unterschieden. Seit Juni 2003 dürfen mit einer Übergangsfrist von 3 Jahren keine "CENELEC-Ex-Funkgeräte" mehr in potentiell explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Nachfolger sind die sogenannten ATEX-Funkgeräte, die seit Juni 2006 (bis auf einige Ausnahmeregelungen) ausschließlich benutzt werden dürfen.
Für das Funkgeräte-Zubehör zum Einsatz in potentiell explosionsgefährdeten Bereichen galten die gleichen Vorschriften wie für die "CENELEC-Ex-Funkgeräte".
(CENELEC - Abkürzung für: Comité Européen de Normalisation Électrotechnique [fr])
CENELEC-Ex-Funkgerät

deutsch:
Kommerzielle Funkgeräte-Serie

"Commercial Radio" ist der Name einer Serie analoger Betriebsfunkgerätemodelle für den professionellen Einsatz des Herstellers MOTOROLA. Sie sind für Funkeinsteiger und einfache Funkanwendungen gedacht und zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.
  • entwickelt um das Jahr 2000
  • Markteinführung 2004
  • Leistungsmerkmale
    - wenige Betriebskanäle
    - PL™; oder einfache Selektivrufanwendungen
    - robuste,relativ grosse Geräte
  • in Deutschland verfügbare Gerätemodelle
    - Betriebsfunk portabel: CP040
    - Betriebsfunk mobil: CM340/CM360
Weltweit ist eine Vielzahl weiterer Gerätemodelle aus der Commercial Radio-Serie verfügbar, die sich durch unterschiedliche, an die regionalen Erfordernisse angepasste Leistungsmerkmale unterscheiden.
Commercial Radio-Series

deutsch:
Gemeinsamer Chiffrierschlüssel

Begriffswelt: TETRA

Der "CCK" ist ein Chiffrierschlüssel, der in TETRA-Netzen zum Einsatz kommt. Im Unterschied zum DCK, der für die Verschlüsselung von Einzelgesprächen genutzt wird, wird der "CCK" zusammen mit dem GCK für die Verschlüsselung von Gruppengesprächen eingesetzt. Er ist dabei der allgemeinere Teil, der allen Teilnehmern für Gruppengespräche im ganzen Netz, einer Zone, einer Zelle oder einem Netzgebiet zugeteilt wird.
Einsatz:
  • Schlüssel für die Air Interface Encryption
  • Verschlüsselung von Gruppengesprächen im TMO bei Security Class 3
  • die Übertagung des "CCK" ist nur an einen authentifizierten Teilnehmer möglich
Was wird verschlüsselt:
  • verschlüsselt werden alle Informationen auf der TETRA-Luftschnittstelle
  • verschlüsselt werden Sprache und Daten auf dem Verkehrskanal
  • verschlüsselt werden Adressierung, Signalisierung und Daten auf dem Organisationskanal
Aufbau des Schlüssels:
  • der "CCK" wird im SwMI erzeugt und im DCK cryptografisch verpackt
  • die Schlüsselkombination aus GCK und "CCK" wird Modified Group Cipher Key [MGCK] bezeichnet
Verteilung des Schlüssels:
  • der "CCK" hat eine typische Schlüssellebensdauer von 24 Stunden
  • eine Schlüsselwechsel wird von der SwMI angewiesen
  • er wird bei der ersten Authentifizierung eines Teilnehmers im Gültigkeitszeitraum als Bestandteil des DCK oder mittel OTAR zum Teilnehmer übertragen
Common Cipher Key [CCK]

deutsch: Europäische Konferenz der Verwaltung für Post und Telekommunikation

Begriffswelt: Gremien und Verbände
Internet: www.cept.org
Die "Conférence Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications [CEPT]" ist eine Dachorganisation zur Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden (für Telekommunikation) aus 48 europäischen Staaten. Sie wurde 1959 gegründet und hatte zunächst auch die Aufgabe zur Standardisierung von Telekommunikationsnormen, die sie jedoch 1988 an die auf ihren Beschluss gegründete ETSI abgab.
Die CEPT verfolgt das Ziel, als Forum für regulatorische Themen im Post- und Telekommunikationssektor die Mitglieder zu unterstützen und die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zu fördern, sowie Grundsatzfragen auf europäischer Ebene zu klären.
Im Bereich der Funkkommunikation beschäftigt sich die "CEPT" heute nur noch mit Fragen der Frequenzverwaltung und Regulierung. Die für das Funkwesen entscheidenden Arbeitsgruppen sind: WG RA (Working Group Regulatory Affairs), WG FM (Working Group Frequency Management) und WG SE (Working Group Spectrum Engineering).

Conférence Européenne des Administrations ... [CEPT]

deutsch:
kontinuierlich toncodierte Subton-Rauschsperre

==> siehe PL

Die digitale Version des CTCSS wird DCS bezeichnet.

Continuous Tone Coded Subaudio Squelch [CTCSS]

deutsch: Steuerkanal

Begriffswelt: digitaler Funk
Der "CCH" ist ein logischer Kanal in digitalen Funksystemen, der die zu übertragenden Steuerinformationen des Netzes beinhaltet. Er wird auf einem 'physikalischen Kanal' abgebildet.
Zu den "CCH" gehören der
Associated Control Channel [ACCH (FACCH/SACCH],
Broadcast Control Channel [BCCH/BSCH],
Linear Channel [LCH (CLCH/BLCH)],
Signalling Channel [SCH], Access Assignment Channel [AACH],
Stealing Channel [STCH],

Control Channel [CCH]

deutsch: Physikalischer Steuerkanal (Organisationskanal)

Begriffswelt: digitaler Funk
Der "CP" ist ein physikalischer Kanal in digitalen Funksystemen, der grundsätzlich als Träger für 'logische Steuerkanäle (Control Channel [TCH])' vorgesehen ist (auf dem diese abgebildet werden).
Bei TETRA handelt es sich um einen Zeitschlitz (in der Regel den ersten des 1. HF-Trägers) zur Übertragung aller Informationen zur Steuerung des Netzes, zur Organisation der Arbeit der Teilnehmer in diesem und zum Realisieren der Funkverbindungen.

Control Physical Channel [CP]

deutsch:
Kunden-Programmier-Software

Begriffswelt: Funk allgemein

"CPS" ist der von MOTOROLA verwendete Begriff für die Softwaretools zur Programmierung der Leistungs- und Nutzungsmerkmale von Funkgeräten. Dabei ist mit dem Begriffsbestandteil "Customer/Kunden" nicht gemeint, dass die Software von Kunden eingesetzt werden soll, sondern, dass es um das Programmieren (Festlegen) all der Merkmale eines Funkgerätes geht, die kundenspezifisch gefordert (z.B. Tastenbelegungen), nutzerabhängig notwendig (z.B. die eigene Rufnummer) oder vorgeschrieben (z.B. Betriebsfrequenzen entsprechend der Frequenzzuteilung durch die BundesNetzAgentur) sind. Die "CPS" dient also der Personalisierung eines Funkgerätes.
Bevor sich die Bezeichnung "CPS" durchgesetzt hat, wurde Programmiersoftware auch RSS = Radio Service Software oder
RPS = Radio Programming Software bezeichnet.

Customer Programming Software [CPS]


D

==> siehe Terminal Equipment [TE]

Datenendgerät

deutsch:
digital codierte Rauschsperre

Begriffswelt: Funk allgemein

siehe DPL
Die analoge Version des DCS wird CTCSS bezeichnet.

Digital Coded Squelch [DCS]

deutsch:
Hauptvermittlungsstelle

Begriffswelt: TETRA

"DXT" ist eine durch einen Hersteller geprägte, andere Bezeichnung für das Main Switching Center [MSC].
Das "DXT" ist ein Bestandteil der SwMI. Innerhalb der Infrastruktur eines TETRA-Netzes kann es je nach dessen Dimension eine oder mehrere "DXT" geben. Die "DXT" verwalten und verbinden mehrere Ortsfesten Basisstationen BS/BTS in der Funktion einer Hauptvermittlungsstelle für alle Arten von Verbindungen. Sie gewährleisten außerdem Funktionen wie das Handover, die Zellsteuerung der Sendefrequenzen und die Sendeleistung der BS/BTS. In Netzen mit mehreren "DXT" sind diese untereinander verbunden und können über ein Network Management/Operating Center [NMC/NOC] zentral gesteuert werden.
In kleinen TETRA-Netzen kann die Funktion der "DXT" von einem Base Station Controller [BSC] übernommen werden.

WICHTIGER HINWEIS
Die Schnittstellen zwischen den "DXT" und den BS/BTS sind im TETRA-Standard nicht normiert und können sich dementsprechend zwischen den einzelnen Herstellern unterscheiden.

Digital Exchange for TETRA [DXT]

deutsch: Digitaler Mobilfunk

Begriffswelt: digitaler Funk
"DMR" ist ein vom ETSI entwickelter und 2005 genormter Standard (ETSI TS 102 361-1...4) für den digitalen Mobilfunk in nichtöffentlichen Funknetzen. Dazu zählen sowohl lizenz- und gebührenfreie Funkanwendungen (Normkategorie I), als auch der traditionelle, professionelle Betriebsfunk (Normkategorie II) und einfache Bündelfunknetze (Normkategorie III). Ziel des Standards ist es, kostengünstige digitale Funksysteme für die Übertragung von Sprache, Daten und Zusatzdiensten mit relativ geringer Komplexität zu spezifizieren (im Gegensatz bsw. zum TETRA-Standard).
Technisch gesehen basiert "DMR" auf einem TDMA-Protokoll mit zwei Zeitschlitzen für den Betrieb bei 12,5 kHz Kanalabstand. Damit unterscheidet er sich grundsätzlich vom Wettbewerbsstandard dPMR.
Die komplette Digitalisierung der Informationsübertragung über die Luftschnittstelle ermöglicht es, je Funkfrequenz zwei separate, gleichzeitig und unabhängig voneinander nutzbare Kanäle zur Verfügung zu stellen, auf denen wahlweise Sprache und/oder Daten übertragen werden können. Das senkt die Betriebskosten und sorgt für einen ökonomischen Umgang mit Frequenzressourcen. Außerdem erhalten die Sprechfunkverbindungen einen diskreten Charakter, weil nur gewünschte Teilnehmer an Gesprächen teilnehmen oder diese verfolgen können. Kurze Verbindungsaufbauzeiten, eine gleichbleibend gute Sprachverständlichkeit, höhere Funkreichweiten, eine längere Akku-Betriebsdauer bei Handfunkgeräten, sogar Verschlüsselungsmöglichkeiten und neue Daten- und Zusatzdienste runden das Leistungsspektrum ab. Eine schrittweise Migration von alten analogen Funksystemen zu "DMR"-Systemen ist möglich.
Mehrere namhaften Funkhersteller haben seit der Standardisierung praktische Funksysteme auf der Basis von "DMR" entwickelt. Das bekannteste ist zweifellos MOTOTRBOTM von MOTOROLA. Neben dem Hersteller selbst haben mittlerweile auch viele Drittanbieter sinnvolle Systemkonzepte, Spezialanwendungen und Applikationen auf dessen Basis entwickelt.
Mit der Digital Mobile Radio Association [DMRA] wurde 2005 ein Gremium als Interessenvertretung für den "DMR"-Standard und seine Anwendungen geschaffen.
(Eine Broschüre mit detaillierten Informationen zum "DMR"-Sandard können Sie auf unsere Seite "Download extere Dokumente" downloaden.)
Digital Mobile Radio [DMR]

deutsch: DMR Interessenverband

Begriffswelt: digitaler Funk
Internet: www.dmrassociation.org
Die "DMRA" ist eine weltweite Vereinigung aus Herstellern, Applikationsunternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich der Förderung, Unterstützung und Verbreitung des DMR-Standards verschrieben haben. Sie wurde 2005 unter dem Namen 'DMR Memorandum Of Understanding' mit dem Ziel gegründet, das ETSI während des DMR-Standardisierungsprozesses zu unterstützen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die DMR Association konzentriert sich darauf, durch eine Kombination von Interoperabilitätstests, Zertifizierung, Bildung, Sensibilisierung und Information auf den Erfolg des DMR-Standards aufzubauen. Die DMR Association will zudem sicherstellen, dass Käufer von DMR-Technologie durch den Wettbewerb und die Auswahl, die sich durch die nach einem offenen Multi-Vendor-Standard hergestellten Produkte ergeben, mehr Wert schöpfen können. Sie zielt in erster Linie darauf ab, DMR zu dem am weitesten unterstützten Digitalfunkstandard des 21. Jahrhunderts für gewerbliche Anwendungen zu machen.
Originalwortlaut aus: www.dmrassociation.org
Digital Mobile Radio Association [DMRA]

deutsch:
digitale Störträgerunterdrückung

Begriffswelt: MOTOROLA Funktechnik/Funk allgemein

"DPL" ist die MOTOROLA-eigene Bezeichnung für DCS. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Trennung der Sprechverbindungen zwischen Funkanwendern, die auf der gleichen Betriebsfrequenz arbeiten. Gewährleistet wird dies durch das Verwenden eines codierten Datenstromes, der beim Senden mit ausgestrahlt wird. Beim Empfänger entscheidet die Einstellung eines DPL-Decoders darüber, ob das Funkgerät die empfangene Audio an den Lautsprecher weitergibt. Nur wenn sendendes und empfangendes Funkgerät den selben DPL verwenden, kommt die Sprechverbindung zustande.
Auf diesem Weg ist es möglich, mehrer Gesprächsgruppen oder Funknutzer separat auf einer einzelnen Frequenz funken zu lassen. Verhindert wird dadurch jedoch nicht, dass ein stärkeres Signal ein schwächeren beim Empfangen unterdrückt. Der Einsatz von DPL setzt also eine gewisse Funkdisziplin voraus (Senden nur nach Kanalfreiprüfung - meist LED-Anzeige).
DPL wird verwirrenderweise oftmals als Selektivruf bezeichnet. Da es jedoch kein Anrufsignal beim Empfänger erzeugen kann, ist diese Zuordnung eigentlich nicht richtig.
Die analoge Version des DPL wird PL bezeichnet.

Digital Private Line™ [DPL]

deutsch: Digitaler Mobilfunk

Begriffswelt: digitaler Funk
"dPMR" ist ein vom ETSI entwickelter und 2007 genormter Standard (ETSI TS 102 490/658) für den digitalen Mobilfunk in nichtöffentlichen Funknetzen. Dazu zählen sowohl lizenz- und gebührenfreie Funkanwendungen, als auch der traditionelle, professionelle Betriebsfunk und einfache Bündelfunknetze. Ziel des Standards ist es, kostengünstige digitale Funksysteme für die Übertragung von Sprache, Daten und Zusatzdiensten mit relativ geringer Komplexität zu spezifizieren (im Gegensatz bsw. zum TETRA-Standard).
Technisch gesehen basiert "dPMR" auf einem FDMA-Protokoll mit 4FSK-Modulation für den Betrieb bei 6,25 kHz Kanalabstand. In einem 12,5 Khz-Kanalraster ist also die Übertragung von zwei schmalbandigen Kanälen möglich. Damit unterscheidet er sich grundsätzlich vom Wettbewerbsstandard DMR.
Die komplette Digitalisierung der Informationsübertragung ermöglicht beim "dPMR"-Standard ähnliche Leistungsmerkmale wie beim DMR-Standard. Der gravierende Unterschied zu diesem besteht darin, dass schon beim Betrieb reiner Endgeräte untereinander der Vorteil der Frequenzökonomie genutzt werden kann (bei DMR ist dazu immer eine Relaisstation zur Synchronisation notwendig). Da heute aber die meisten professionellen Funkanwendungen ohnehin auf den Einsatz von Relaisstationen angewiesen sind, kommt dieser Vorteil in der Praxis kaum zum Tragen.
Mehrere namhaften Funkhersteller haben seit der Standardisierung praktische Funksysteme auf der Basis von "dPMR" entwickelt. Eines der bekanntesten ist NEXEDGETM von KENWOOD. Neben dem Hersteller selbst haben mittlerweile auch viele Drittanbieter sinnvolle Systemkonzepte, Spezialanwendungen und Applikationen auf dessen Basis entwickelt.
Mit dem digital Public Mobile Radio Memorandum of Understanding [dPMR MoU] wurde 2007 ein Gremium als Interessenvertretung für den "dPMR"-Standard und seine Anwendungen geschaffen.
digital Public Mobile Radio [dPMR]

deutsch: DMR Interessenverband

Begriffswelt: digitaler Funk
Internet: www.dpmr-mou.org
Das "digital Public Mobile Radio Memorandum of Understanding [dPMR MoU]" ist eine weltweite Vereinigung aus Funkgeräteherstellern, Chipherstellern, Protokoll- und Softwareentwicklern sowie Systementwicklern, die sich der Förderung, Unterstützung und Verbreitung des dPMR-Standards verschrieben haben. Sie wurde 2007 gegründet.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Mitglieder der dPMR-MoU haben sich für das gemeinsame Ziel der Zusammenarbeit für den Erfolg von dPMR zusammengeschlossen. Eine der Kernanforderungen für den Erfolg aller neuen Technologien ist die Interoperabilität. Die MoU-Organisation ist aktiv bei der Gewährleistung einer unabhängigen Validierung der Zusammenarbeit zwischen dPMR-Produkten unterschiedlicher Hersteller und der Nutzungsgenehmigung eines spezifischen dPMR-Logos für kompatible Geräte. Diese Interoperabilitätstests werden auf auf ETSI-Normen basieren.
Originalwortlaut aus: www.dpmr-mou.org
digital PMR Memorandum of Understanding [dPMR MoU]

deutsch: digitales Telefon-Patch

Begriffswelt: MOTOTRBOTM
Der "DTP" ist eine technische Lösung zum Überleiten von digitalen Funkgesprächen in MOTOTRBOTM-Funksystemen in öffentliche oder private Telefonnetze. Damit wird der optionale MOTOTRBOTM-Sprachservice 'Funkgespräch von und zu Telefonnetzen' sichergestellt. Der Verbindungsaufbau kann dabei zielgerichtet von einem Telefonteilnehmer zu einem einzelnen Funkteilnehmer oder einer Teilnehmergruppe bzw. von einem Funkteilnehmer zu einem Telefonteilnehmer erfolgen. Die Verbindung wird im Gegensprechmodus hergestellt, d.h. es kann immer nur ein Teilnehmer aktiv sprechen.
Das "DTP" besteht aus einem mit einer speziellen, lizenzpflichtigen Software ausgestatteten MOTOTRBOTM-Repeater und einem mit diesem verbundenen, serienmäßig hergestellten, analogen Telefonpatch-Gerät, der die Verbindung zum entsprechenden Telefonnetz herstellt. In den MOTOTRBOTM-Betriebsmodi Capacity Plus, IP Site Connect und Linked Capacity Plus können mehrere "DTP" eingesetzt werden.
Digital Telephone Patch [DTP]

Begriffswelt: TETRA

Die "Digitale Sicherheitskarte" ist eines der wichtigsten Bestandteile aus dem Bereich TETRA-Sicherheit. Sie dient der End-to-End-Encryption [E2EE] von Sprache, Textnachrichten und LIP-Positionsdaten. Sie wird von der BSI mit den Elementen des von dieser entwickelten Kryptosystems für die End-to-End-Encryption [E2EE] in Form von Zertifikaten versehen und mit den individuellen Zugangsdaten für das zum Einsatz vorgesehene Netz vorpersonalisiert und so vorkonfiguriert der autorisierten Stelle des Nutzers übergeben.
Darüber hinaus verfügt die "Digitale Sicherheitskarte" über zusätzliche Speicherkapazität, die von der autorisierten Stelle des Nutzers für weitere Personalisierung-, Verschlüsselungs- und vorformulierte Fleetmapping-Inhalte genutzt werden kann.
(z.B. PIN/PUK, Authentication-Key, Authentisierungs-Algorithmen, Alias-Adressen, SCK, GSSI- und ISSI-Verzeichnisse, Telefonbücher, Templates)
Digitale Sicherheitskarte

Begriffswelt: TETRA/BOS-Netz

Das "Digitale Funknetz der Deutschen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" ist das gerade im Aufbau befindliche Bündelfunknetz für die öffentliche Sicherheit im TETRA-Standard. Die Errichtung des sogenannten 'Rumpfnetzes' erfolgt seit der gewonnenen Ausschreibung im Jahr 2006 durch die 'EADS Secure Networks'. Die Flächenerweiterung bis zur angestrebten kompletten Funkversorgung und die Endgerätebeschaffung liegt in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer und soll nach gegenwärtigem Kenntnisstand bis 2013 abgeschlossen sein.
Die Sicherheit der Informationsübertragung im Netz wird durch eine Kombination aus Authentifizierung mit Schlüssel, Air-Interface-Encryption und End-to-End-Encryption mittels BSI-Card sichergestellt.
Das Netz arbeitet im Frequenzbereich 380-400 MHz.
Historie:
  • 1985
    Im Schengener Abkommen werden die grundsätzlichen Anforderungen für ein neues, paneuropäisches Mobilfunknetz formuliert.
  • 1995
    Der Entschluss ist gereift. Es muss ein neues digitales, abhörsicheres Funknetz für die deutschen BOS errichtet werden.
  • 1998
    Start des TETRA-Pilotprojektes in Berlin durch die Firma MOTOROLA.
  • 2001
    Start des Pilotprojektes Aachen nach Ausschreibung durch die Firma MOTOROLA
  • Oktober 2002
    Die GAN verabschiedet ihren Abschlussbericht über die Anforderungen an das Netz
  • 2003
    Ende des Pilotprojektes Aachen. Klarheit darüber, das ausschließlich der europäisch genormte TETRA-Standard für das zukünftige Netz in Frage kommt.
  • März 2005
    Der Innenminister beauftragt die Tochter der Deutschen Bahn, die DB Telematic, mit dem Aufbau und Betrieb des Netzes. Zielstellung ist die Sicherstellung der Fußball-WM 2006 über TETRA.
  • 2005
    Die Errichtung des Rumpfnetzes wird durch das BMI ausgeschrieben
  • 2006
    Die EADS gewinnt die Ausschreibung für das Rumpfnetz und wird damit aus Kompatibilitätsgründen auch gleichzeitig als Lieferant für die bundeslandbezogene Flächenerweiterung des Netzes festgelegt.
  • 2006
    Da keine wirtschaftlich sinnvolle Verständigung zustande kommt, wird der DB Telematic der Auftrag zum Netzbetrieb entzogen.
  • April 2007
    Die BDBOS wird gebildet und mit der Aufgabe betraut, den Aufbau des Netzes zu organisieren und zu leiten.
  • Juni 2007
    Auf einer Innenministerkonferenz wird das Verwaltungsabkommen zur Errichtung des Netzes beschlossen. Zielstellung für dessen Abschluss ist das Jahr 2010.
  • März 2010
    Die Firma Alcatel-Lucent erhält den Auftrag, nach Übergang in den Regelbetrieb als Netzbetreiber aufzutreten.
Digitales Funknetz der BOS

Begriffswelt: digitale Alarmierung

Ein "DAU" ist eine intelligente, ortsfeste Sende- bzw. Sende- und Empfangsanlage in Funknetzen zur digitalen Alarmierung. Die auszusendenden Daten werden über Draht- oder Richtfunkverbindungen je nach Netzstruktur von einem digitalen Alarmgeber [DAG] oder einem anderen [DAU] empfangen und gleichzeitig gegebenenfalls an einen nächsten "DAU" weitergeleitet. Die Meldedaten werden aufbereitet, evtl. mit Zusatzinformationen versehen und im POGSAG-Rufprotokoll zum Empfang durch digitale Meldeempfänger [DME] oder digitale Sirenensteuerempfänger [DSE] abgesendet.
Ein Funknetz zur digitalen Alarmierung, dessen Bestandteil die "DAU"'s sind, gewährleistet die sichere funktechnische Versorgung eines Einsatzgebietes zur Realisierung der digitalen Alarmierung von Feuerwehr-Einsatzkräften.
Digitaler Alarmumsetzer [DAU]

deutsch:
Abgeleiteter Chiffrierschlüssel

Begriffswelt: TETRA

Der "DCK" ist ein dynamischer Chiffrierschlüssel, der in TETRA-Netzen zur Verschlüsselung von Einzelgesprächen eingesetzt wird.
Einsatz:
  • Schlüssel für die Air Interface Encryption
  • Verschlüsselung von Einzelgesprächen im TMO bei Security Class 3
  • der Einsatz des "DCK" ist nur mit Authentifizierung möglich
Was wird verschlüsselt:
  • verschlüsselt werden alle Informationen auf der TETRA-Luftschnitt-stelle
  • verschlüsselt werden Sprache und Daten auf dem Verkehrskanal
  • verschlüsselt werden Adressierung, Signalisierung und Daten auf dem Organisationskanal
Aufbau des Schlüssels:
  • der "DCK" wird immer aus dem Authentication-Key abgeleitet, daher der Name
  • damit ist der "DCK" für jede Verbindung zwischen Teilnehmer und Infrastruktur einmalig
  • er wird für jedes Einzelgespräch neu abgeleitet, d.h. der Aufbau jedes Einzelgespräches ist mit einer Autentifizierung verbunden
Verteilung des Schlüssels:
  • der "DCK" hat eine Schlüssellebensdauer von einem Einzelgespräch im TMO
  • er wird mittels eines OTAR-Telegramms bei der Authentifizierung zum Mobile Subscriber übertragen
Besonderheiten:
  • die zu erreichende Sicherheit ist gegenüber dem statischen Schlüsseln SCK hoch
Derived Cipher Key [DCK]

deutsch:
Direkt-Verbindungs-Betriebsart

Begriffswelt: TETRA

Als "DMO", alternativ zum Trunked Mode Operation (TMO) wird eine TETRA-Funk-Betriebsart (Modus) bezeichnet, bei der zwei oder mehrere TETRA-Teilnehmer eine direkte Verbindung untereinander in der Verkehrsart Simplex, unabhänging vom TETRA-Netzwerk herstellen. Diese Verbindung kann eine Sprechverbindung als Einzel- oder Gruppenruf, aber auch die Übertragung eines Notrufes oder einer SDS sein. Für das Funkgespräch wird der erste, für Rufaufbau und Signalisierung der dritte Zeitschlitz benutzt.
Der "DMO" kann überall dort eingesetzt werden, wo das TETRA-Netz nicht verfügbar ist, (z.B. in Gebäuden, Tunneln o.ä.), aber auch zum Realisieren von taktischen Funkaufgaben in einem begrenzten Versorgungsgebiet, um die Netzkapazität nicht zu belasten.
Im "DMO" kann eine Air-Interface-Encryption [AIE] mittels statischem Chiffrierschlüssel [SCK] und/oder eine End-to-End-Encryption [E2EE] realisiert werden.
Durch den Einsatz eines DMO-Repeaters kann die Funkreichweite zwischen Teilnehmern im "DMO" vergrößert werden. Durch den Einsatz eines DMO-Gateways können im "DMO" funkende Teilnehmer mit dem TETRA-Netzwerk verbunden werden.
Technisch gesehen ist der "DMO" eine der drei TETRA-Diensteklassen und gehört zur TETRA-Dienstegruppe Teledienste. Er ist über die Beschreibung seiner Luftschnittstellenparameter vom ETSI in den
'ETS 300 396' spezifiziert.
Auch im "DMO" wird die TETRA-TDMA-Modulation mit 4 Zeitschlitzen je Frequenz eingesetzt. Dadurch wäre es theoretisch möglich, auf einem DMO-Kanal gleichzeitig zwei Gespräche zu realisieren. In der Praxis ist dies jedoch wegen des großen Synchronisationsaufwandes nicht möglich.
Direct Mode Operation [DMO] in TETRA

deutsch:
Direkt-Mode-Koppler

Begriffswelt: TETRA

Als "DMO-Gateway" wird sowohl:
- eine spezielle Betriebsart eines TETRA-Endgerätes, als auch
- das Endgerät selbst, das zur Arbeit in dieser speziellen Betriebsart geeignet ist, bezeichnet.
Es handelt sich dabei um den Betrieb als Umsetzerstation (Koppler) für Gruppenrufe, Notrufe und Funkgespräche zwischen Teilnehmern im TETRA-DMO und -TMO. Ein "DMO-Gateway" dient zur Erschließung von Gebieten, die durch das TETRA-Netz funktechnisch nicht oder nicht sicher versorgt werden können. Mit seiner Hilfe bleiben Teilnehmer, die im DMO-Modus arbeiten, aus dem Netz heraus erreichbar und umgekehrt.
Um gleichzeitig die Funkkommunikation zwischen den DMO-Teilnehmern und die Erreichbarkeit aus dem TMO-Netz zu gewährleisten, kann ein "DMO-Gateway" auch eine DMO-Repeater-Funktion besitzen. DMO-Gateway
Direct Mode Operation-Gateway [DMO-Gateway]

deutsch:
Direkt-Mode-Relais

Begriffswelt: TETRA

Als "DMO-Repeater" wird sowohl:
- eine spezielle Betriebsart eines TETRA-Endgerätes, als auch
- das Endgerät selbst, das zur Arbeit in dieser speziellen Betriebsart geeignet ist, bezeichnet.
Es handelt sich dabei um den Betrieb als Relaisstation für TETRA-Endgeräte, die im DMO arbeiten. Zielstellung ist dabei eine deutliche Vergrößerung der Funkkreichweite. "DMO-Repeater"-Betrieb kann sowohl im Freien, als auch in Gebäuden (In-House-Versorgung) sinnvoll sein.
Technisch werden "DMO-Repeater" unterschieden nach:
  • Typ 1:
    Der Repeater stellt einen Verbindungsweg zur Verfügung.
    - Klasse 1A:
      Der Repeater arbeitet mit einer Betriebsfrequenz und nutzt im
      Up- und Downlink zwei unterschiedliche Zeitschlitze (1+3).
    - Klasse 1B:
      Der Repeater arbeitet mit zwei Betriebsfrequenzen
      und nutzt diese zur Trennung von Up- und Downlink.
  • Typ 2:
    Der Repeater arbeitet mit zwei Betriebsfrequenzen und stellt gleichzeitig zwei Verbindungswege über unterschiedliche Zeitschlitze zur Verfügung. Dieser Typ stellt eine Kombination aus 1A und 1B dar. Repeater dieses Typs würden eine höhere Frequenzökonomie besitzen, sind jedoch praktisch nicht verfügbar.
DMO-Repeater

Direct Mode Operation-Repeater [DMO-Repeater]

deutsch:
Zielruf

Begriffswelt: digitaler Funk

Als "Direct Call" wird eine spezielle Art des Private Call/Einzelrufes bezeichnet, bei dem der gewünschten Gesprächspartners aus einer Teilnehmerliste im Funkgerät (Telefonbuch) ausgewählt und durch Drücken der Ruftaste oder der Sendetaste direkt angewählt wird.

Gelegentlich wird dem "Direct Call" in der Literatur alternativ die Bedeutung des Private Call/Einzelrufes zugeordnet.

Direct Call

deutsch:
Diskretes Mithören/Abhören

Begriffswelt: digitaler Funk

Mit "Discret Listening" wird ein spezieller Rufmodus bezeichnet, der es einem mit besonderen Rechten ausgestatteten Teilnehmer ermöglicht, sich in bestehende, ansonsten diskrete Einzel- oder Gruppengespräche zu schalten und diese mitzuhören, ohne dass dies von den aktiven Gesprächsteilnehmern bemerkt wird. Da "Discret Listening" leicht missbraucht werden kann, darf sein Einsatz nur sehr restriktiv erfolgen und wenn ganz exakt formulierte Voraussetzungen gegeben sind.

Discret Listening [DL]

deutsch:
Dispatcher/Disponent

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Dispacher" wird ein bevorrechtigter Teilnehmer in Funknetzen bezeichnet, der die Aufgabe hat, den Funkverkehr zu organisieren, zu steuern und zu überwachen und zu diesem Zweck über bestimmte besondere Berechtigungen verfügt. Er ist außerdem zumeist der zentralen Informationsknoten des Netzes (z.B. Dispatcher = Leitstelle). Ein "Dispatcher" kann drahtgebundener Bestandteil der Funk-Infrastruktur sein, aber auch über die Luftschnittstelle seine Aufgaben erfüllen.

Dispatcher

deutsch:
Doppelüberwachung

Begriffswelt: Bündelfunk

Als "Dual Watch" wird ein spezielles Leistungsmerkmal von Bündelfunkgeräten bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Betriebsmodus, in dem das Gerät gleichzeitig den Funkverkehr auf einer Direktfunkfrequenz (bei TETRA = DMO-Frequenz) und das Bündelfunknetz auf für das Gerät betreffende Anrufe überwacht. Wenn vom Gerät ein Ruf ausgelöst wird, geschieht dies auf der Direktruffrequenz (TETRA = DMO). Das Gerät ist aktiver Gesprächsteilnehmer auf der Direktruffrequenz. Wenn ein das Gerät betreffender Anruf aus dem Bündelfunknetz eingeht, wechselt das Gerät für die Zeitdauer des Gespräches automatisch in den Bündelfunkmodus (TETRA = TMO).
Funkgeräte mit "Dual Watch"-Funktion sind auf dem Markt selten anzutreffen.

Dual Watch

englisch:
Announcement Amplifer

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "Durchsageverstärker" wird ein auch in MOTOROLA-Funkgeräten programmierbares Leistungsmerkmal bezeichnet, das es dem Funkgerätenutzer ermöglicht, sein Funkgerät für laute Durchsagen zu nutzen. Dabei wird die in das Mikrofon eingesprochene Information vom Funkgerät verstärkt und direkt über einen extern angeschlossenen, leistungsstarken Lautsprecher (z.B. einen Druckkammerlautsprecher) wieder abgestrahlt. Ein Senden erfolgt dabei nicht. Die Aktivierung/ Deaktivierung der Funktion kann durch Drücken einer definierten Taste am Gerät oder eines Schalters am Zubehöranschluss erfolgen. Die Funktion "Durchsageverstärker" kann sowohl für Maschinenführer interessant sein, um Warndurchsagen zu geben, als auch für mobile Absperrposten.

Durchsageverstärker

deutsch:
Dynamische Gruppennummernzuordnung (Gruppenbildung)

Begriffswelt: TETRA/Bündelfunk

"DGNA" ist ein TETRA-Zusatz- oder Mehrwertdienst. Er ermöglicht es autorisierten Teilnehmern des TETRA-Netzes (z.B. Dispatchern), Teilnehmer kurzfristig dynamisch zu Gesprächsgruppen zusammenzufassen, unabhängig davon, ob diese Gruppe dem Teilnehmer zuvor bekannt war oder nicht. Die dazu notwendigen Informationen werden als Datentelegramme über die Luftschnittstelle an alle betreffenden Teilnehmer übertragen. Die angewiesene dynamische Gruppe ist anschließend sofort ohne Eingreifen des Nutzers die aktive Arbeitsgruppe bzw. Bestandteil der aktiven Scanliste beim Teilnehmer. Selbstverständlich kann die Gruppe jederzeit modifiziert oder auch aufgelöst oder gelöscht werden.
"DGNA" wurde in vereinfachter Form bereits in einigen analogen Bündelfunknetzen eingesetzt.

Dynamic Group Number Assignment [DGNA]


E
deutsch:
e1-Richtlinie

Begriffswelt: Funk allgemein

Die EU-Richtline 95/54/EC (e1-Richtlinie) ist am 01.10.2002 in Kraft getreten. Danach müssen alle elektronischen Geräte und Unterbaugruppen (also auch Funkgeräte und deren aktives Zubehör), die mit der Elektrik eines Kraftfahrzeuges(mindestens vierrädrige Kfz. zur Personen- und/oder Güterbeförderung und Anhänger) direkt oder über Steckdosen verbunden sind, ab diesem Stichtag über eine entsprechende Zertifizierung verfügen. Diese wird mittels des sogenannten "e"-Kennzeichens auf dem Gerätelabel dokumentiert.
Hinweise zum Umgang mit Geräten ohne "e"-Kennzeichnung:
1. Alle vor dem 01.10.02 installierten Geräte dürfen aussschließlich in diesem Fahrzeug weiter betrieben werden.
2. Zu Wartungs- und Servicezwecken dürfen diese Geräte aus- und nur in dasselbe Fahrzeug wieder eingebaut werden.
3. Ein entsprechendes Gerät darf in ein Fahrzeug montiert werde, das bereits vor dem 01.10.02 mit einer gerätespezifischen Vorrüstung (Stromversorgungsanschluss, Lautsprecher, Mikrofon, mit dem Kfz. verbundene Steuerleitungen, Antenne) ausgestattet wurde. Dadurch ist unter anderem ein typgleicher Ersatz bei Gerätedefekten möglich.
4. Ein Einbau in ein nicht vorgerüstetes bzw. neues Kfz. ist ausgeschlossen.
Mögliche Konsequenzen beim Verstoß gegen die Richtlinie:
1. Die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges kann erlöschen.
2. Hersteller lehnen Garantie- und Gewährleistungsansprüche ab.
3. Versicherer lehnen Schadensregulierungen ab.
Insbesondere bei Neufahrzeugen ist es wichtig, sich gründlich über eventuellen Sondereinschränkungen oder Einbauvorschriften zu informieren.
e1-Richtlinie (Automotive Direktive)

englisch:
Registration

Begriffswelt: Bündelfunk

Unter "Einbuchen" versteht man das Anmelden/Registrieren eines mobilen Teilnehmers/Endgerätes in einem Bündelfunknetz, so dass die Bereitschaft zum Herstellen von Verbindungen über dieses hergestellt ist.
Die einzelnen Basisstationen eines Bündelfunknetzes senden in kurzen Abständen Kennungsinformationen, die von den mobilen Teilnehmern empfangen und auf Richtigkeit geprüft werden (mit den im Gerät programmierten Netzwerkdaten verglichen). Darüber hinaus wird geprüft, ob das Empfangssignal größer ist als ein vorgegebenes Minimum. Ist beides der Fall, sendet der mobile Teilnehmer seine Anmeldung an das Netz. Im einfachsten Fall prüft das Netz nur die Richtigkeit der Teilnehmernummer. Der Netzzugang wird gewährt, der mobile Teilnehmer ist eingebucht. Es findet eine Registrierung des mobilen Teilnehmers in der Teilnehmerdatenbank des Netzes als aktiv statt. Erst wenn im Zuge der Einbuchprozedur nicht nur die Teilnehmernummer geprüft wird, sondern weitere Identifikationsmerkmale, wie die TEI, wird von einer Authentifizierung gesprochen.
Der Einbuchvorgang kann auch vom mobilen Teilnehmer/Endgerät, unmittelbar nach dem Einschalten, initiiert werden.
Einbuchen

englisch:
Privat Call/Individual Call

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Einzelruf" wird das Herstellen eines Funkgespräches zwischen zwei individuellen Teilnehmern eines Funknetzes bezeichnet (durch einzelne, zielgerichtete Auswahl eines Gesprächspartners). Er setzt voraus, dass den jeweiligen Teilnehmern Einzel-/Individualadressen zugeordnet sind (in Form von analogen Selektivrufadressen oder digitalen Kennungen/Identitäten).
Einzelruf bei TETRA
Der "Einzelruf" gehört bei TETRA innerhalb der Dienste-Klasse 'Voice plus Data' zu den 'Telediensten'. Der Aufbau erfolgt mittels der TSI (verkürzt ISSI) des Gesprächspartners. Ein "Einzelruf" kann durch Auslösen mit der Funkgerätesendetaste (PTT) als Semiduplex-Gespräche oder mit der Ruftaste als Vollduplex-Gespräch erfolgen.

Einzelruf

deutsch:
Mehrwege-Empfang

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Empfangs-Diversity" wird in der Funktechnik der Einsatz von mehreren Antennen ohne oder mit separaten Empfängern zur Optimierung der Empfangsbedingungen für ein elektromagnetisches Funksignal verstanden.
Vorbemerkungen
Die Ausbreitung elektromagnetischer Funkwellen erfolgt, bedingt durch Reflexion, Schwund, Dämpfung, Interferenzen u.a.m. keinesfalls einheitlich. Dadurch können an einem Empfangsort bereits geringfügige Veränderungen in den Empfangsbedingungen, z.B. bezüglich der Antennenpolarität, des Standortes und der Richtcharakteristik eine stark unterschiedliche Qualität des Empfangssignals (z.B. Signalpegel, Signal-Rausch-Abstand, Fehlerrate) bewirken. Besonders deutlich wird dies, wenn der Empfang z.B. im Grenzbereich einer starken Funkabschattung erfolgt (z.B. Empfang im Freien und innerhalb eines Gebäudes).
In komplexeren Funknetzen/-anlagen kann es aus unterschiedlichen Gründen notwendig sein, über die Qualität des Empfangs der Funksignale durch Empfänger an räumlich unterschiedlichen Orten deren sicheren Empfang bzw. ein zielgerichtetes Antworten durch einen entsprechenden Sender zu gewährleisten (siehe auch Gleichwelle).
Da es technisch nicht möglich ist, ein mehrfach empfangenes Funksignal einfach durch Überlagerung zu mischen (führt zu Signalverzerrungen bis hin zu völligem Auslöschen), muss in jedem Fall eine elektronische Schaltung zur Empfängerauswahl (Voter) eingesetzt werden. Entwicklung
Die Erfindung der Diversity-Technik stammt ursprünglich von Sennheiser beim Bau von Funkmikrofonen.
Aufbau und Funktionsbeschreibung
Die Funksignale werden von zwei oder mehreren Antennen, die entweder an unterschiedlichen Empfangsstandorten installiert sind oder an einem Ort über unterschiedliche Empfangscharakteristika verfügen, aufgenommen.
Variante 1 (Antennen-Diversity als Sonderform der "Empfangs-Diversity")
Die aufgenommen Antennensignale werden direkt einer elektronischen Auswerteeinrichtung (Voter) zugeführt, die eines der Signale anhand der zu diesem Zeitpunkt mögliche Qualitätsbewertung auswählt (z.B. anhand des Pegels) und an einen einheitlichen Empfänger zur Demodulation und gegebenenfalls Decodierung weiterleitet.
Variante 2 (jeder Antenne ist ein separater Empfänger zugeordnet)
Die Funksignal werden von der Antenne empfangen und im Empfänger demoduliert und gegebenenfalls decodiert. Erst anschließend erfolgt die Übergabe an die elektronische Auswerteeinheit (Voter), die nun die mehreren Empfangssignale nach ganz bestimmten Kriterien sehr zielgerichtet bewerten kann. Anhand dieser Bewertung leitet der Voter anschließend das Empfangssignal mit der optimalen Qualität weiter. Sehr hochwertige Voter können nicht nur schnell und unterbrechungsfrei zwischen den verschiedenen Empfangsquellen umschalten, sondern gegebenenfalls sogar Teile mehrerer Empfangssignale zum Zweck der Optimierung zusammenzufügen.
Wenn der Mehrfachempfang an einem Ort erfolgt, können die einzelnen Empfänger und der Voter in einer technischen Einheit zusammengelegt werden. Man spricht dann von einem 'Diversity-Empfänger'.
Empfangs-Diversity

deutsch:
Verschlüsselte Kurzrufnummer

Begriffswelt: TETRA

Die "ESI" ist ein Bestandteil der TETRA Sicherheit.
Die "ESI" ist ein Verschlüsselungsmechanismus zum Schutz von Kennungen bei deren Übertragung über die TETRA-Luftschnittstelle. Er schützt sowohl individuelle, als auch Gruppenadressen (GTSI oder ITSI). Er wird beim Einsatz des CCK in Systemen der Security Class 3 beziehungsweise des SCK für Systeme der Security Class 2 verwendet.
Bei entsprechend verschlüsselter Verbindung wird also statt der tatsächlichen Identität beziehungsweise Kennung immer die "ESI" übertragen. Damit wird die Vertraulichkeit der Adressen sichergestellt.
Encryption Short Identity [ESI]

deutsch:
Ende zu End Verschlüsselung

Begriffswelt: TETRA

Die "E2EE" ist ein Bestandteil der TETRA Sicherheit.
Bei der "E2EE" werden Sprache und Daten zwischen den Endgeräten einer Verbindung verschlüsselt. Dazu ist es notwendig, das die Netz-Infrastruktur eine transparente Plattform für die verschlüsselten Informationen gewährleistet. Wichtigste Basis für die "E2EE" ist die Digitale Sicherheitskarte, auf der sowohl die Kryptozertifikate, als auch die Vorgaben für das Schlüsselmanagement gespeichert sind. Der aktuell benötigte Schlüssel kann dann per OTAK über die Luftschnittstelle an die Endgeräte übertragen, aber auch an diesen direkt geladen werden. Die E2EE ermöglicht jederzeit eine Verschlüsselung im DMO-Modus. Obwohl E2EE einen kompletten Abhörschutz gewährleistet, werden die Signalisierungs- und Verbindungsinformationen nicht verschlüsselt, so dass die Identität eines Endgerätes ermittel werden kann. Daher ist es sinnvoll, die "E2EE" immer zusammen mit dem zweiten Verschlüsselungsverfahren, der Air Interface Encryption [AIE] einzusetzen.
End to End Encryption [E2EE]

Begriffswelt: Funk allgemein

Unter "Erlang" wird eine Maßeinheit zur Ermittlung der Verkehrsauslastung von Kommunikationsnetzen und -wegen verstanden. In ihr wird das Verhältnis von real genutzter Zeit zur Gesamtzeit der Betrachtung in Stunden ausgedrückt. Sie wurde auf Vorschlag von David George Kendall nach Agner Krarup Erlang benannt. Die Maßeinheit ist Erl..
Wenn ein Funkkanal z.B. innerhalb einer Stunde nur zu etwa 10 min belegt wird, entspricht dies 0,16 Erl..
Etwas verwirrend ist die Anwendung der Maßeinheit "Erlangen" für Kommunikationswege mit Mehrfachnutzung. So wäre z.B. die max. Größe für eine TETRA-Funkfrequenz 3Erl., da neben dem Organisationskanal zeitgleich 3 Übertragungswege zur Verfügung stehen, für einen TETRA-Kanal demzurfolge nur 1 Erl.. Es ist also immer sinnvoll, insbesondere in Kommunikationsnetzen, die Referenz für die Ermittling des Verkehrswertes vorher festzulegen.
Der Wert kann entweder real gemessen werden und dient dann neben rein statistischen Zwecken der Kapazitäts- und Nutzungsoptimierung. Er kann aber auch theoretisch anhand von Vorgabenparametern ermittelt oder anhand von Bedarfsplanungen vorhergesagt werden und wird dann zur Netzplanung, aber auch zur Zuteilung der optimalen Anzahl von Verkehrswege herangezogen (z.B. wieviel Frequenzen werden für den Betrieb eines Bündelfunknetzes zugeteilt)
Erlang

deutsch:
Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen

Begriffswelt: Gremien und Verbände
Internet: www.etsi.org
Das "ETSI" ist neben der 'CEN' und der 'CENELEC' eines der drei großen Normungsorganisationen in Europa. Es wurde als gemeinnützige Institution 1988 auf Initiative der Europäischen Kommission gegründet. Sein Stammsitz ist in Sophia Antipolis in der Nähe von Nizza in Frankreich. Es finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Erlösen aus kommerziellen Aktivitäten sowie aus Zuschüssen der EU.
Aufgabe des "ETSI" ist die Erarbeitung, Weiterentwicklung und Verabschiedung von europaweit gültigen Normen in der Telekommunikation. Diese Verantwortung hat es von der Conférence Européean des Administrations des Postes et des Télécommunications [CEPT] übernommen. Die Arbeitsweise des "ETSI" ist nachfrageorientiert, d. h., es erarbeitet Standards und Normen entsprechend den Bedürfnissen seiner Mitglieder.
Zwei der wichtigsten vom "ETSI" entwickelten und normierten Standards im Bereich der drahtlosen Kommunikation sind TETRA und DMR.

European Telecommunications Standards Institute [ETSI]


F
deutsch: Festgelegter Bereich (Gruppenruf)

Begriffswelt: Bündelfunk/TETRA

Der "Fixed Area" ist ein Begriff aus der Bündelfunk-Technik. In Netzen mit mehreren Zellen oder Zonen kann das Aussenden der Gesprächsanforderung für einen Gruppenruf durch die Netzinfrastruktur auf ganz bestimmte Zellen oder Zonen beschränkt sein, die dann diese Bezeichnung tragen. Alle Gruppenmitglieder, die sich außerhalb des "Fixed Area" befinden, erreicht der Gruppenruf nicht. Auch das Auslösen eines Gruppenrufes kann auf die "Fixed Area" beschränkt sein, muss aber nicht.
Das Festlegen von "Fixed Areas" kann in großen, stark strukturierten Bündelfunknetzen sinnvoll sein. Sein Einsatz hilft in jedem Fall Netzresourcen einzusparen.

Fixed Area / Fixed Group Area

englisch: Whisper-Mode

Begriffswelt: Funk allgemein
Mit "Flüstermudus" wird ein in MOTOROLA-Funkgeräten programmierbares Leistungsmerkmal bezeichnet, das es dem Funkgerätenutzer ermöglicht, beim Senden sehr leise zu sprechen, ohne dass beim Empfänger ein Verständlichkeitsverlust eintritt.
Dies kann sowohl notwendig sein, wenn der Funker durch eine normale Sprechlautstärke seine Umgebung stört (z.B. bei Veranstaltungen), als auch, wenn das, was der Funker senden möchte, für andere Personen im Umfeld nicht hörbar sein darf (z.B. bei Überwachungen).
Der "Flüstermodus" wird durch eine harmonische Verstärkungsanhebung erreicht und kann in einem entsprechenden Funkgerät z.B. durch Drücken einer definierten Taste oder die Wahl eines bestimmten Kanals aktiviert/deaktiviert werden. Die Wirksamkeit der "Flüstermodus" kann durch den gleichzeitigen Einsatz eines zweckmäßigen Headsets noch verstärkt werden.

Flüstermodus

deutsch: Fred

"Fred" ist der MOTOROLA-interne Entwicklungsname der TETRA-Funkgeräteserie MTP850.

Fred

deutsch:
Frequenzmultiplex

Begriffswelt: Funk allgemein
Multiplexverfahren bedeutet, dass auf einer Verbindungsresource durch ein technisches Verfahren die Übertragung mehrerer verschiedener Infomationen zeitgleich ermöglicht wird. Für die Funkübertragung bedeutet dies, dass auf einer Funkfrequenz mit einem vorgegebenen, standardisierten Frequenzabstand mehrere Gesprächs- und/oder Datenkanäle gleichzeitig zur Verfügung gestellt werden. Durch den Einsatz von Multiplexverfahren wird eine Erhöhung der Frequenzökonomie erreicht.
Beim "FDMA"-Verfahren wird die zur Verfügung stehende Bandbreite der Betriebsfrequenz in einzelne schmalbandige Frequenzkanäle unterteilt. So ist zum Beispiel bei einer Betriebsfrequenz im 25 kHz-Kanalraster die Splittung in 4 Frequenzkanäle mit 6,25 kHz Bandbreite möglich. Bei "FDMA" wird im Unterschied zu 'FDM' ein Frequenzkanal je Standort als Organisationskanal genutzt. Bei Duplexübertragungen werden zwei Frequenzkanäle belegt.
Praktische Beispiele für den Einsatz von "FDMA" in Funksystemen sind APCO-25 und Tetrapol.
  • Vorteile im Vergleich zu anderen Verfahren:
    - die Nutzung der einzelnen Kanäle kann ohne Steuerung durch eine Infrastruktur erfolgen
    - die zu erzielende Funkreichweite ist größer
    - das verwendete Modulationsverfahren ist technisch einfacher zu realisieren
    - die physikalische Nachbarkanalbeeinflussung bedingt einen hohen technischen Aufwand
  • Nachteile:
    - Störungen einzelner Frequenzen haben massiven Einfluss auf den betroffenen Kanal
    - die Datenübertragungsraten sind geringer
    - die Qualität der Sprachübertragung ist schlechter
Frequency Division Multiple Access [FDMA]


G
deutsch: universeller Ein-/Ausgang

Begriffswelt: Funktechnik allgemein
"GPIO" beschreibt einen periphären Anschluss aus der Computersteuerung, der auch bei Funkgeräten zum Einsatz kommt. Hier ist ein digitaler PIN (High-Low-Steuerung) des Anschluss an (Zubehöranschluss) oder in (Option Board-Anschluss) Funkgeräten gemeint, dessen Funktions-Zweckbestimmung (Verhalten) grundsätzlich variabel ist und erst durch die Festlegungen (Programmierung) in der Funkgerätesoftware konkret bestimmt wird.
So kann ein und derselbe PIN z.B. sowohl zur externen Sendertastung (IN=Eingang), als auch zur Steuerung eines externen Alarms (OUT=Ausgang) genutzt werden.
Der Einsatz von "GPIO" in der Funktechnik hat für eine wesentliche Steigerung der Einsatzflexibilität und Leistungsfähigkeit der Endgeräte gesorgt.
General Purpose Input/Output [GPIO]

deutsch: allgemeine Steuerungs- und Audio-Schnittstelle

Begriffswelt: MOTOROLA-Funktechnik
"GCAI" ist eine MOTOROLA-eigene, universelle, externe Funkgeräteschnitt-stelle. Grundsätzlich beschrieben sind deren Umfang und Parameter.
  • erweiterte Audio-Funktionalität
    - Audio-Eingang
    - Audio-Ausgang
    - Audio-Zubehörerkennung
  • USB-Unterstützung für
    - Kommunikation mit Computer- und Datenperipherie
    - das Realisieren von Applikationen durch Dritte
    - Geräteprogrammierung
  • erweiterte Gerätesteuerungsfunktionen über programmierbare Ein-/Aus-gänge (GPIO), dazu gehören:
    - Sendertastung (PTT)
    - Monitorsteuerung
    - externer Alarm
    - externe Notrufauslösung
    - Durchsageverstärker
    - Kanalumschaltung
    - Telemetrie
Die "GCAI" kommt hauptsächlich bei digitalen Funkgeräten für TETRA und MOTOTRBOTM zum Einsatz. Derzeit werden drei verschiedene mechanische Ausführungen verwendet. Eine schraubbare 12-PIN-Version für Handsprechfunkgeräte, eine steckbare 26-PIN-Version (Mobile Accessory Port [MAP]) für den rückwärtigen Zubehöranschluss von Mobilgeräten und eine 10-PIN-Version (Mobile Microphone Port [MMP]) für den frontseitigen Mikrofonanschloss von Mobilgeräten.
Generic Control and Audio Interface [GCAI]

deutsch: allgemeine/universelle Zusatzkarte

Begriffswelt: MOTOROLA-Funktechnik
Als "GOB" wird ein Option Board (eine Zusatzkarte) bezeichnet, das vom Funkgerätehersteller hergestellt und vorkonfiguriert wird. Es wird Dritten (Applikationspartnern), in der Regel auf der Basis eines Lizenzvertrages, zur Entwicklung und Aufbringung spezieller Software zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieser lassen sich Leistungsmerkmale des Funkgerätes erweitern oder neue hinzufügen. Ein "GOB" ermöglicht also die Entwicklung von Funkgeräteapplikationen ohne eigene Hardwareentwicklung.
MOTOROLA stellt beispielsweise "Generic Option Board's" für die interne Schnittstelle von Funkgeräten seiner MOTOTRBOTM-Serie bereit. Vertraglich gebundene 'Application Partner' sind damit in der Lage, Funkgeräte mittels Softwareapplikationen mit neuen oder erweiterten Leistungsmerkmalen auszurüsten oder mit Eigenschaften ausstatten, um sie in komplexere Applikationen einzubinden. Die Partner werden dabei innerhalb eines speziellen Programms in den Bereichen Entwicklung, Test und Marketing unterstützt.
Beispiele von "GOB"-Applikation:
  • - ManDown- (Umfall-/Totmann-) Sensoren -
  • - zusätzliche Signalisierungen -
  • - Transponderleser -

siehe auch: Option Board
Generic Option Board [GOB]

deutsch: allgemein steuernde Zusatzkarte

Begriffswelt: MOTOROLA-Funktechnik
Als "GCOB" wird ein durch MOTOROLA hergestelltes und vorkonfiguriertes Generic Option Board [GOB] bezeichnet, das für die interne Schnittstelle PROIS von Funkgeräten der Professional Radio-Serie bestimmt ist. Es verfügt über einen softwarekonfigurierbaren Prozessorchip.
Das "GCOB" wird nach Abschluss eines Lizenzvertrages Dritten (Applikationspartnern) überlassen, damit diese Softwareapplikationen entwickeln und bereitstellen können, um Funkgeräte mit erweiterten oder zusätzlichen Leistungsmerkmalen auszustatten. Das "GCOB" unterstützt eine große Auswahl von Entwickler-Tool's und ermöglicht die Entwicklung von Funkgeräteapplikationen ohne eigene Hardwareentwicklung.
Beispiele von "GCOB"-Applikation:
  • - ManDown- (Umfall-/Totmann-) Sensoren -
  • - zusätzliche, digitale Signalisierung -
  • - Transponderleser -

siehe auch: Option Board
Generic Control Option Board [GCOB]

Begriffswelt: Funk allgemein
Die Möglichkeit zur Ermittlung exakter Zeit- und Positionsdaten mittels des US-amerikanischen GPS-Systems wird bereits seit vielen Jahren in der professionellen Funktechnik genutzt.
1. Nutzung der Zeitdaten
Die Möglichkeit, an jedem beliebigen Ort eine exakte, harmonisierte Zeitangabe zur Verfügung zu haben, wird vor allem bei der Steuerung von Funksystemen genutzt. Z.B.
- zum Ausgleich von Laufzeitunterschieden elektromagnetischer Wellen,
- zur Synchronisation der Funkzellen in digitalen Funknetzen u.a.m.
2. Nutzung der Positions- und Zeitdaten
Bereits mit der ersten Verfügbarkeit der Nutzung von GPS-Daten 1995 (noch mit künstlich reduzierter Genauigkeit) wurden vor allem Logistikapplikationen für Funksysteme entwickelt, um den Einsatz von Fuhrparks zu optimieren. Seit im Jahr 2000 die künstliche Ungenauigkeit der Daten für Fremdnutzer abgeschaltet wurde, hat sich auch die GPS-Nutzung in Funksystemen mit den sich nun ergebenden, neuen Möglichkeiten, deutlich verstärkt.
In der Anfangsphase wurde vor allem mit externen GPS-Empfängern gearbeitet und die empfangenen Daten als eigenständige Datenpakete über die Luftschnittstelle übertragen. Das Aufkommen zunächst digital gesteuerter (analoger Bündelfunk) und dann volldigialisierter Funknetze ermöglichte die direkt Verknüpfung der GPS-Daten mit den sonstigen Funk-Informationsübertragungen. Die daraus resultierenden, vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die Miniaturisierung der GPS-Empfänger bewirkten, dass diese zunehmend in die Funk-Endgerätetechnik integriert wurden.
Aktuell ist es in digitalen Funknetzen möglich, GPS-Daten mit der Übertragung fast jeder beliebigen Information zu verbinden. Dies wird u.a. für:
- die Überwachung von Einzelarbeitsplätzen mit einem hohen Gesundheitsrisiko;
- das Übermitteln von exakten Standorten in Notsituationen (z.B. in Wachschutzunternehmen);
- die Steuerung des Zusammenwirkens mobiler Einsatzkräfte u.a.m. genutzt.
Besonders im neuen digitalen Funknetz der BOS ist die Nutzung von GPS-Daten ein wichtiges Element zur Erhöhung des Leistungsfähigkeit.
GPS im professionellen Funk

deutsch: Gruppenrufbereich

==> siehe Fixed Area / Fixed Group Area

Group Area

deutsch: Gruppenruf

==> siehe Gruppenruf

Group Call

deutsch:
Gruppen Chiffrierschlüssel

Begriffswelt: TETRA

Der "GCK" ist ein Chiffrierschlüssel, der in TETRA-Netzen zum Einsatz kommt. Im Unterschied zum DCK, der für die Verschlüsselung von Einzelgesprächen genutzt wird, wird der "GCK" zusammen mit dem CCK für die Verschlüsselung von Gruppengesprächen eingesetzt. Er ist dabei der Teil, der die differenzierte Verschlüsselung der einzelne Gesprächsgruppe ermöglicht. Ahnlich dem Authentication Key chiffriert er die Identität der Gruppe und ihrer Teilnehmer auf der Luftschnittstelle.
Einsatz:
  • Schlüssel für die Air Interface Encryption
  • Verschlüsselung v. Gruppengesprächen im TMO bei Security Class 3
Was wird verschlüsselt:
  • verschlüsselt werden alle Informationen auf der TETRA-Luftschnittstelle
  • verschlüsselt werden Sprache und Daten auf dem Verkehrskanal
  • verschlüsselt werden Adressierung, Signalisierung und Daten auf dem Organisationskanal
Aufbau des Schlüssels:
  • der "GCK" kann entweder im SwMI erzeugt oder aus dem CCK abgeleitet werden
  • die Schlüsselkombination aus "GCK" und CCK wird Modified Group Cipher Key [MGCK] bezeichnet.
Verteilung des Schlüssels:
  • wenn von der SwMI erzeugt, wird er, verschlüsselt mittels KSO per OTAR an die Teilnehmer der Gruppe übermittelt
  • eine Schlüsselwechsel wird von der SwMI angewiesen
Group Cipher Key [GCK]

deutsch:
kurze Gruppen-Identifikation (Gruppenrufnummer)

Begriffswelt: TETRA

Die "GSSI" ist eine Variante der Short Subscriber Identity [SSI] und damit ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. Sie ist die kurze Rufnummer einer Teilnehmergruppe. Sie hat eine Länge von 24 Bit und bietet damit 224 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 16777216 Einzelcodierungen. Die "GSSI" wird vom Systemadministrator des Netzbetreibers festgelegt.
Die "GSSI":
- identifiziert konkret eine Teilnehmergruppe (z.B. ein Handlungsteam) im Netz;
- dient der Netzsteuerung zur Zuweisung bzw. Sperrung gruppeneigener Rechte;
- kann Teilnehmer mehrfach in Gruppen erfassen
   (ein Teilnehmer ist Mitglied mehrerer Gruppen).

Die "GSSI" ist die Kurzform der GTSI. SSI

Group Short Subscriber Identity [GSSI]

deutsch: br />Gruppen TETRA Teilnehmer Indentifikation

Begriffswelt TETRA

Die "GTSI" ist eine TSI für eine TETRA-Teilnehmergruppe (Gruppenadresse) und setzt sich aus MCC, MNC und GSSI (als Sonderform der SSI) zusammen.
Damit ist die "GTSI" die Langform der GSSI.
Group TETRA Subscriber Identity [GTSI]

Begriffswelt: TETRA/BOS-Funk
Die "GAN" ist eine Arbeitsgruppe aus Experten der Innenministerien des Bundes und der Länder, mit der Aufgabe, die Anforderungen bei der Einführung des Digtalen Funknetzes der deutschen BOS an Technik und Dienste auszuarbeiten.

Gruppe Anforderung an das Netz [GAN]

englisch: Group Call

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Gruppenruf" wird das Herstellen eines Funkgespräches, initiiert durch einen Teilnehmer, mit allen anderen Teilnehmern, die in der gleichen Gruppe zusammengefasst sind, bezeichnet. Er setzt voraus, dass den jeweiligen Gruppenmitgliedern eine Gruppenadressen zugeordnet ist (in Form von analogen Selektivrufadressen oder digitalen Kennungen/Identitäten) und ermöglicht die aktive Teilnahme aller Teilnehmer am Gespräch.
Gruppenruf bei TETRA
Der "Gruppenruf" gehört bei TETRA innerhalb der Dienste-Klasse 'Voice plus Data' zu den 'Telediensten'. Der Aufbau erfolgt mittels der GSSI der Gesprächsgruppe. Ein "Gruppenruf" wird durch Auslösen mit der Funkgerätesendetaste (PTT) als Simplex-Gespräch hergestellt. Ein TETRA-Teilnehmer kann gleichzeitig Mitglied einer (gewählte) und mehrerer (scannen) Gesprächsgruppen sein, selbst aber immer nur einen "Gruppenruf" in der gewählten Gesprächsgruppe auslösen.
Die Mitgliedschaft an Gesprächsgruppen kann einem Teilnehmer dauerhaft (per Programmierung ode über die Digitale Sicherheitskarte oder temporär mittels DGNA zugeordnet werden.

Gruppenruf


H
deutsch:
Handfunkgerät/portables Funkgerät

Begriffswelt: TETRA

HRT ist eine im Zusammenhang mit TETRA aufgekommene, allgemein übliche Abkürzung für Handfunkgeräte (im weitesten Sinn - tragbare Funkgeräte).
Handheld Radio Terminal [HRT]

deutsch:
Verbindungsübergabe

Begriffswelt: TETRA

Es kann passieren, dass ein mobiler Teilnehmer eines TETRA-Netzes, während er an einer aktiven Gesprächs- oder Datenverbindung beteiligt ist, aus dem Versorgungsbereich einer Funkzelle in den einer anderen wechselt. Als "Handover" wird der von der Netzinfrastruktur zu realisierende technische Prozess bezeichnet, der den Teilnehmer so von einer in die andere Zelle übergibt, dass es zu keiner Verbindungsunterbrechung/zu keinem Verbindungsabbruch kommt.
Darüber hinaus ist ein "Handover" je nach Netzgestaltung auch
beim erzwungenen Wechsel einer Funkzelle, z.B. in Überlastungssituationen, bei Ausfällen oder Wartungsarbeiten bzw.
beim Wechsel eines Funkkanals (Zeitschlitzes) innerhalb einer Zelle möglich.
Der technische Prozess über Entscheidung und Abwicklung eines "Handover" ist hochkomplex, erfolgt jedoch grundsätzlich folgendermaßen:
Das mobile Endgerät überwacht auch während einer bestehenden Verbindung die Qualität des genutzten Funkkanals und des Organisationskanals der sichtbaren Nachbarzellen. Nach voreingestellten, systemabhängigen Kriterien übermittelt sie diese an die aktuelle Vermittlungsstelle (DXT), die bei Notwendigkeit das "Handover" einleitet und durchführt. Dabei ist immer die Vermittlungsstelle in der Netzhirarchie zuständig, die die Basisstationen der Start- und Zielzelle verwaltet. Im Unterschied zu einem Zellenwechsel im gesprächslosen Zustand, der immer vom mobilen Endgerät selbständig durchgeführt wird, liegt die Organisation des "Handover" also in den Händen der Netzinfrastruktur (SwMI).
Handover

deutsch:
Heimatdatenbank

Begriffswelt: TETRA

Die "HDB" ist die wichtigste Datenbank eines TETRA-Netzes und Bestandteil der Netzinfrastruktur (SwMI). Sie enthält alle für den Netzbetrieb notwendigen Daten der im Netz zugelassenen Teilnehmer. Dazu zählen sowohl die stabilen Basisdaten wie Rufnummer, TEI, zugeordnete Basis- und Zusatzdienste sowie die zeitaktuellen Betriebsdaten wie Einbuchungszustand, Aufenthaltsort, Aktivitätsstatus, temporäre Sperrvermerke. Jedes TETRA-Netz verfügt grundsätzlich nur über eine einzige, aktive "HDB" (abgesehen von Sicherheitskopien). In kleinen TETRA-Netzen, in denen Basisstationssteuerungen (BSC) die Aufgaben von Vermittlungsstellen (DXT) übernehmen, kann die "HDB" aus Redundanzgründen in allen Basisstationssteuerungen dupliziert werden. Aber auch in diesem Fall ist nur eine davon die aktive "HDB".
Home Data Base [HDB]

deutsch:
aktiviertes Mikrofon

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Hot Mike" wird der Zustand eines aktivierten Mikrofons in oder an einem Funkgerät bezeichnet, dessen aufgenommene Audio über die Luftschnittstelle gesendet wird, obwohl der Funkgerätenutzer selbst gar nicht die Sendetaste drückt.
Gebraucht wird der Begriff "Hot Mike" als spezielle Funktionalität in einem bestimmten Funktionsszenario eines Funkgerätes, meist unabhängig vom Willen des Nutzers. Dazu gehören:
  • der Notruf: Über des "Hot Mike" werden nach Auslösen eines Notrufes die Sprache und Geräusche im Umfeld des Auslösenden an die Empfangenden des Notrufes übertragen.
  • das Ambience Listening: Über das "Hot Mike" werden nach für den Nutzer unbemerkter Aktivierung die Sprache und Geräusche im Umfeld des Nutzers an den Aktivierenden übertragen.
Hot Mike


I
deutsch: Einzelruf

==> siehe Einzelruf

Individual Call

deutsch:
kurze Einzel-Identifikation (Einzelrufnummer)

Begriffswelt: TETRA

Die "ISSI" ist eine Variante der Short Subscriber Identity [SSI] und damit ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. Sie ist die kurze Einzelrufnummer eines Teilnehmers. Sie hat eine Länge von 24 Bit und bietet damit 224 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 16777216 Einzelcodierungen. Die "ISSI" wird vom Systemadministrator des Netzbetreibers festgelegt.
Die "ISSI":
- identifiziert konkret einen Endteilnehmer (Endgerä) im Netz;
- dient der Netzsteuerung zur Zuweisung bzw. Sperrung individueller Rechte;
- kann zur Sperrung eines Teilnehmers im Netz genutzt werden;
- wird als Rufnummer im Endgerät programmiert.

Die "ISSI" ist die Kurzform der ITSI. SSI

Individual Short Subscriber Identity [ISSI]

deutsch:
Individuelle TETRA Teilnehmer Indentifikation

Begriffswelt TETRA

Die "ITSI" ist eine TSI für einen einzelnen TETRA-Teilnehmer (Individualadresse) und setzt sich aus MCC, MNC und ISSI (als Sonderform der SSI) zusammen.
Damit ist die "ITSI" die Langform der ISSI.
Individual TETRA Subscriber Identity [ITSI]

deutsch:
Schutz gegen Eindringen

Begriffswelt: Funk allgemein

Häufig wird für Funkgeräte eine sogenannte IP-Schutzart angegeben.
Sie bescheinigt dem entsprechenden Gerät als elektrisches Betriebsmittel den nachgewiesenen Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern (einschließlich Schmutz und Staub) und/oder Wasser. Die IP-Schutzarten sind in der Norm "DIN EN 60529/VDE 0470" (basierend auf IEC 60529) festgelegt.

Ingress Protection [IP]

deutsch:
integriertes Geräte Management

Begriffswelt TETRA

iTM ist eine von MOTOROLA entwickelte, Server-Client-basierte Softwarelösung zur Verwaltung und zum Management von MOTOROLA-TETRA-Endgeräten. Mit ihr ist es möglich, komplette Gerätebestände mit den dazugehörigen technischen Parametern, Software- und Releaseständen und taktischen Daten zu erfassen. Der Basis-Softwarestand und die gerätespezifische Programmiersoftware kann mittels "Auftragstools" dezentral automatisch an Geräte übertragen werden, wenn diese mit dem iTM-Netzwerk verbunden werden. Das Erledigen der "Aufträge" wird in der Datenbank registriert und diese entsprechend aktualisiert.

integrated Terminal Management [iTM]

deutsch:
intelligentes MOTOROLA Handfunkgeräte Energie-Management-System

Mit IMPRESTM hat MOTOROLA ein auf dem Markt einmaliges Management-System für Handfunkgeräte-Akkumulatoren entwickelt. Es gewährleistet sowohl einen schonenden Umgang beim Laden für eine lange Lebensdauer, als auch die Möglichkeit, Akkus auf Zustand und Lebensalter zu überwachen, um rechtzeitig eine Wiederherstellung der optimalen Kapazität oder auch einen Austausch bei irreversiblem Verschleiß oder Defekt zu ermöglichen. All das dient dazu, dem Funknutzer jederzeit die Sicherheit zu geben, das im Bedarfsfall immer die notwendige Betriebsstromversorgung für sein Handfunkgerät zur Verfügung steht. Bei regelmäßiger Nutzung von IMPRESTM-Technik wird die Lebensdauer der Akkus verlängert und deren Nutzungs-/Betriebszeit maximiert.
Bestandteile von IMPRESTM sind:
  • IMPRESTM-Akkumulatoren in NiCd-, NiMH- und LiIon-Technologie, die mit einen integrierten Datenchip ausgestattet sind, der alle wichtigen Daten über den Akku sowie den Umgang mit diesem speichert.
  • IMPRESTM-Tischladegeräte mit einem oder 6 Ladeschächten, die in der Lage sind, die Akku-Chipdaten auszulesen und auf der Basis einer Zustandsanalyse sinnvolle Lade-, Entlade- oder Konditionierzyklen zu starten. An Ladegeräten, die mit einem Display ausgestattet sind, können Akku-Chipdaten, -Zustandswerte und Informationen über den gerade laufenden Prozess abgelesen werden. Alle Ladegeräte verfügen über eine Schnittstelle, über die sie mittels einer Interface-Einheit mit Rechnersystemen verbunden werden können.
  • Der IMPRESTM-Battery-Reader (Akku-Leser) ist ein optimales Ein-Arbeitsplatz-Analysetool, bestehend aus einem Akkulesegerät und einer speziellen Analysesoftware. Der Leser wird via USB mit einem PC verbunden, auf dem die Software installiert ist. Der "Battery-Reader" ist die optimale Lösung für die Verwaltung eines kleineren Akkumulatorenbestandes.
  • Das IMPRESTM-Fleet-Management (Flotten-Management) ist ein Client-Server basiertes Softwaretool. IMPRESTM-Ladegeräte werden mittels einer Interface-Einheit über einen lokalen Client-Rechner an ein Nutzernetzwerk gekoppelt. Von einem ebenfalls im Netzwerk befindlichen Arbeitsplatz, auf dem die lizenzpflichtigen Software installiert ist, kann ein Flotten-Management-Administrator größerer, dezentraliserter Akkubestände optimale verwalten.
IMPRESTM-Ladegeräte können auch nicht-IMPRESTM-Akkus laden, IMPRESTM- Akkumulatoren können auch in nicht-IMPRESTM-Ladegeräten geladen werden. Allerdings können in beiden Fällen die Vorteile von IMPRESTM nicht genutzt werden.
Unter dem Namen IMPRESTM bietet MOTOROLA außerdem ein Sortiment von speziellem Audio-Zubehör (Abgesetzte Bedienteile (RSM) mit Windport-Technologie und HSG für gedeckte Trageweise mit hochwertiger Qualität) an.
Für weitere Informationen stehen Ihnen auf unserer Seite "Download extere Dokumente" Produktblätter und -broschüren zur Verfügung.

Intelligent Motorola Portable Radio Energy System [IMPRESTM]

deutsch:
Internationale Fernmeldeunion

Begriffswelt: Gremien und Verbände
Internet: www.itu.int
Die "ITU" ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die sich offiziell und weltweit mit technischen Aspekten der Telekommunikation beschäftigt. Sie wurde 1865 als Internationaler Telegrafenverein gegründet. Ihr Stammsitz ist Genf. In ihr arbeiten Vertreter von Regierungen, Privatunternehmen sowie regionalen und nationalen Organisationen zusammen.
Die wichtigsten Ziele der Tätigkeit der "ITU" sind die Abstimmung und Förderung der internationalen Zusammenarbeit bei der:
  • Zuweisung und Registrierung von Sende- und Empfangsfrequenzen und Rufzeichenblöcken;
  • Regelungen für die Nutzung von Frequenzen;
  • Koordinierung von Bemühungen zur Störungsbearbeitung im internationalen Funkverkehr;
  • Koordinierung der Entwicklung von Fernmeldeanlagen;
  • Vereinbarungen von Leistungsgarantien und Gebühren.
Prinzipien, Konventionen und Zielstellungen der Arbeit werden in den übergeordneten Gremien, der Plenipotentiary Conference und der World Conference festgelegt. Die einzelnen Studiengruppen erarbeiten und veröffentlichen internationale Empfehlungen (Recommendations), die allerdings erst durch normative Organisationen wie die ETSI oder regierungsamtliche Stellen wie die Bundesnetzagentur in verbindlicher Normen, Regelungen oder Gesetze einfließen können.
Die "ITU" teilt sich auf in:
  • ITU-T (Telecommunication Standardization Sector), früher CCITT ;
  • ITU-R (Radiocommunication Sector), früher CCIR ;
  • ITU-D (Telecommunication Development Sector).
Die "ITU" ist Veranstalter der Weltfunkkonferenz, die die Vollzugsordnung für den Funkdienst fortschreibt.
International Telecommunication Union [ITU]

deutsch:
Vereinheitlichte Systemschnittstelle

Begriffswelt: TETRA
Die "ISI" ist eine von der ETSI genormte Schnittstelle (ETS 300 392-3) für der Verbindung von TETRA-Netzen unterschiedlicher Hersteller. Sie ist Bestandteil des TETRA-Standards.

Eine der wichtigsten Forderungen aus dem Schengener Abkommen betraf die Möglichkeit für die Sicherheitsorganisationen der Teilnehmerstaaten, grenzüberschreitend zusammenarbeiten zu können. Dies setzte, nachdem die Idee eines paneuropäischen Funknetzes verworfen wurde, die Notwendigkeit voraus, deren regionale Digitalfunknetze so zusammenzuschalten, das eine gegenseitige Mitarbeit und eine übergreifende Kommunikation ermöglicht wird (Roaming). Aber auch aus dem Kreis der privaten TETRA-Netzbetreiber wurde schnell die Forderung erhoben, verschiedene regionale Netze unabhängig vom Ausrüster übergreifend nutzen zu können. Die "ISI" schafft die Voraussetzung dafür.
Die Details, wie diese Interoperabilität (Zusammenschaltung mit gegenseitiger Nutzbarkeit) in TETRA-Netze zu implementieren ist und in Tests überprüft werden kann, ist im TETRA Interoperability Profile [TIP], verabschiedet von der TETRA-MoU/Association in Zusammenarbeit mit der ETSI, formuliert. Das 'TIP' stellt sicher, dass alle Leistungsmerkmale der "ISI"-Phasen 1-3 erfüllt sind. Das sind das netzübergreifende Realisieren folgender Dienste:
  • Gruppenkommunikation über statische Gruppenverbände;
  • Notruf;
  • Einzelruf zwische Funkteilnehmern sowie mit Telefonteilnehmern;
  • SDS Kurzdatenübertragung einzel- oder gruppenadressiert;
  • automatische Authentifizierung im jeweiligen Gastnetz;
  • End-zu-End-Verschlüsselung [E2EE] eines Netzes funktioniert auch im Gastnetz
  • netzübergreifendes Funktionieren der Luftschnittstellenverschlüsselung [AIE]
  • einheitlicher Aufbau der Home Data Base.
Als erster Hersteller hat EADS 2007 den von einer unabhängigen Prüfstelle des Italienischen Ministeriums für Kommunikation [ISCOM] durchgeführten Interoperabilitätstest durchführen lassen und mit Ausstellung eines Zertifikates bestanden.
Gegenwärtig sind die Implementierungs- und Prüfprofile für eine "ISI"-Phase 4 in Erarbeitung. Sie sollen vor allem netzübergreifende, dynamische Gruppenmigration und die Harmonisierung der Verfahren für die End-zu-End-Verschlüsselung [E2EE] ermöglichen.
Inter System Interface [ISI]


J
deutsch: JEDI

Begriffswelt: MOTOROLA-Funktechnik
"JEDI" ist der MOTOROLA-interne Entwicklungsname für alle Handsprechfunkgeräte der mobius Radio-Series. Zu diesen gehören u.a. die Modelle MT2100, MTS2000, MTS2010, MTS2013, HT1100, GP900, GP1200.

JEDI


K
englisch:
Channel (Radio-Channel)

Begriffswelt: Funk allgemein
Als "Kanal" wird in der Funktechnik ein Übertragungsweg über die Luftschnittstelle bezeichnet, der dazu geeignet ist, die Übertragung oder den Austausch eines Informationsinhaltes sicherzustellen. Dabei wird zwischen

physikalischen Kanälen
Als 'physikalischer Kanal' wird ein Übertragungsweg bezeichnet, der direkt an das Transportmedium elektromagnetische Welle in Form einer oder mehrerer Betriebsfrequenzen gebunden ist. Im einfachsten Fall belegt er eine Frequenz (Simplexbetrieb {serielle Betriebsabwicklung} oder einseitige Übertragung {z.B. Paging}). Er kann aber auch zwei (Duplexbetrieb {parallele Betriebsabwicklung}) oder mehrere Frequenzen (Frequenzgruppe beim Frequenzsprungverfahren) umfassen.
Wenn bei der Frequenzausnutzung Multiplexverfahren (FDMA oder TDMA) zum Einsatz kommen, wird auch jede Teilfrequenz bzw. jeder Zeitschlitz als 'physikalischer Kanal' bezeichnet. Je nachdem, für welchen Zweck diese grundsätzlich (dauerhaft) eingesetzt werden, wird zwischen 'physikalischen Steuerkanälen (Control Physical Channel CP)' und 'physikalischem Verkehrskanälen (Traffic Physical Channel TP) unterschieden.


und
logischen Kanälen
Als 'logischer Kanal' wird ein Übertragungsweg bezeichnet, der einen ganz bestimmten Informationsinhalt zwischen Funkteilnehmern und/oder Steuereinheiten eines Funksystemes (Protokolleinheiten) transportiert. Dabei wird zwischen Verkehrskanälen TCH (zur Übertragung von Sprache und endnutzerbezogenen Daten) und Steuerkanälen CCH (zur Übertragung von Signalisierungs- und Steuerbefehlen und Kurzdaten) unterschieden .

unterschieden.
In der analogen Funkwelt ist der 'physikalische Kanal' das kleinste, umfassende Medium zur Übertragung aller Informationen über die Luftschnittstelle. Man spricht also gar nicht von 'logischen Kanälen'. In der 'digitalen Welt' (z.B. TETRA) werden die 'physikalischen Kanäle' (Quasi das Medium) genutzt, um die Daten der 'logischen Kanäle' (quasi die Inhalte) zu übertragen (man spricht vom Abbilden). Die Übertragung erfolgt nach einem Schichtmodell, d.h. er können mehrere 'logische Kanäle' gleichzeitig auf einem 'physikalischen Kanal' übertragen werden.
Kanal (in der Funktechnik)

deutsch:
Schlüsselladegerät

Begriffswelt: TETRA

Der "KVL" ist ein technisches Gerät zum Transport und zur Übertragung der im Provisioning Center erzeugten TETRA-Schlüssel Authentication Key und Static Cipher Key auf mobile Funkteilnehmer MS. Das eigentliche Laden des Schlüssels erfolgt in direkter Drahtverbindung zwischen dem "Schlüsselladegerät" und dem MS als Upload.

Bei MOTOROLA wird für diesen Zweck das universelle Schlüsselladegerät 'KVL 3000' eingesetzt.


Key Variable Loader

englisch:
Conditioning/Re-Conditioning

Begriffswelt: Funk allgemein

Als "Konditionieren" wird ein spezieller Lade-/Entladeprozess von Akkumulatoren vor dessen Inbetriebnahme in den praktischen Einsatz bezeichnet.
Die Hersteller versetzen jeden Akkumulator vor der Auslieferung in einen besonderen Zustand, der auf dessen optimale, langfristige Lagerung ausgerichtet ist. Wenn nun ein Akku in Betrieb genommen wird, erreicht er erst nach mindestens 3 kompletten Lade- und Entladevorgängen seine maximale Kapazität (die chemischen Prozesse im Akku werden sozusagen "trainiert"). Dies gilt unabhängig vom seinem chemischen Aufbau, trifft also auch auf die modernen LiIon- oder LiPo-Akkus zu. Das Durchführen genau dieses Prozesses wird als "Konditionieren" bezeichnet. Er kann durch den Nutzer selbst während des praktischen Betriebes eingehalten werden. Sinnvoller ist es jedoch, vor allem unter professionellen Nutzungsbedingungen, Akkus vor dem ersten praktischen Einsatz maschinell zu "konditionieren". Dazu stehen spezielle Ladegeräte zur Verfügung, die zusätzlich, basierend auf den individuellen technischen Daten des Akkus, die "Konditionierung" besonders schonend und wirkungsvoll vornehmen.
Der Prozess des "Konditionierens" wird auch als 'Initialisieren' bezeichnet.

Als "Rekonditionieren" wird ein dem "Konditionieren" ähnlicher Prozess bezeichnet, der an Akkumulatoren ausgeführt wird, die durch den Memoryeffekt bzw. den Batterieträgheitseffekt nicht mehr ihre volle Kapazität zur Verfügung stellen. Er ermöglicht es in der Regel, die optimale Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Im Unterschied zum "Konditionieren" ist das "Rekonditionieren" nur bei NiCd- und NiMH-Akkus sinnvoll. Außerdem werden beim "Rekonditionieren" mit hochwertiger Ladetechnik zusätzlich Kapazitätsunterschiede der einzelnen Zellen eines Akkus durch sogenannte Balancer oder Equilizer ausgeglichen.
Der Prozess des "Rekonditionierens" wird auch als 'Refreshen' oder 'Optimieren' bezeichnet.

Bei MOTOROLA verfügen alle IMPRESTM-Ladegeräte sowie die Akku-Wartungs- und Pflegesysteme BOS und BMS (für nähere Informationen siehe unsere Webseite 'Unsere Angebote - Technik - Zubehör für Handfunkgeräte') über Konditionier- und Rekonditionierfunktionen.


Konditionieren/Rekonditionieren


L

==> siehe ManDown [MD]

Lagesensor

deutsch: nachträgliches Eintreten/Teilnehmen

Begriffswelt: Funk allgemein

"Late Entry" ist ein TETRA-Zusatz- oder Mehrwertdienst, der beim Realisieren von Gruppenrufen zum Einsatz kommt. Dabei sendet das Netz während eines aktiven Gruppenrufes in periodischen Abständen eine Information aus, die Teilnehmer dieser Gruppe, die beim Aufbau der Verbindung nicht erreichbar oder besetzt waren, nachträglich in das Gespräch hineinholt.
Late Entry

deutsch: Standort Informations Protokoll

Begriffswelt: digitaler Funk

"LIP" ist ein vom ETSI (TS 100 392-18-1) standardisiertes Protokoll für die Übertragung von GPS-Daten über die Luftschnittstelle, die vom Funkgerät mittels eines GPS-Empfängers aufgenommen wurden.
Das "LIP"-Protokoll bildet die Basis für AVL-Applikationen.
Location Interface Protocol [LIP]

deutsch: Standort Abfrage- und Antwortprotokoll

Begriffswelt: digitaler Funk

"LRRP" ist ein MOTOROLA eigenes Protokoll für die Abfrage und Übertragung von GPS-Daten über die Luftschnittstelle, die vom Funkgerät mittels eines GPS-Empfängers aufgenommen wurden.
Das "LRRP"-Protokoll bildet die Basis für AVL-Applikationen.
Location Request and Response Protocol [LRRP]


==> siehe Kanal

logischer Kanal


==> siehe Air Interface [AI]

Luftschnittstelle




M - Z
M
deutsch:
Hauptvermittlungsstelle

Begriffswelt: TETRA

Das "MSC" ist ein Bestandteil der SwMI. Innerhalb der Infrastruktur eines TETRA-Netzes kann es je nach dessen Dimension eine oder mehrere "MSC" geben. Die "MSC" verwalten und verbinden mehrere Ortsfesten Basisstationen BS/BTS in der Funktion einer Hauptvermittlungsstelle für alle Arten von Verbindungen. Sie gewährleisten außerdem Funktionen wie das Handover, die Zellsteuerung der Sendefrequenzen und die Sendeleistung der BS/BTS. In besonders großen TETRA-Netzen können den "MSC" 'Local Switching Center [LSC]' untergeordnet sein. In Netzen mit mehreren "MSC" sind diese untereinander verbunden und können über ein Network Management/Operating Center [NMC/NOC] zentral gesteuert werden.
In kleinen TETRA-Netzen kann die Funktion der "MSC" von einem Base Station Controller [BSC] übernommen werden.
In TETRA-Netzen wird das "MSC" auch als Digital Exchange für TETRA [DXT] bezeichnet.

WICHTIGER HINWEIS
Die Schnittstellen zwischen den "MSC" und den BS/BTS sind im TETRA-Standard nicht normiert und können sich dementsprechend zwischen den einzelnen Herstellern unterscheiden.

Main Switching Center [MSC]

Begriffswelt: Funk allgemein
deutsch:
subjektive Bewertung der Sprachübertragung

Wenn man im Funkbetrieb von seinem Gesprächspartner wissen möchte, wie er die übertagene Sprache versteht, so fragt man im Allgemeinen "Wie hören Sie mich?" oder "Wie können Sie mich verstehen?" und der Gefragte antwortet mit einem Zahlenwert zwischen 1 (mangelhaft) und 5 (sehr gut). Kaum jemand weiß jedoch, dass dieses subjektive Bewertungsprinziep als "Mean Opinion Score [MOS]" bezeichnet wird und nach den ITU-Empfehlungen P.830 bis P.834 erfolgt.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Der "MOS" ist ein subjektiver Bewertungsmaßstab für die Übertragung von Sprache. Er bietet die Möglichkeit, die Übertragungsqualität für unterschiedliche Sprachcodierungen miteinander zu vergleichen. Der MOS-Wert ist ein dimensionsloser Wert zwischen eins und fünf, der für die Sprachqualität steht; wobei der Wert »eins« eine mangelhafte Sprachqualität repräsentiert, bei der keine Verständigung möglich ist, der Wert »fünf« hingegen für eine exzellente Übertragungsqualität steht, die nicht von dem Original zu unterscheiden ist. Der MOS-Wert wird im Gegensatz zum objektiv ermittelten R-Faktor subjektiv ermittelt. Bei der Ermittlung des MOS-Werts spielt man Probanden Sprechproben vor, die diese bewerten. Die Bewertungen werden gewichtet und daraus werden die statistischen Ergebnisse ermittelt. Wichtigste Qualitätskriterien für die Übermittlung von Sprachinformationen sind die Verzögerungszeiten, Bitfehlerraten, Echos und Jitter. Da das Ohr auf Klangschwankungen und Sprachunterbrechungen sensibel reagiert, sollten die Verzögerungszeiten annähernd konstant sein. Die Sprachqualität wird durch die Verzögerung während der Übertragung nicht beeinträchtigt, es verschlechtert sich lediglich die Gesprächsqualität. Bitfehler hingegen wirken sich durch Knackgeräusche aus.
Originalwortlaut aus: www.itwissen.info
Main Opinion Score [MOS]

deutsch:
Umfall-/Totmannsensor

Begriffswelt: Funk allgemein

"ManDown" ist eine elektronische Sensorschaltung, die das Neigen eines Funkgerätes um einem bestimmten Winkel aus der Senkrechten und/oder dessen Nichtbewegen über einen bestimmten Zeitraum erfasst und im Ergebnis einen Notruf absendet. Diesem geht jedoch normalerweise ein akustisch signalisierter Voralarm voraus, der es dem Nutzer ermöglicht, bei versehentlicher Sensorauslösung rechtzeitig zu reagieren und so einen falschen Notruf zu verhindern. Der ManDown wird hauptsächlich zur Absicherung von Einzelarbeitsplätzen mit einem hohen Gefahrenpotential eingesetzt und ist dort teilweise sogar vorgeschrieben. Entsprechende Sensorschaltungen können direkt in die Funkgeräteelektronik integriert, mittels Zusatzkarten (OptionBoard) aufrüstbar sein oder extern an das Funkgerät über eine Hardwareschnittstelle angeschlossen werden.
Um den Sensor optimal an die jeweilige Nutzersituation anpassen zu können, sind die folgenden Parameter meist programmierbar:
  • Neigungswinkel, der überschritten werden muss
  • Zeitspanne, die die Neigung andauern muss
  • Zeitspanne, in der das Funkgerät nicht bewegt wird
  • Reaktionszeit nach Auslösen des Voralarmes
  • Art und Inhalt der Information, die als Notruf gesendet wird

ManDown [MD]


Als "Memory-Effekt" wird der Kapazitätsverlust bezeichnet, der durch häufiges Nachladen von Akkumulatoren (Akku) im Zustand einer Teilentladung entsteht.
Praktisch bedeutet das, das ein Akku immer wieder ins Ladegerät gestellt wird, auch wenn er noch nicht vollständig entladen ist.
Wie im Wort Memory (= Gedächtnis) zum Ausdruck kommt, scheint sich der Akku seinen Ladezustand beim Beginn des Neuladens zu merken und lässt sich fortan nur noch bis zu diesem entladen. Technisch gesehen außert sich dies ein einem verfrühten Spannungsabfall. Das versorgte Gerät signalisiert den Zustand 'Akku entladen', obwohl dieser noch über ausreichend Energie verfügt, die aber auf Grund des Spannungsabfalls nicht mehr nutzbar ist.
Am stärksten vom "Memory-Effekt" betroffen sind ältere Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) mit gesinterten Elektroden. Bei heutigen Modellen ist er durch einen veränderten Aufbau weitestgehend reduziert. Trotzdem wird bei häufigem Zwischenladen empfohlen, nach 30-50 Teilentladungen eine Komplettentladung (mit einem entsprechenden Ladegerät) vorzunehmen und den Akku dadurch zu reaktivieren.
Auch Nickel-Metall-Hydrid-Akkus (NiMH) sind von einem ähnlichen Effekt betroffen, der sich hier jedoch Batterieträgheitseffekt nennt.
Lithium-Ionen-Akkus (LiIon) weisen keinen "Memory-Effekt" auf.

Memory-Effekt

deutsch: gleitende/fließende Umstellung

Begriffswelt: Funk allgemein

Unter "Migration" wird in der Funktechnik ein Prozess zur Ablösung eines Funknetzes/Funksystems durch ein technologisch verbessertes und grundsätzlich nicht kompatibles in der Art verstanden, dass alte und neue Kommunikationstechnologie für einen bestimmten Zeitraum nebeneinader und vernetzt miteinander existieren.
Wenn in großen, ständig in Betrieb befindlichen Funknetzen Ablösungen der Systemtechnologie stattfinden sollen, die eine weitere Nutzung weder der System-, noch der Endgerätetechnik ermöglichen, stellt dies stets eine besondere Herausforderung an Technologie und Logistik dar.
  • Die Endgeräte können aus logistischen und meist auch wirtschaftlichen Gründen nicht mit einem Mal ausgetauscht werden.
  • Es ist meist sinnvoll, Teile des neuen Netzes bereits in Betrieb zu nehmen, auch wenn dies noch nicht komplett errichtet ist. Der praktische Testbetrieb ist die beste Methode, um Erfahrungen zu sammeln und Fehler auszumerzen.
Aus diesem Grund ist eine schritt- oder phasenweise Ablösung unumgänglich. Beide Netze und beide Engerätegenerationen müssen für einen bestimmten Zeitraum notwendigerweise parallel (vielleicht sogar alternativ) genutzt werden. Um die der Netzarchitektur zu Grunde liegenden Kommunikationsbedürfnisse jedoch auch in dieser Phase weitestgehend befriedigen zu können, ist es zwingend notwendig, Schnittstellen zwischen Altem und Neuem herzustellen. Dazu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:
  • Bestandteile des neuen Netzes werden zeitweilig oder ständig so ausgelegt, dass sie auch die Kommunikation der alten Endgerätetechnik ermöglichen bzw. deren Informationen aufnehmen und verarbeiten können.
  • An Informationsknotenpunkten, wie Dispacherarbeitsplätzen, Leitstellen, Zentralen, wo Alt und Neu aufeinandertreffen, werden Matrixsysteme eingesetzt, die eine manuelle, zumeist aber rechnergesteuert automatisierte Umschaltung und Verbindungsherstellung zwischen Beiden ermöglichen.
Beide Möglichkeiten können kombiniert oder alternativ eingesetzt werden. Das ist meist davon abhängig, welchen Zeitraum eine Migration in Anspruch nimmt, welche Aufwendungen wirtschaftlich sind und welche Kompromisse/Einschränkungen gemacht werden können.

Ein sehr gutes, weil extrem komplexes Beispiel für Migration ist die gegenwärtig laufende Umstellung der alten, analogen Funknetze auf das neue Digitale Funknetz der BOS. Allerdings hat die extreme Verzögerung der Einführung des neuen Netzes auch für enorm erhöhte technische und logistische Aufwendungen zur Umsetzung zwingend notwendiger Migrationsmaßnahmen gesorgt.
Migration (in der Funktechnik)

deutsch: Standard nach militärischer Spezifikation

Begriffswelt: Funk allgemein

Unter "MIL SPC STD (Military Specification Standard)" werden besondere Test- und Prüfstandards für Funkgeräte (insbesondere Handfunkgeräte) verstanden, die deren extreme Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und Umweltbelastungen belegen sollen.
Basis und Referenz bildet dabei der US-amerikanische Militärstandard "MIL-STD-810", der von der 'United States Army Development Test Command' erstmals 1989 entwickelt und periodisch aktualisiert wird (gegenwärtig aktuell: Revision G von 2009). Diesem Standard zu entsprechen bedeutet also, Funkgeräte so zu entwickeln und zu produzieren, dass die harten Forderungen für Equipment zum Einsatz bei den US-amerikanischen Streitkräften erfüllt werden. Die Prüfstandards werden veröffentlicht und sind somit nachprüfbar. Abgesehen davon, dass Hersteller von Funkgeräten die Prüfstandards erfüllen müssen, wenn sie sich an Ausschreibungen für das US-Militär beteiligen wollen, hat sich der Hinweis auf deren Einhaltung in den letzten Jahren auch im zivilen Bereich als wichtiges Qualitätskriterium durchgesetzt
Die wichtigsten Standards betreffen Testmethoden für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb eines Funkgerätes über die gesamte vorgesehene Lebensdauer in den Bereichen Stoßfestigkeit und Vibration, Einfluss von Sonneneinstrahlung, Regen, Nebel, Feuchtigkeit, Salz und Staub sowie Widerstandsfähigkeit gegen Druck, hohe und niedrige Temperaturen und Temperaturschock.
MIL SPEC STD / MIL-STD-810

deutsch:
Landeskennung

Begriffswelt: TETRA

Der "MCC" ist ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. In ihm wir die Zuordnung eines Netzes zu einem bestimmten Land festgelegt. Aufbau und Zusammensetzung sind im TETRA-Standard (ETS-Norm 300 392-1 des ETSI) definiert.
Der "MCC" ist der erste Teil der TETRA-Subscriber Identity [TSI]. Er hat eine Länge von 10 Bit und bietet damit 210 Adressierungs-möglichkeiten, das sind 1024 Einzelcodierungen. Der "MCC" wird von der International Telecommunications Union [ITU] festgelegt. Für Deutschland lautet er 262. Das ITU-Dokument zum MCC können Sie auf unserer Seite "Download externe Dokumente" einsehen.

TSI

Mobile Country Code [MCC]

deutsch:
Netzkennung

Begriffswelt: TETRA

Der "MNC" ist ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. In ihm wir die Zuordnung eines Netzes zu einem bestimmten Netzbetreiber festgelegt. Aufbau und Zusammensetzung sind im TETRA-Standard (ETS-Norm 300 392-1 des ETSI) definiert. Der "MNC" ist der zweite Teil der TETRA-Subscriber Identity [TSI]. Er hat eine Länge von 14 Bit und bietet damit 214 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 16384 Einzelcodierungen. Der "MNC" wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur mit der Frequenzzuteilung für den Betrieb eines TETRA-Netzes festgelegt. Für das TETRA-Netz der deutschen BOS sind die MNC's 1000/1001 und 1002 reserviert.

TSI

Mobile Network Code [MNC]

deutsch:
Mobilfunkgerät/Fahzeugfunkgerät

Begriffswelt: Funk allgemein

MRT ist eine im Zusammenhang mit TETRA aufgekommene, allgemein übliche Abkürzung für mobile Funkgeräte, die zum Einbau im Fahrzeuge oder den semistationären Einsatz vorgesehen sind (Tischfunkgeräte).

Mobile Radio Terminal [MRT]

deutsch:
satellitengestütztes Mobilfunknetz

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "MSS" werden alle privaten oder öffentlichen Mobilfunknetze bezeichnet, die die Verbindung zum Endteilnehmer über die Luftschnittstelle von Satelliten aus herstellen.
In Bezug auf die Funktechnik ist eine "MSS" als Telekommunikationsnetz von Bedeutung, mit dem ein professionelles Funknetz verbunden werden kann (Überleiteinrichtung), um das gegenseitige Herstellen von Sprechverbindungen zu gewährleisten. Wenn es sich um ein volldigitales Funknetz handelt, können darüber hinaus auch Kurzdaten übergeleitet werden.

Mobile Satellite System [MSS]

deutsch:
mobiler Funkteilnehmer

Begriffswelt: TETRA

Unter einem "MS" ist die funktionale Einheit aus dem
Mobile Terminal [MT] (Endgerät), dem Gerätenutzer,
dem evtl. mit dem Mobile Terminal verbundenen
Terminal Equipment [TE] (Datenendgerät) und allen sonstigen Zubehörteilen zu verstehen.

Mobile Subscriber [MS]

deutsch:
mobiles Endgerät

Begriffswelt: TETRA

Unter "MT" sind alle 'beweglichen' Teilnehmer eines TETRA-Netzes zu verstehen, die nicht über eine Drahtleitung an die Netzinfrastruktur (SwMI) gekoppelt sind. Das heißt, neben Hand- (HRT) und Mobilfunkgeräten (MRT) können auch ortsfeste Funkstellen dazugehören, wenn sie diese Forderung erfüllen.


Mobile Terminal [MT]

deutsch:
mobius Funkgeräte-Serie

Begriffswelt: MOTOROLA Funktechnik

"mobius" ist der Name einer Serie analoger Funkgerätemodelle für den professionellen Einsatz des Herstellers MOTOROLA. Dazu gehören Handsprechfunk-, Mobilsprechfunk- und Datenfunkgeräte für den Betriebsfunk und den analogen Bündelfunk (MPT1327, StartSite, SmartZone, SmartNet). Die Geräteserie war die erste weltweit, die es erlaubte, den Kanalabstand eines Funkkanals einfach per Umprogrammierung zu ändern (12.5/20/25 kHz). Bestandteil der "mobius"-Serie waren sowohl Standard-Funkgeräte, die über die Radius- Produktschiene vermarktet wurden, als auch Systemfunkgeräte, die als zusätzliches Merkmal über einen flashbaren Hauptprozessor verfügten (FlashportTM), der es ermöglichte, Geräte für einen grundsätzlich anderen Einsatzfall umzustellen (Flashen z.B. von Betriebsfunk auf Bündelfunk und umgekehrt). Die Handfunkgäte bekamen den MOTOROLA-internen Entwicklungsnamen JEDI, die Mobilfunkgeräte RENAISSANCE. Die "mobius"-Serie war eine der erfolgreichsten Funkgeräteserien weltweit. Auch heute noch ist eine Vielzahl von Geräten in unterschiedlichsten Anwendungen im Einsatz.
  • entwickelt Anfang der 1990er-Jahre
  • Markteinführung 1993
    Einstellen der Serienfertigung 2006
  • neue Leistungsmerkmale
    - programmierbarer Kanalabstand 12,5/20/25 kHz
    - Systemgeräte mit flashbarem Prozessor
    - neuartige Programmiersoftware
    - eine Vielzahl neuer, softwaregestützter Leistungmerkmale
  • in Deutschland verfügbare Gerätemodelle
    - Standard-Betriebsfunk portabel: GP900/GP900Ex
    - System-Betriebsfunk portabel: MT2100/MTS2000/HT1100
    - Standard-Bündelfunk portabel: GP1200
    - System-Bündelfunk portabel: MT2100/MTS2000/PTX1200
    - Spezial portabel:MTS2010 FuG 10b/MTS2013 FuG 13b
    - Standard-Betriebsfunk mobil: GM900
    - System-Betriebsfunk mobil: MC2100/MCS2000/CM900
    - Standard-Bündelfunk mobil: GM1200
    - System-Bündelfunk mobil: MC2100/MCS2000/MTX1200
Der Name "mobius" entstand in Erinnerung an den deutschen Mathematiker und Astronomen August Ferdinand Möbius. Seine stilisierte Möbiusschleife war Symbol der Funkgeräteserie.

mobius Radio-Series

deutsch:
Modifizierter Gruppen Chiffrierschlüssel

Begriffswelt: TETRA

Der "MGCK" ist eine Kombination aus GCK und CCK, die genutzt wird, um den Austausch von Nachrichten innerhalb von geschlossenen Benutzergruppen zu verschlüsseln.
Modified Group Cipher Key [MGCK]

deutsch:
MOTOROLA TETRA Handy

Begriffswelt: MOTOROLA Funktechnik

MTH ist eine Produktserienbezeichnung für TETRA-Handfunkgeräte von MOTOROLA. Dabei ist das kennzeichnende das handyartige Outfit der Geräte. Erstes Modell auf dem europäischen Markt war das MTH300 Ende der 1990er Jahre, letztes Modell das MTH850, das 2004 verfügbar war. Auch andere Hersteller brachten ähnliche Modells auf den Markt. Da der Trend jedoch mittlerweite wieder zu einem eher handsprechfunkgerätetypischen Aussehen der TETRA-Geräte geht, sind die aktuellen Gerätemodelle aus der Produktserie MTP.

MOTOROLA TETRA Handheld [MTH]

Begriffswelt: digitaler Funk

"MOTOTRBOTM" ist die von MOTOROLA auf der Basis des DMR-Standards entwickelte Systemlösung für den digitalen Betriebsfunk. Grundlage ist, dass durch das Multiplexverfahren TDMA bei einem Kanalraster von 12,5kHz auf einer Betriebsfrequenz zeitgleich zwei separate Kanäle für die Übertragung von Sprache und/oder Daten zur Verfügung gestellt werden können, was eine verbesserte Frequenzökonomie zur Folge hat.
Anfangs mit den beiden Betriebsmodi Direct-Mode und Repeater-Mode nur als digitaler Ersatz analoger Betriebsfunkanlagen vorgesehens, ist "MOTOTRBOTM" inzwischen zu einem komplexen System auch für die kompliziertesten Ansprüche mobiler Funkkommunikation geworden. Ob es um die Abdeckung mehrerer Standorte oder großer Flächen mittels des Betriebsmodus IP-Site-Connect [IPSC] oder die intelligente und effiziente Verwaltung großer Teilnehmerzahlen im Bündelfunk-Betriebsmodus CapacityPlus [Cap+] geht, "MOTOTRBOTM" bietet die richtige Lösung. Der bisher umfangreichste Betriebsmodus Linked Capacity Plus [LCP] verbindet die Leistungsmerkmale von IPSC und Cap+ zu einem bislang einzigartigen, intelligenten DMR-Bündelfunksystem für große Teilnehmerzahlen mit mehreren Standorten.
Und natürlich ist auch an die bedarfsgerechte Umsetzung von Migrationslösungen von analog nach digital gedacht.
"MOTOTRBOTM" ist mittlerweile Weltmarktührer im digitalen Betriebsfunk und wird ständig bedarfsgerecht weiterentwickelt.

Detaillierte Informationen zu "MOTOTRBOTM" erhalten Sie auf unserer speziellen Webseite zu diesem Thema, wenn sie auf den Lexikonbegriff klicken.
MOTOTRBO™

Begriffswelt: MOTOROLA-Funktechnik

  • Alle in MOTOTRBOTM-Funkverbindungen über die Luftschnittstelle übertragenen Informationen werden als Dienste (englisch: Services) bezeichnet, die in vier Gruppen untergliedert werden können:
  • Sprachservices
  • Grundsätzliche Sprachservices
    - Gruppenruf {Group Call}
    - Einzelruf {Direct Call}
  • Zusätzliche Sprachservices
    - Sammel-Ansageruf {All Call}
  • Optionale Sprachservices
    - Funkruf zu Teilnehmern öffentlicher Telefonnetze (unterstützt durch DTMF-Wahlfähigkeit)
  • Signalisierungs-/Abfrageservices
  • Notruf {Emergency Call}
    - Notruf mit Alarmmeldung an Dispatcher/Notrufzentrale {Emergency Alarm}
    - Notruf mit Alarmmeldung und Notruf an eine festgelegte Gesprächsgruppe {Emergency Alarm and Call}
    - Notruf mit Alarmmeldung und nachfolgendem Sprachanruf {Emergency Alarm with Voice to Follow}
  • akustische und optische Signalisierung eines Anrufes {Call Alert}
  • Übertragung der Gerätekennung beim Drücken der Sendetaste {PTT-ID}
  • Ein-/Ausschalten eines Teilnehmergerätes über Funk {Radio Inhibit/Uninhibit}
  • Fernüberwachung/Umgebungsgeräusche abhören {Ambience Listening}
  • Abfrage des aktuellen Betriebszustandes eines anderen Gerätes {Radio Check}
  • Alleinarbeiterschutz {Lone Walker}
  • Höflich-/Unhöflich-Funktion (Kanalfreiprüfung/Sendeverhinderung bei belegtem Kanal)
  • Zusatzservices
  • nachträglicher Gesprächseintritt {Late Entry}
  • Übertragungs-Unterbrechung {Transmit Interrupt}
  • Datenservices
  • Grundsätzliche Datenservices
    - Kurzdaten-Übertragung {Short Message Service [SMS]}
    - Erweiterte Datenübertragung über integrierte USB-Schnittstelle und internes Modem (IPv4)
    - Telemetrie-Service vom Gerät und extern
  • Optionale Datenservices
    - GPS-Service
    - Bluetooth-Datenservice
    - Arbeitsauftrags-Ticketverwaltung {Work Order Ticket-Management}
  • Außerdem bietet MOTOTRBOTM folgende
  • hardwareunterstützte Services
  • Kanal- und Gruppenscannen (einschließlich analoger Kanäle)
  • externer Anrufalarm {External Alert}
  • externer Notrufalarm {External Emergency Alert}
  • Repeater umgehen
  • Durchsageverstärker
  • Passwort-Einschaltschutz vor unberechtigter Gerätenutzung
  • Sendezeitbegrenzer u.a.m.
MOTOTRBO™ Dienste/Services

deutsch:
paketorientierte Datenübertragung mit Kanalbündelung

Begriffswelt: TETRA

Beim "MPD" werden mehrere Zeitschlitze (Verkehrskanäle) für die IP-basierte, paketorientierte Datenübertragung zusammengefasst und ermöglichen so eine entsprechende Vervielfachung der übertagbaren Datenrate gegenüber der einkanaligen Übertragung.
Die Nutzung von "MPD" bedingt in TETRA-Netzen entsprechende technische und administrative Voraussetzungen sowohl bei den Endgeräten, als auch bei der TETRA-Infrastruktur. Da "MPD" enorme Kapazitätsrecourcen bindet, ist sein Einsatz unbedingt bereits bei der Kapazitätsplanung der Funkzellen zu berücksichtigen.

Multislot Packet Data [MPD]


N
deutsch:
Netzwerk Management Zentrale

Begriffswelt: TETRA

Das "NMC" ist ein Bestandteil der SwMI besonders großer TETRA-Netze. Es kann dann folgende Aufgaben übernehmen:
  • Steuerung aller globalen Aktivitäten im Netz;
  • Überwachung, Dokumentation aller Aktivitäten im Netz;
  • Teilnehmerverwaltung;
  • Authentifizierung und Schlüsselmanagement;
  • Vergebührung der Netznutzungen;
  • Erfassen und Beheben von Netzstörungen, Störungsmanagement;
  • Erfassung der zentralen Systemdaten, Spiegelung, Redundanz.


Network Management Center [NMC]

deutsch:
Störgeräuschunterdrückung

Begriffswelt: Funk allgemein

Unter "NC" wird die mittels technischer Mittel realisierte Unterdrückung unerwünschter Umgebungsstörgeräusche bei der Aufnahme der per Funk zu sendenden Sprachinformation durch das Mikrofon eines Funk-Audiozubehörs (speziell Hör-/Sprech garnituren) bezeihnet. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1
Einsatz von Mikrofonen mit Richtcharakteristik
durch das Ausrichten des Mikrofones auf die Sprechrichtung ist eine bevorzugte Aufnahme des gewünschten Sprachsignals gegenüber sonstigen Störgeräuschen möglich
2
Einsatz von Mikrofonen mit einer speziellen Frequenzcharakteristik
ein mikrofoninterner Sprachbandfilter dämpft unerwünschte Störgeräsche
3
Einsatz von Filterschaltungen hinter dem Mikrofon
spezielle Sperrfilter für typische Störgeräuschfrequenzen unterdrücken diese; durch diese Methode ist es auch möglich, Störgeräusche innerhalb des Sprachbandes zu unterdrücken
4
konstruktive Besonderheiten
auch durch die Art der Befestigung eines Mikrofones, das Schaffen eines "Mikrofonganges" in einem Gehäuse oder die Formgebung und Materialauswahl des Audiozubehörs selbst kann eine Störgeräuschunterdrückung bewirkt werden
{Der Einsatz mechanischer Windschutzmittel, wie etwa von Schaumstoffüberzügen, zählt nicht zum "NC".}

Noise Cancelling [NC]

deutsch:
Notruf

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit Notruf wird u.a. ein in analogen und digitalen MOTOROLA-Funkgeräten programmierbares Leistungsmerkmal zur Übermittlung einer speziellen Information über einen Notfallzustand bei einem Funkgerätebenutzer an einen speziellen Empfänger/eine spezielle Empfängergruppe bezeichnet.
Die Auslösung eines Notrufes kann willensunabhängig, z.B. durch einen ManDown-Sensor oder eine aktivierte Alleinarbeiterschutz-Funktion und/oder willensabhängig z.B. durch Drücken einer festgelegten Notruftaste am Gerät/angeschlossen an das Gerät, erfolgen. Nach dem Auslösen wird ein spezieller Ruf gesendet, der beim Notrufempfänger eine besondere optische und/oder akustische Notrufsignalisierung mit Angabe der Indentifikation des Auslösenden verursacht. Ein Notruf kann je nach den vorhandenen technischen Bedingungen mit dem Aufbau einer Sprechverbindung, der Übermittlung einer Statusinformation oder einer SDS-Mitteilung sowie der Übermittlung des Standortes des Auslösenden (GPS-Daten) verbunden werden. Die Übertragung des Notrufes kann automatisch wiederholt werden, bis eine (programmierbare) Anzahl erreicht ist oder bis er vom Auslösenden oder dem Notrufempfänger zurückgesetzt wird. Nach der Übertragung eines Notrufes kann ein wechselnder Zyklus aus Empfangen und automatischem Senden mit aktiviertem, besonders empfindlichen Mikrofon (Hot Mike) beginnen, der es dem Notrufempfänger ermöglicht, die Situation am Notfallort akustisch zu überwachen bzw. Sprachanweisungen an den Verunfallten zu geben.
Notruf


O
Begriffswelt: TETRA / BOS-Funk

Die "OPTA" ist die im TETRA-BOS-Netz jedem einzelnen Teilnehmer individuell zugeordnete und diesen eindeutig kennzeichnende "Operativ Taktische Adresse". Sie ist Bestandteil des TETRA-Sendeprotokolls und wird bei jeder Art von Funkinformation vom sendenden an alle empfangenden Teilnehmer übertragen. Die "OPTA" ist auf der BSI-Card gespeichert.
Die "OPTA" besteht grundsätzlich aus zwei Teilen, der
Geburts-OPTA, die der eindeutigen Identifizierung des Funkgerätes im Netz dient und die bei der Personalisierung der BSI-Card vergeben und gemeinsam mit der Teilnehmeradresse (ITSI) bei der Erstellung des Krypto-Zertifikates verwendet wird
sowie der
Alias-OPTA, die der eindeutigen Zuordnung des Funkteilnehmers innerhalb der BOS-Strukturen dient und die sowohl nach erfolgter Personalisierung der Sicherheitskarte an der Kryptovariablen-Managementstation [KVMS] vergeben als auch im späteren Betrieb über Funk geändert werden kann.
Beide "OPTA" haben eine Länge von 24 Zeichen, die enthaltenen Informationen werden in einer festen Struktur in Blöcken definierter Größe und Position abgelegt und sind dadurch schnell erkennbar und auch automatisiert (z.B. durch Leitsysteme) auswertbar.
Über weitere Details zur "OPTA" können Sie sich in der "OPTA-Richtlinie" der Innenministerkonferenz auf unserer Seite "Download/externe Dokumente" informieren.
Operativ Taktische Adresse [OPTA]

deutsch: Zusatzkarte

Begriffswelt: Funktechnik allgemein
Bereits seit mehreren Jahren werden mobile und portable Funkgeräte mit der Möglichkeit ausgestattet, optionale Zusatzkarten, sogenannte "Option Boards", aufzunehmen.
Die auf diesen aufgebrachte Hard- und Software ermöglicht es, das entsprechende Funkgerät mit einem oder mehreren zusätzlichen Leistungsmerkmalen auszustatten oder vorhandene zu erweitern. Dadurch können die heute meist für globale Märktegefertigten Funkgeräte flexibler an die jeweiligen regionalen Kundenanforderungen sowie spezielle Einsatzbedingungen angepasst werden.
Die entsprechenden Geräte werden mit einer physikalischen (Hardware-) und logischen (Software-) Schnittstelle sowie dem notwendigen Platz zur physikalischen Aufnahme der Karte ausgestattet. Zum Ein- und Ausbau der Karte kann sich eine dafür vorgesehen Öffnung im Gerät befinden (mit Schutzabdeckung), aber auch das Öffnen des Gerätegehäuses notwendig sein. Die auf der Zusatzkarte befindliche elektronische Schaltung gewährleistet zum einen die korrekte Kommunikation der Karte mit der Funkgeräteelektronik und deren Firm- und Software [Basisdaten] (die Karte wird sozusagen in den Infomations-BUS des Gerätes einbezogen), zum anderen das Aufbringen (Programmieren) einer speziellen Zusatz- oder Applikationssoftware [Applikationsdaten], die das Funkgerät mit besonderen Eigenschaften oder zusätzlichen Leistungsparametern ausstattet.
Grundsätzlich werden drei Arten von Zusatzkarten unterschieden:
  • Zusatzkarten {Option Boards} die komplett vom Funkgerätehersteller kommen
    Da hier die Schnittstellen- und Kommunikationsparameter der Karte komplett beim Hersteller bleiben, können Basis- und Applikationsdaten der Karte verschmelzen.
  • allgemeine oder universelle Zusatzkarten {Generic Option Boards} der Funkgerätehersteller,
    die Dritten (Applikationspartnern) zum Entwickeln und Aufbringen spezieller Software zur Verfügung gestellt werden. Da in diesem Fall umfangreiche technische Infomationen an den Partner weitergeben werden müssen und dieser wiederum über entsprechende Voraussetzungen verfügen muss, geschieht dies zumeist auf der Basis von Lizenzverträgen.
  • Zusatzkarten /{Option Boards}, die komplett von Dritten (Applikationspartnern) hergestellt werden
    Das in diesem Fall durch den Funkgerätehersteller alle Parameter und Kommunikationsbedingungen an der Schnittstelle an den Partner weitergegeben werden müssen, geschieht dies ausschließlich auf der Basis von Lizenzverträgen. Zugleich eröffnet diese Variante der Zusatzkarte dem Partner jedoch auch die meiste Freiheit bei der Entwicklung seiner Applikation.
Beispiele von "Option Board"-Applikation:
  • ManDown- (Umfall-/Totmann-) Sensoren
  • zusätzliche Signalisierungen
  • Transponderleser

Option Board [OB]


==> siehe Control Physical Channel [CP]

Organisationskanal

deutsch:
Programmierung über die Luftschnittstelle

Begriffswelt: TETRA

OTAP (auch OTA) ist ein TETRA-Leistungsmerkmal, das es ermöglicht, den kompletten Inhalt oder Teile eines Gerätecodeplugs (Softwareintelligenz des Gerätes) über die Luftschnittstelle an dies zu übertragen. Bei MOTOROLA ist OTAP Bestandteil des Advanced Terminal Management (ATM) in der neuesten Gerätegeneration.

Over The Air Programming [OTAP]

deutsch:
Luftschnittstellen-Schlüsselmanagement

Begriffswelt: TETRA

Mit "OTAK" wird eine spezielle Nachrichtenaustausch in TETRA-Systemen bezeichnet, der der Übermittlung von Chiffrierschlüsseln für die End-to-End-Encryption [E2EE] von der dazu autorisierten Stelle der SwMI an einzelne Teilnehmer oder Teilnehmergruppen über die Luftschnittstelle dient. Die "OTAK" Nachricht selbst wird mittels eines Session Encryption Keys [KSO] verschlüsselt, der aus dem Authentication Key abgeleitet wird. Deshalb ist für die Übertagung von "OTAK" Informationen eine zuvor erfolgte, erfolgreiche Authentifizierung des oder der Teilnehmer, an die der Schlüssel verteilt werden soll, zwingend notwendig.

Das Gegenstück zu "OTAK" für die Air-Interface-Encryption [AIE] ist OTAR

Over The Air Keying [OTAK]

deutsch:
Luftschnittstellen-Schlüsselveränderung

Begriffswelt: TETRA

Mit "OTAR" wird eine spezielle Nachrichtenaustausch in TETRA-Systemen bezeichnet, der der Übermittlung von Chiffrierschlüsseln (CCK/GCK/SCK) für die Air-Interface-Encryption [AIE] von der SwMI an einzelne Teilnehmer oder Teilnehmergruppen über die Luftschnittstelle dient. Die "OTAR" Nachricht selbst wird mittels eines Session Encryption Keys [KSO] verschlüsselt, der aus dem Authentication Key abgeleitet wird. Deshalb ist für die Übertagung von "OTAR" Informationen eine zuvor erfolgte, erfolgreiche Authentifizierung des oder der Teilnehmer, an die der Schlüssel verteilt werden soll, zwingend notwendig.

Das Gegenstück zu "OTAR" für die End-to-End-Encryption [E2EE] ist OTAK

Over The Air Re-Keying [OTAR]


P
deutsch:
Paket-Daten Optimierung

Begriffswelt: TETRA

"PDO" ist eine der drei TETRA-Diensteklassen. Sie ist vom ETSI in der 'ETS 300 393' spezifiziert. Inhaltlich ist die Übertragung von paketoptimierten Daten unter Nutzung des IP-Protokolls auf ein bis vier Verkehrskanälen (bei Kanalbündelung) beschrieben. Der zugehörige TETRA-Service ist der Packet Data Service [DPS].

Packet Data Optimized [PDO]

deutsch:
Paket-Daten Service

Begriffswelt: TETRA

"PDS" ist eine Form der Datenübertragung in TETRA-Systemen und als TETRA-Trägerdienst klassifiziert.
Beim "PDS" handelt es sich um eine IPv4 (IP-Übertragungsprotokoll) Datenübertragung, die ausschließlich auf TETRA-Verkehrskanälen erfolgt und diese nur während der Übertragung belegt.
Unter TETRA-Release 1 beträgt die Brutto-Übertragungsrate im "PDS" bei Nutzung eines Zeitschlitzes 7,2 kbit/s, bei Bündelung von max. 4 Zeitschlitzen (Multislot Packet Data) 28,8 kbit/s. Im TETRA-Release 2 können durch größere Kanalbandbreiten und andere Übertragungsverfahren mittels TEDS Datenraten von über 400 kbit/s erreicht werden und ermöglichen so IP-basierte Multimediaapplikationen.
Im "PDS" können alle in der IP-Welt bekannten Protokolle (TCP-IP, UDP u.a.m.) verwendet werden. Dadurch eignet er sich hervorragend zum Realisieren von periphären Datenapplikationen.

Packet Data Service [PDS]

deutsch:
Zubehöranschluss für periphäre Gerääte

Begriffswelt: Funk allgemein
Die "PEI" ist eine vom ETSI normierte, serielle Schnittstelle mit RS232-Pegel an TETRA-Endgeräten (ETS 300 392-5). Sie ermöglicht die Entwicklung universell nutzbarer Applikationen unter Zugriff auf diese.
Das wichtigste Anwendungsgebiet für die "PEI" sind Datenapplikationen.


Peripheral Equipment Interface [PEI]

deutsch:
Qualitätsbewertung für hörbare Sprache

Begriffswelt: Funk allgemein
Das "PSQM" ist eine von mehreren Methoden zur Ermittlung der objektiven Sprachqualität in digitalen Kommunikationssystemen."PSQM" ist ein von der ITU unter dem Standard P.861 beschriebenes Verfahren, mit dem niederbitratige Sprachcodecs getestet werden. Dabei wird ein spezifiziertes Sprachsignal an einem Ende einer Verbindung eingespeist und am anderen Ende wird eine objektive Bewertung des Ausgangssignals mit speziellen Berechnungsformeln vorgenommen. Man nutzt dabei ein psychoakustisches Modell um das subjektive Empfinden mathematisch nachzubilden. Das Ergebnis ist ein objektiver Qualitätswert, der so genannte PSQM-Wert, der zwischen 0 und 6,5 liegen kann und in den MOS-Wert übertragen wird. Ein niedriger PSQM-Wert entspricht einer hohen Sprachqualität, ein hoher PSQM-Wert einer minderen bis schlechten Sprachqualität.
Weitere Verfahren zur Ermittlung der Sprachqualität sind das Perceptual Analysis Measurement System (PAMS) und die Perceptual Evaluation of Speech Quality [PESQ], die als Nachfolgetechnologie von "PSQM" zu sehen ist. Die beiden Verfahren PSQM und PAMS arbeiten nach mathematischen Algorithmen und basieren auf der Auswertung natürlicher männlicher und weiblicher Sprachmuster. PSQM wurde nach der Spezifikation von PESQ zurückgezogen.
Originalwortlaut aus: www.itwissen.info
Perceptual Speech Quality Measurement [PSQM]

deutsch:
Qualitätsbewertung für hörbare Sprache

Begriffswelt: Funk allgemein
Die "PASO" ist ist die Nachfolgetechnologie von Perceptual Speech Quality Measurement [PSQM] zur objektiven Bewertung der Sprachqualität in digitalen Kommunikationssystemen im Frequenzbereich von 300 bis 3400 Hz. Eine weitere Methode ist Perceptual Analysis Measurement System (PAMS). "PESQ" ist ein in der ITU-T-Empfehlung Q.862.1 beschriebenes Verfahren, mit dem niederbitratige Sprachcodecs getestet werden und das auf realen Bedingungen für eine Ende-zu-Ende-Sprachkommunikation basiert. Bei "PESQ" wird ein spezifiziertes Sprachsignal an einem Ende einer Verbindung eingespeist und am anderen Ende wird eine objektive Bewertung des Ausgangssignals mit speziellen Berechnungsformeln vorgenommen. Man nutzt dabei ein psychoakustisches Modell um das subjektive Empfinden mathematisch nachzubilden. Das Ergebnis ist ein objektiver Qualitätswert, der so genannte PESQ-Wert, der zwischen 4,5 und -0,5 liegen kann und den MOS-Wert mit einbezieht. Der höchste Wert repräsentiert die beste Sprachqualität. So hat beispielsweise eine hervorragenden ISDN-Verbindung mit einem Sprachcodec gemäß G.711 einen PESQ-Wert von 4,4. Das "PESQ"-Verfahren berücksichtigt u.a. Paketverluste, Verzögerungszeiten, den Jitter, das Rauschen und die Codierung.
Originalwortlaut aus: www.itwissen.info
Perceptual Evaluation of Speech Quality [PESO]


==> siehe Kanal

physikalischer Kanal

deutsch:
Akzentuierung/Deakzentuierung

Begriffswelt: Funk allgemein

Pre-/De-Emphase sind Verfahren zur Verbesserung der Qualität der Sprachübertragung in analogen Funkgeräten. Der Audio-Filter-Schaltkreis im Funkgerät führt während des Empfangens und Sendens eine Anpassung des Audio-Signals (d.h. durch Filtern, Verstärken und Dämpfen) durch, um die Tonqualität sowie die Klarheit der Übertragung zu verbessern. Pre-Emphase findet während des Sendens statt (Anheben der hohen Frequenzen, Absenken der niedrigen = Vorentzerrung), De-Emphase beim Empfang (Umkehr der Vorentzerrung). Dank der flexiblen CPS können Pre-Emphase, De-Emphase, beide oder keines dieser Verfahren für jede Kennung individuell eingestellt werden.

Pre- / De- Emphase

deutsch:
Private Nebenstellenanlage

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "PABX" wird eine private Telefon-Nebenstellenanlage bezeichnet. Dabei liegt die Betonung auf 'privat', d.h. die dazugehörige Vermittlungstechnik befindet sich räumlich beim Nutzer und wird ausschließlich für dessen Zwecke genutzt.
In Bezug auf die Funktechnik ist eine "PABX" als Telekommunikationseinrichtung von Bedeutung, mit der ein Funknetz verbunden werden kann (Überleiteinrichtung), um das gegenseitige Herstellen von Sprechverbindungen zu gewährleisten.

Private Automatic Branch Exchange [PABX]

deutsch: Einzelruf

==> siehe Einzelruf

Private Call

deutsch:
Störträgerunterdrückung

Begriffswelt: MOTOROLA Funktechnik

PL ist die MOTOROLA-eigene Bezeichnung für CTCSS. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Trennung der Sprechverbindungen zwischen Funkanwendern, die auf der gleichen Betriebsfrequenz arbeiten. Gewährleistet wird dies durch das Verwenden niederfrequenter Töne (unterhalb des Sprachbandes der Funkgeräte >300 Hz), die beim Senden mit ausgestrahlt werden. Beim Empfänger entscheidet die Einstellung eines PL-Tondecoders darüber, ob das Funkgerät die empfangene Audio an den Lautsprecher weitergibt. Nur wenn sendendes und empfangendes Funkgerät den selben PL verwenden, kommt die Sprechverbindung zustande.
Auf diesem Weg ist es möglich, mehrer Gesprächsgruppen oder Funknutzer separat auf einer einzelnen Frequenz funken zu lassen. Verhindert wird dadurch jedoch nicht, dass ein stärkeres Signal ein schwächeren beim Empfangen unterdrückt. Der Einsatz von PL setzt also eine gewisse Funkdisziplin voraus (Senden nur nach Kanalfreiprüfung - meist LED-Anzeige).
PL wird verwirrenderweise oftmals als Selektivruf bezeichnet. Da es jedoch kein Anrufsignal beim Empfänger erzeugen kann, ist diese Zuordnung eigentlich nicht richtig.
Ursprünglich diente der PL, um mehrere ortsfeste Funkstellen in einem Funknetz gegeneinander zu sperren, so dass der früher nicht zugelassene Sprechverkehr zwischen diesen technisch unterbunden wurde.
Die digitale Version des PL wird DPL bezeichnet.
PrivateLine™ [PL]

deutsch:
Professionelle Funkgeräte-Serie

Begriffswelt: MOTOROLA Funktechnik

"Professional Radio" ist der Name einer Serie analoger Funkgerätemodelle für den professionellen Einsatz des Herstellers MOTOROLA. Dazu gehören Handsprechfunk-, Mobilsprechfunk- und Datenfunkgeräte für den Betriebsfunk und analogen Bündelfunk (MPT1327, StartSite, SmartZone, SmartNet).
  • entwickelt Ende der 1990er-Jahre
  • Markteinführung 1999
  • neue Leistungsmerkmale
    - flashbarer Prozessor
    - einheitliche Windows-Programmiersoftware
    - eine Vielzahl neuer, softwaregestützter Leistungmerkmale
  • in Deutschland verfügbare Gerätemodelle
    - Betriebsfunk portabel: GP320/GP330/GP340/GP360/GP380/GP340 ATEX/GP380 ATEX
    - Betriebsfunk portabel Small&Smart: GP344/GP388/GP344R/GP366R/GP388R
    - Betriebsfunk mobil: GM340/GM360/GM380
    - Bündelfunk portabel: GP640/GP680/GP1280/GP680 ATEX
    - Bündelfunk portabel Small&Smart: GP644/GP688
    - Bündelfunk mobil: GM640/GM680
Weltweit ist eine ungeheure Vielzahl weiterer Gerätemodelle aus der Professional Radio-Serie verfügbar, die sich durch unterschiedlichste Softwareplattformen unterscheiden.

Professional Radio-Series

deutsch:
Professional Radio Zusatzkarten-Schnittstellen-Beschreibung

Begriffswelt: MOTOROLA Funktechnik

PROIS ist die Beschreibung von Belegung und Funktionalität der geräteintenen Schnittstelle von Funkgeräten der MOTOROLA-Professional Radio-Serie zum Anschluss einer Zusatzkarte. Mit ihrer Hilfe können Leistungmerkmale des Funkgerätes erweitert oder generell neue hinzugefügt werden. Die Informationen über die PROIS werden nur im Zusammenhang mit einem kostenpflichtigen Lizenzvertrag an autorisierte Applikationspartner des Herstellers weitergegeben. MOTOROLA selbst hat eine GCOB genannte Zusatzkarte für die PROIS entwickelt, die von Partnern für spezielle Applikationen frei programmiert werden kann.

Professional Radio Option Interface Specification [PROIS]

deutsch:
Bereitstellungszentrum

Begriffswelt: TETRA

Das "Provisioning Center" ist ein Server/Client-Rechnerarchitektur mit einer Software- und Datenbank-Applikation, die Authentication Keys und Static Cipher Keys erzeugt, speichert und deren Übertragung zu den mobilen Teilnehmern (TETRA-Endgeräten) mittels eines Schlüsselladegerätes KVL realisiert. Wenn ein Schlüssel bereitgestellt wird, erzeugt das "PrC" gleichzeitig einen abgeleiteten/sekundären Schlüssel, der als Gegenstück dem Authentication Center des TETRA-Netzes zur Verfügung gestellt wird, in dem der mobile Teilnehmer mitarbeiten soll. Dies bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Authentifikation.

Provisioning Center(PrC)

deutsch:
öffentliches, landgestütztes Mobilfunknetz

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "PLMN" werden alle öffentlichen Mobilfunknetze bezeichnet die die Verbindung zum Endteilnehmer über die Luftschnittstelle von landgestützen Funkbasisstationen aus herstellen.
In Bezug auf die Funktechnik ist eine "PLMN" als Telekommunikationsnetz von Bedeutung, mit dem ein professionelles Funknetz verbunden werden kann (Überleiteinrichtung), um das gegenseitige Herstellen von Sprechverbindungen zu gewährleisten. Wenn es sich um ein volldigitales Funknetz handelt, können darüber hinaus auch Kurzdaten übergeleitet werden.

Public Land Mobile Network [PMLN]

deutsch:
öffentliches, drahtgebundenes Telefonnetz

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "PSTN" wird die Gesamtheit aller öffentlichen, leitungsgebundenen Telefonnetze einschließlich aller dazugehörigen technischen Einrichtungen (z.B. Vermittlungseinrichtungen) bezeichnet. Dabei liegt die Betonung auf 'öffentlich', d.h. die entsprechenden Recourcen werden grundsätzlich für öffentliche Zwecke (Nutzbarkeit durch Jedermann) zur Verfügung gestellt.
In Bezug auf die Funktechnik ist die "PSTN" als Telekommunikationsnetz von Bedeutung, mit dem ein Funknetz verbunden werden kann (Überleiteinrichtung), um das gegenseitige Herstellen von Sprechverbindungen zu gewährleisten.

Public Switched Telephone Network [PSTN]


Begriffswelt: TETRA

"π/4 DQPSK" ist ein Phasenmodulationsverfahren, bei dem die per Signalabtastung ermittelten und codierten binären Daten durch die Änderung der Phase der Trägerfrequenz in Form von Symbolen auf einer analogen Frequenz übertragen werden. Dabei gibt es lediglich 4 Phasenzustände, die von Symbol zu Symbol um π/4 oder 3π/4 gedreht oder zurückgedreht werden. Vorteile des Verfahrens sind, das nur eine relativ geringe Bandbreite benötigt wird und die Bitfehlerrate klein ist. Nachteile sind die hohe Kompexität des Verfahrens bei einem relativ niedrigen Datendurchsatz. So liegt die Brutto-Datenrate je Zeitschlitz bei gerade 7,2 kBit/s.
"π/4 DQPSK" ist das Standard-Modulationsverfahren für TETRA in Phase 1. In Phase 2 (TEDS) kommen zusätzlich oder alternativ andere Modulationsarten zum Einsatz, die Brutto-Datenraten von bis zu 115,2 kBit/s in 25kHz-Systemen ermöglichen.
DQPSK

π/4 Differential Quaternary Phase Shift Keying [DQPSK]


Q


R
deutsch:
RADIUS

"RADIUS" war in den 1990'er Jahren die Bezeichnung für ein besonderes MOTOROLA-Funkgeräteportfolio, das für einen eigenen Vertriebskanal bestimmt war.
Nachdem der Hersteller Ende der 1980'er Jahre auf dem mitteleuropäischen Markt Fuss gefasst hatte (vor allem auch durch und mit der Übernahme des dänischen Funkherstellers STORNO) sowie mit der deutschen Wiedervereinigung, bestand die Notwendigkeit, einen starken indirekten Vertrieb zu installieren. Zeitgleich mit der Schaffung eines engmaschigen Netzes von Funkfachhändlern wurde eine Anzahl von Funkgeräten, die durch Fokussierung auf ein breites Kundenspektrum und ein einfaches Handling (One-For-All) genau auf deren Bedürfnisse abgestimmt war, zu dem neuen Angebotsportfolio zusammengestellt.
Das "RADIUS"-Programm war außerordentliche erfolgreich und hatte bedeutenden Anteil daran, das MOTOROLA die Markführerschaft auf dem deutschen Markt erringen konnte. Zum Start bestand es aus den Gerätemodellen P210 und M110, wurde jedoch bald um gängige Modelle aus der MC micro-Serie, die Bedienstation MC centro, das revolutionäre, neue GP300 und das Bündelfunkhandgerät HTX erweitert. Später kamen GP600, GM600, GP900, GM900, GP1200, GM350 und GM950 hinzu. Mit der Einführung der Professional Radio-Series wurde das "RADIUS"-Vertriebsprogramm eingestellt.

RADIUS

englisch: Re-Conditioning

==> siehe Konditionieren

Rekonditionieren

deutsch: abgesetzte Diagnose und Kontrolle

Begriffswelt: MOTOTRBOTM
Die "RDAC" ist eine MOTOROLA-eigene Software-Applikation für den Einsatz in MOTOTRBOTM-Funksystemen und ermöglicht es einem Systemadministrator, den Betriebszustand aller im Funknetz vorhandenen Relaisstellen (Repeater) anzuzeigen, diesen zu überwachen und zu kontrollieren. Dabei kann die Anwendung
  • über das oder ein LAN des Systems
  • abgesetzt über eine beliebige IP-Verbindung (IPv4)
  • direkt über USB an einer Relaisstelle
  • direkt über den 'Mobile Accessory Port' an einer Relaisstelle
angeschlossen werden. In der aktuellen Version ermöglicht die "RDAC" das Überwachen und Kontrollieren von bis zu 8 MOTOTRBO-Funksystemen. Die wichtigsten Funktionalitäten sind:
  • Relaisstellen-Diagnose
    -Anzeige des Zustandes In-Betrieb/Außer-Betrieb
    -Anzeige des Betriebsmodus analog/digital
    -Anzeige des Status WAN/LAN
    -Anzeige der Sendeleistung
    -Anzeige der Anzahl der verfügbaren Kanäle
    -Anzeige der Empfangsfeldstärke
    -Anzeige der IPv4-Adresse und des UPD-Ports
  • Relaisstellen-Kontrolle
    -Wechsel des Zustandes In-Betrieb/Außer-Betrieb
    -Wechsel des aktiven Relaisstellen-Betriebskanals
    -Wechsel der Sendeleistungsstufe
    -Relaisstation zurücksetzen (Reset)
    -Relaisstationsbetrieb unterbrechen (Interrupt)
  • Relaisstellen-Meldungsreport
    -Erkennen und Vermerken von Empfängerfehlern
    -Erkennen und Vermerken von Senderfehlern
    -Erkennen und Vermerken von Überhitzungen
    -Erkennen und Vermerken von Stromversorgungsfehlern
    -Erkennen und Vermerken von Defekten des Hauptlüfters
    -Versenden einer E-Mail an den Administrator im Fehlerfall

Remote Diagnostics and Controls [RDAC]

deutsch:
RENAISSANCE

"RENAISSANCE" ist der MOTOROLA-interne Entwicklungsname für alle Mobilfunkgeräte der mobius Radio-Series. Zu diesen gehören u.a. die Modelle MC2100, MCS2000, MCS2010, MCS2013, MC900, GM900, GM1200.

RENAISSANCE

deutsch:
Beschränkung gefährlicher Stoffe

Mit RoHS wird die EG-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten bezeichnet, die die Verwendung von gesundheitsgefährdenden Gefahrenstoffen in Geräten und Bauteilen regelt und im Januar 2003 in Kraft getreten ist. Ziel ist es, im Zuge der massiven Ausweitung von Wegwerfelektronik äußerst problematische Bestandteile möglichst vollständig aus den Produkten zu verbannen. Dazu gehören Blei, Cadmium, Sechswertiges Chrom, Quecksilber, Polybromierte Biphenyle und Polybromierte Diphenyl Ether, für deren Verwendung extrem niedrige Grenzwerte festgelegt sind. In Deutschland wurde die Richtlinie im Elektro- und Elektronikgesetz in geltendes Recht umgesetzt, das, mit einer Übergangsfrist bis zum 01.07.2006, am 16.03.2005 in Kraft getreten ist.
Die Richtlinie hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf Produktion und Vertrieb professioneller Funktechnik. So mussten Produkte, bei denen eine RoHS-konforme Umstellung der Fertigung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll war, abgekündigt werden.
Die Verzögerung der Einführung des Digitalfunks bei den deutschen BOS sorgte dafür, dass für die Fertigung nicht RoHS-konformer FuG's nach TR-BOS Sonderregelungen auch über den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes getroffen wurden.

Restriction of Hazardous Substances [RoHS]

deutsch:
...

Begriffswelt: TETRA

Mit "Roaming" wird bei TETRA die Fähigkeit eines mobilen Teilnehmers bezeichnet, in einem anderen, fremden Netz (Gastnetz) als seinem eigenen Heimatnetz mitarbeiten und netzübergreifende Kommunikationsdienste (mindestens Einzelruf, Gruppenruf, Notruf, SDS-Kurzdatenübertragung) in Anspruch nehmen zu können.
Der "Roaming"-Begriff stammt aus der GSM-Welt. Anders als dort sind bei TETRA für das "Roaming" bestimmte programmiertechnische Voraussetzungen in den Endgeräten notwendig. So müssen dieses wenigstens den Frequenzbereich (besser die konkreten Betriebsfrequenzen) des Gastnetze sowie dessen MCC und MNC kennen.
Grundsätzliche Voraussetzung für das "Roaming" zwischen TETRA-Netzen ist deren Zusammenschaltung über die genormte Schnittstelle ISI nach dem TETRA Interoperability Profile [TIP]. Nur sie gewährleistet die netzübergreifende Kommunikation in den Standarddiensten.
Roaming


==> siehe ManDown [MD]

Ruhesensor


S
TETRA Luftschnittstellen Monitor- und Aufzeichnungssoftware

Begriffswelt TETRA

"SCOUT" ist ein von MOTOROLA entwickeltes Software-Tool, das es ermöglicht, die Betriebs- und Versorgungssicherheit in zu errichtenden bzw. bereits bestehenden TETRA-Netzen zu analysieren und zu optimieren. Mit Hilfe des auf einem PC installierten Tools können von einem angeschlossenen MOTOROLA-TETRA-Funkgerät:
  • alle Datentelegramme, die dies mit dem TETRA-Netz (Infrastruktur) austauscht oder von diesem empfängt sowie
  • die Empfangsqualität (Feldstärke und Telegrammfehlerrate) aller sichbaren Funkzellen (Service-, Vordergrund-, Nachbarzellen)
gefiltert und in parametrierter Form angezeigt (Beobachtungsfunktion), aufgezeichnet (Aufnahmefunktion), wiederabrufbar in Dateien gespeichert (Speicherfunktion) und analysiert (Auswertefunktion) werden.
Die Anwendung ist menügesteuert, verfüt über eine grafische Benutzeroberfläche mit einer übersichtlichen Wertedarstellung in verschiedenen Fenstern. Die Bedienung ist weitgehend intuitiv und erfolgt über eindeutige Funktionstasten und eine einfache Menüstruktur. Die übersichtliche Darstellung kann speziellen Bedürfnissen angepasst werden.
Durch die optionale Einbindung von Microsoft 'MapPoint' oder individueller Benutzerkarten können in Verbindung mit der Ermittlung von GPS-Daten aus dem angeschlossenen Funkgerät oder einem separaten GPS-Empfänger Standort- und Bewegungsdaten bei der Messung in Kartenmaterial grafisch dargestellt werden.
"SCOUT" wird durch einen Hardware-Schlüssel (Dongle) vor unzulässiger Verbreitung und Kopie geschützt, der während der gesamten Laufzeit der Anwendung am PC vorhanden sein muss.
Weiter, detaillierte Informationen können Sie unseren Seiten:
Download/Info's » externe Dokumente oder
Unsere Angebote » Technik entnehmen.

10.11.2011

SCOUT

deutsch:
Statischer Chiffrierschlüssel

Begriffswelt: TETRA

Der "SCK" ist ein Chiffrierschlüssel, der in TETRA-Netzen zum Einsatz kommt.
Einsatz:
  • Verschlüsselung von Gruppen- und Einzelgesprächen im TMO bei Security Class 2
  • Verschlüsselung von Gruppen- und Einzelgesprächen im DMO bei Security Class 2 und 3
  • Verschlüsselung von Gruppen- und Einzelgesprächen im TMO bei Security Class 3 als Rückfallebene bei Ausfall des DCK
  • der "SCK" ist überhaupt der einzige Schlüssel für den Einsatz im DMO
  • der Einsatz des "SCK" ist ohne Authentifizierung möglich
Was wird verschlüsselt:
  • verschlüsselt werden alle Informationen auf der TETRA-Luftschnittstelle
  • verschlüsselt werden Sprache und Daten auf dem Verkehrskanal
  • verschlüsselt werden Adressierung, Signalisierung und Daten auf dem Organisationskanal
Aufbau des Schlüssels:
  • der "SCK" ist immer Bestandteil eines SCK-Sets, bestehend aus maximal 32 verschiedenen SCK's pro Mobile Subscriber
  • der einzelne "SCK" wird im SCK-Set durch seine Position in diesem (SCK-Number) und seine Versionsnummer (SCK-VN) identifiziert
Verteilung des Schlüssels:
  • der "SCK" hat eine typische Schlüssellebensdauer von 12 Monaten (kann aber stark variiert werden)
  • er wird im Provisioning Center erzeugt
  • er wird normalerweise mit einem Schlüsselladegerät in den Mobile Subscriber geladen, kann aber auch
  • auf der BSI-Card gespeichert werden oder
  • mittels OTAR, im KSO verschlüsselt, über die Luftschnittstelle durch das Authentication Center übertragen werden (nur Service Class 3
  • alle Teilnehmer verwenden den gleichen "SCK"
Besonderheiten:
  • der "SCK" heißt statisch, weil er durch keine andere Sicherheitsfunktion im Netz, wie etwa eine Authentifizierung verändert oder variiert wird, er bleibt stabil bis zum Komplettersatz für alle Teilnehmer
  • die zu erreichende Sicherheit ist gegenüber dynamischen Schlüsseln, wie etwa dem DCK, gering
Static Cipher Key [SCK]

deutsch:
Sicherheits-Klasse/Schlüssel-Klasse

Begriffswelt: TETRA

Die Verschlüsselung bei TETRA wird in drei verschiedene Klassen untergliedert. Man unterscheidet die:
Class 1
- es darf keine Verschlüsselung durchgeführt werdem
- es darf eine Authentifizierung durchgeführt werden
- es kommt kein OTAR zum Einsatz
Class 2
- es muss eine Verschlüsselung mit statischem Schlüssel SCK
   durchgeführt werden
- Kennung werden mit SCK verschlüsselt als ESI übertragen
- es darf eine Authentifizierung durchgeführt werden
- OTAR kann zur Schlüsselverteilung eingestzt werden
Class 3
- es muss eine Verschlüsselung mit dynamischem Schlüssel DCK
   durchgeführt werden
- Kennung werden mit CCK verschlüsselt als ESI übertragen
- es muss eine Authentifizierung durchgeführt werden
- OTAR muss zur Schlüsselverteilung eingesetzt werden
Die "Security Class" kann für ein ganzes TETRA-Netz, aber auch differenziert nach Zellen und Zonen festgelegt werden.

Security Class

Die "Seriennummer" ist eine administrative Gerätenummer, die auch in der Funktechnik zum Einsatz kommt. Wie es der Name sagt, wird in ihr eine Aussage über die Zugehörigkeit des Gerätes zu einer bestimmten Produktionsserie des Herstellers gemacht. In ihr können folgende Sachverhalte (nicht standardisiert) enthalten sein:
  • die Produktlinie, zu der das Gerät gehört;
  • die Fabrik, in der das Gerät produziert wurde;
  • der Herstellungszeitpunkt (Jahr, Quartal, Monat ...);
  • die laufende Nummer des Gerätes in der Fertigungsserie.
Bei MOTOROLA kommt standarsmäßig folgende Seriennummerierung zum Einsatz:
  • drei Ziffern = Produktserie;
  • drei Buchstaben =
    erster = Fertigungsfabrik
    zweiter = Fertigungsjahr
    dritter = Fertigungsquartal/-monat;
  • vier Ziffern = Produktionsserie und laufende Produktionsnummer.
Seriennnummern sind normalerweise auf dem Gerätekennlabel aufgedruckt, können aber auch im Softwarespeicher des Gerätes abgelegt sein.

Seriennummer

deutsch: Kurzdatenservice

Begriffswelt: Funk allgemein

Mit "SDS" wird der Kurznachrichtendienst bei TETRA, vergleichbar mit dem SMS bei MOTOTRBOTM oder GSM, bezeichnet. Gleichzeitig hat es sich eingebürgert, die betreffenden Nachrichten selbst als "SDS" zu bezeichnen. "SDS" gehört zur Diensteklasse Voice plus Data sowie zur Dienstgruppe der Träger- oder Datendienste.
Der "SDS" erlaubt die Übertragung von Informationen mit einer Länge von 16 bis max. 2039/2047 Bit an einen oder mehrere Empfänger, adressiert über die entsprechende SSI. Die Übertragung erfolgt entweder auf dem Organisationskanal oder dem Verkehrskanal (als gleichzeitige Übertragung von Sprache und Daten).

Der "SDS" wird im Wesentlichen für zwei grundsätzliche Anwendungen genutzt:
Die erste ist das Versenden von Textnachrichten mit einer maximalen Länge von 140 Zeichen von einem Teilnehmer an einen oder mehrere andere, auch MAIL genannt. Diese Textnachrichten können vom Absender frei editierbar sein, aber auch als Vorlage/Template oder vorgegebene Vorlage/Predefined Template vorformuliert im Gerät abgelegt sein. Eine besondere Anwendung des "SDS" ist dabei der CallOut-Dienst.
Die zweite ist das Übertragen kurzer Datenströme, meist zwischen zwei Teilnehmern im Rahmen von Applikationen. Dazu gehört z.B. die Übertragung von GPS-Informationen im Rahmen von AVL. In modernen TETRA-Systemen können bei Bedarf mehrere "SDS" verkettet werden, um die übertragbare Datenmenge einer Information zu erhöhen.

Eine Sonderform des "SDS" ist der Status. Nach TETRA-Spezifikation sind dafür die Systemadressen von 32768 bis 65535 vorgesehen. Die Systemadresse 0 ist für den Notruf vorgesehen.
Short Data Service [SDS]

deutsch:
kurze Teilnehmer-Identifikation (Teilnehmernummer)

Begriffswelt: TETRA

Die "SSI" ist ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. In ihr ist die kurze Rufnummer jedes Teilnehmers und jedes Systembestandteils (z.B. Dispatcher, Gateway u.ä.) festgelegt. Aufbau und Zusammensetzung sind im TETRA-Standard (ETS-Norm 300 392-1 des ETSI) definiert. Die "SSI" ist der dritte Teil der TETRA-Subscriber Identity [TSI]. Sie hat eine Länge von 24 Bit und bietet damit 224 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 16777216 Einzelcodierungen. Die "SSI" werden vom Systemadministrator des Netzbetreibers festgelegt.
Sie wird in folgende Adressbereiche untergliedert:
- Individual Short Subscriber Identity [ISSI],
- Group Short Subscriber Identity [GSSI] ,
- Alias Short Subscriber Indentity [ASSI] und
- TETRA-Systemadressen.

TSI SSI

Short Subscriber Identity [SSI]

deutsch: StartSite | SmartZone | SmartNet

Die "Smart..."-Systeme sind analoge Bündelfunknetze nach dem MOTOROLA-eigenen SmartNet-Standard. Gegenüber analogen Bündelfunknetzen im Standard MPT1327 zeichnen Sie sich durch die Verwendung eines flexiblen Organisationskanals und die Priorität von Gruppengesprächen gegenüber Einzelgesprächen aus. Obwohl dadurch eine höhere Frequenzökonomie gewährleistet ist, hat sich der SmartNet-Standard in Deutschland nicht durchgesetzt, vermutlich, weil MOTOROLA der einzige Hersteller von Infrastrukturtechnik und Endgeräten ist. In den 1990'er Jahren wurden öffentliche Bündelfunknetze im SmartNet-Standard durch die Quickfunk in den Ballungsgebieten Frankfurt/Main und Leipzig sowie einige wenige private Netze errichtet.

StartSite | SmartZone | SmartNet

Begriffswelt: Funk allgemein

Der "Status" ist eine Sonderform des Short Data Service [SDS]". Dabei handelt es sich um die Übertragung kurzer numerische Werte über die Luftschnittstelle, denen sowohl beim Sender, als auch beim Empfänger derselbe vorformulierte, alphanumerische Text hinterlegt ist. Bei den numerischen Werten handelt es sich um eine festgelegte Menge von ID's aus dem Rufnummernvorrat des Funksystems. Die Länge des hinterlegten Textes ist stark beschränkt, so dass Statusinformationen ausschließlich den Charakter kurzer Meldungen haben sollten. Statusübertragungen können sinnvoll mit anderen Diensten kombiniert werden. Z.B. kann die Antwort auf eine umfangreichere Auftragsanweisung per SDS eine Statusinformation sein, die deren Entgegennahme oder beendete Ausführung quittiert.
Das Absenden von Statusmeldungen wird häufig auf anwenderspezifisch programmierbare Tasten gelegt. Der Empfänger einer Statusmeldung muss zwingend über ein Funkgerät mit alphanumerischer Displayanzeige verfügen.
Das Senden eines Notrufes wird häufig mit der Übertragung eines "Status" begonnen oder verknüpft.
In analogen Funksystemen:
Hier wird der "Status" in der Regel als Bestandteil des Selektivrufes auf dem Sprachkanal übertragen. Dabei kommt ein festgelegter Wertebereich an einer festgelegten Stelle in den Selektivruffolgen zum Einsatz. Die Anzahl der Statusinformationen ist meist auf maximal 31 beschränkt, die Länge der Statustexte auf 12-16 Stellen.
In digitalen Funksystemen (z.B. TETRA / MOTOTRBOTM)
Hier wird der Status als Wert aus dem Bereich der Systemadressen übertragen. Der Wertebereich ist dabei systemabhängig festgelegt. Die Länge der Statustexte ist meist auf 12 Stellen beschränkt. Der Status ist bei TETRA eine Sonderform des Short Data Service [SDS]", bei MOTOTRBOTM des Short Message Service [SMS].
Status

deutsch:
Vermittlungs- und Verwaltungsinfrastruktur

Begriffswelt: TETRA

Unter "SwMI" wird die Gesamtheit aller Bestandteile der Infrastruktur eines TETRA-Netzes bezeichnet, die dessen grundsätzliche Funktion der Kommunikation von Teilnehmern über die Luftschnittstelle, zusätzliche Dienste und die Verbindung zu anderen Netzwerken sicherstellt. Zur "SwMI" gehören:
  • die Funk-Basisstationen (BS/BTS),
  • die Controller oder Vermittlungsstellen (MSC/LSC), bei TETRA auch Digital Exchange for TETRA (DXT) genannt,
  • das Network Management/Operating Center (NMC/NOC),
  • Dispacher- und Verwaltungsarbeitsplätze,
  • die zur Übertragung notwendigen Verbindungswege (IP, E1, ISDN, Richtfunk u.ä.) sowie
  • vorhandene Überleiteinrichtungen zu anderen Kommunikationsinfrastrukturen.
Die wichtigsten Funktionen der "SwMI" sind:
  • die Vermittlung der Sprach- und Datenverbindungen zwischen den mobilen Teilnehmern;
  • die Verwaltung und Zuweisung der Funkkanäle sowie deren Wechsel (Handover);
  • das Durchführen der Prüfverfahren für die Mitarbeit der mobilen Teilnehmer (Einbuchen, Authentifizierung);
  • die Teilnehmerverwaltung und -registratur (HDB), Protokollierung aller Netzaktivitäten, Aufzeichnung von Verbindungsinhalten;
  • das Herstellen von Verbindungen einzelner Funkteilnehmer in andere Kommunikationsnetze oder ins Internet;
  • bei Bedarf die Gebührenerfassung und - abrechnung sowie
  • das Management der Schlüssel für die im Netz genutzten Verschlüsselungsmethoden.
Switching and Managing Infrastructur [SwMI]


T
Die "TR BOS" umfasst alle Richtlinien, in denen detailliert die Anforderungen an BOS-Funkgeräte beschrieben werden, die die Hersteller bei deren Entwicklung und Fertigung einzuhalten haben. Eingeschlossen sind nicht nur technische Anforderungen, sondern auch die Anordnung und Funktion von Bedien- und Anzeigeelementen. Gemeinsame Grundlage ist eine Rahmenrichtlinie, die als Anhang auch die Kanaltabellen(Frequenzzuordnung) für das 4m- und das 2m-Band enthält. Die TR BOS wird federführend vom Polizeitechnischen Institut (PTI) der Polizei-Führungsakademie in Münster bearbeitet. Dort finden sich auch alle aktuellen Versionen der TR BOS.
Jedes betroffene Funkgerät muss vor dem Einsatz bei den BOS von einer zertifizierten Prüfstelle auf Einhaltung der Festlegungen der entsprechenden TR BOS geprüft werden. Bei Einhaltung wird ein Prüfzertifikat ausgestellt und eine Prüfnummer vergeben.
Erste Technische Richtlinien stammen aus dem Jahr 1952. Nach dem Jahr 2000 wurden die TR-BOS bei der Zulassung von Geräten wegen der Verzögerung der Einführung des Digitalfunks zunehmend toleranter ausgelegt.
Für die TETRA-Funkgeräte, die im neuen digitalen BOS-Netz eingesetzt werden, kommen keine TR BOS mehr zur Anwendung. Hier werden Eignungsprüfungen im Rahmen der Ausschreibungen zur Beschaffung vom Bund und den einzelnen Ländern vorgenommen.

Technische Richtlinie der BOS [TR BOS]

deutsch:
Endeinrichtung für Datenübertragung

Begriffswelt: TETRA

Unter "TE" ist die selbst mit einem TETRA-Sende-/Empfangsmodul ausgestattete oder an ein Mobile Terminal (Endgerät) angeschlossene Endeinrichtung für SDS- oder Packet Data-Applikationen.

Terminal Equipment [TE]

deutsch:
Terrestrischer (erdgebundener) Bündelfunk

Begriffswelt: TETRA

"TETRA" ist der einzige, von der ETSI genormte Standard für den professionellen digitalen Mobilfunk.
Er knüpft an die positiven Erfahrungen im analogen Bündelfunk an und schafft die Voraussetzungen für ein völlig neues technisches Niveau professioneller Funkkommunikation innerhalb von zellular aufgebauten, digitalen Funknetzen. Die komplette Digitalisierung der Informationsübertragung über die Luftschnittstelle (Air-Interface) ermöglicht es, je lizenzpflichtiger Funkfrequenz vier separate, gleichzeitig und unabhängig voneinander nutzbare Kanäle zur Verfügung zu stellen, auf denen wahlweise Sprache und/oder Daten übertragen werden können. Das senkt die Betriebskosten und sorgt für einen ökonomischen Umgang mit Frequenzressourcen. Außerdem erhalten die Sprechfunkverbindungen einen diskreten Charakter, weil nur gewünschte Teilnehmer an Gesprächen teilnehmen oder diese verfolgen können. Kurze Verbindungsaufbauzeiten, eine hervorragende Sprachverständlichkeit, ein flexibles Netz- und Verbindungsmanagement, verschiedene Verschlüsselungsmöglichkeiten und neue Daten- und Zusatzdienste (TETRA-Dienste) runden das Leistungsspektrum ab.
siehe auch: TETRA-Geschichte, TETRA-Dienste TETRA-Parameter

24.02.2011

TErrestrial Trunked RAdio [TETRA]

Begriffswelt: TETRA

Alle in Funknetzen nach dem TETRA-Standard über die Luftschnittstelle übertragenen Informationen werden als Dienste bezeichnet, die in drei grundsätzliche Gruppen, sogenannte "Dienstgruppen", untergliedert werden:
  • Teledienste
    Zu den Telediensten gehören:
    - der Einzelruf/Individual Call
    - der Gruppenruf/Group Call
    - der Ansageruf/Broadcast Call
    - der Notruf als Sprachruf mit Priorität
    - die DMO-Sprachrufe
    - der offene Sprechkanal/Open Channel
  • Trägerdienste
    Zu den Trägerdiensten gehören:
    - die Status-Meldungen
    - die Kurzdaten-Übertragung/Sort Data Service [SDS]
    - die leitungsvermittelte Datenübertragung
    - die paketverm. Datenübertragung/Paket Data Service [PDS]
    - der TCP/IP Access
  • Zusatzdienste
    Zu den Zusatzdiensten gehören:
    - der Ruf mit Prioriät
    - die Rufunterbrechung
    - das Ambience Listening [AL]
    - das Discret Listening [DL]
    - das Late Entry
    - die Dynamische Gruppennummernzuordnung [DGNA]
    - CLIP und CLIR
    - die Rufweiterleitung
    - die temporäre oder permanente Teilnehmersperrung
TETRA-Dienstegruppe

Begriffswelt: TETRA

Alle in Funknetzen nach dem TETRA-Standard über die Luftschnittstelle übertragenen Informationen werden als Dienste bezeichnet, die nach ETSI-Standard in drei grundsätzliche Diensteklassen eingeteilt sind.
  • Voice plus Data (V+D) [ETS 300 392]
    leitungsvermittelte Sprach- und Datenkommunikation
  • Packet Data Optimized (PDO) [ETS 300 393]
    paketdatenvermittelte Datenkommunikation
  • Direct Mode (DMO) [ETS 300 396]
    Sprach- und Datenübertragung zwischen zwei Endgeräten ohne Netzunterstützung
TETRA-Diensteklassen

deutsch:
TETRA Verschlüsselungs Algorithmus

Begriffswelt: TETRA

Mit "TEA" werden die cryptografischen Algorithmen (mathematische Verschlüsselungsmethoden) bezeichnet, nach denen bei TETRA die Air Interface Encryption [AIE] erfolgt. Insgesamt vier Algorithmen sind von der 'Security Algorithm Group [SAGE]' der ETSI entwickelt worden, die sich nach ihrem Einsatzgebiet unterscheiden:
  • TEA-1, industrielle Verschlüsselung für EU-Länder
  • TEA-2, Behördenverschlüsselung für EU-Länder
  • TEA-3, Behördenverschlüsselung für Drittländer
  • TEA-4, industrielle Verschlüsselung für Drittländer
Die 'SAGE' regelt außerdem den Umgang mit den Algorithmen (Geltungsbereich, Verwaltung, Verteilung, Export-Kontroll-Bestimmungen, Vertiebsbeschränkungen, Kombinationsregularien mit End-To-End-Encryption [E2EE] und Authentication Key-Reference) und ist Verwalter und vergebende Stelle der Algorithmen TEA-1,TEA-3 und TEA-4. TEA-2 darf nur für Sicherheits- und militärische Aufgaben innerhalb von Schengen-Staaten eingesetzt werden, ein Export in Drittländer ist verboten. Distributor ist die Verwaltungsinstitution ISC des TETRA-Netzes für die öffentliche Sicherheit in den Niederlanden. Hier müssen alle Unternehmen akkreditiert werden, die mit TEA-2 zu tun haben. Die Hersteller, Händler und Nutzer von TETRA-Geräten und Zubehör mit sicherheitsrelevanten Funktionen müssen sich außerdem strikt an die Festlegungen der verantwortlichen nationalen Gremien/Behörden halten.
"TEA" kommt in den TETRA Verschlüsselungsklassen Class 2 und Class 3 zu Einsatz.
Die Export-Kontroll-Bestimmungen im Umgang mit "TEA" sind Bestandteil des 'Wassenaar-Abkommens für Exportkontrollen von konventionellen Waffen und doppelverwendungsfähigen Gütern und Technologien'.

TETRA Encryption Algorithms [TEA]

deutsch:
TETRA Erweiterter Daten Service

Begriffswelt: TETRA

"TEDS" ist ein im TETRA Release 2 (TETRA-2) definierter Bestandteil des TETRA-Standards für die Datenübertragung mit hohen Raten. Erreicht wird diese vor allem durch das Verwenden größerer Kanalbandbreiten (TETRA-1 = 25 kHz, TETRA-2 = 50/100/150 kHz) sowie anderer Modulationsverfahren (TETRA-1 = π/4 DQPSK,
TETRA-2 = π/8 DQPSK, 4-QAM, 16-QAM, 64-QAM).
So sind Brutto-Datenraten bis zu 691 kbit/s möglich.
Die Entwicklung von "TEDS" ist vor allem auf den Druck aus den Reihen der TETRA-Anwender zurückzuführen, die im Zusammenhang mit der Zukunftssicherheit des Standard vor allem verbesserte Bedingungen für die Datendienste gefordert hatten.
Die Umsetzung von "TEDS" wird in neuen TETRA-Gerätegenerationen stufenweise erfolgen. Die dabei bereitgestellte Übertragungsrate wird sich vor allem an den Bedürfnissen der wichigsten Nutzer ausrichten und sicher nur stufenweise erhöht. "TEDS" ist kompatibel TETRA-1, setzt jedoch eine entsprechende Unterstützung in der TETRA-Infrastruktur voraus. "TEDS" ist ausschließlich für den Einsatz im Frequenzbereich 380-430 MHz vorgesehen.
TEDS-Datenraten
Übersicht der Brutto-Datenraten in Abhängigkeit von Bandbreite und Modulation

24.02.2011

TETRA Enhanced Data Service [TEDS]

deutsch:
TETRA Geräte Nummer

Begriffswelt: TETRA

"TEI" ist die technische Gerätenummer eines TETRA-Endgerätes (nicht zu verwechseln mit der Seriennummer). Im TETRA-Standard und im MoU (Memorandum of Understanding) der wichtigsten TETRA-Hersteller ist festgelegt, das jedes weltweit hergestellte TETRA-Endgerät eine einmalige, 15-stellige, numerische Identifikationsnummer erhält. Diese Nummer ist nicht nur auf dem Gerätelabel aufgedruckt, sondern auch, nicht nachträglich manipulierbar, im Gerätecodeplug gespeichert.
Die "TEI" kann für folgende Anwendungen genutzt werden:
  • zur Authentifizierung des Gerätes in einem TETRA-Netz bei der Anmeldung in diesem
    (Erlaubnis oder Verweigerung des Einbuchens/des Mitarbeitens)
    (auch in Verbindung mit einem Softwareschlüssel K möglich - K-TEI-Päärchen);
  • zum temporären oder dauerhaften Sperren eines Gerätes per Funk.
TETRA Equipment Identity [TEI]

Begriffswelt: TETRA

Anfang der 1990er Jahre entstand bei allen namhaften professionellen Funkanwendern weltweit der Wunsch, die bis dahin analoge, vor allem auf die Sprachübertragung ausgerichtete Funkkommunikation komplett zu digitalisieren und mit den bereits bekannten und bewährten Vorteilen der Bündelfunktechnik zu verbinden. Dabei sollten vor allem die gestiegenen Bedürfnisse nach effektiverer Kommunikation auf mehreren Übertragungswegen gleichzeitig und einer Vielzahl von Mehrwertdiensten, vor allem für die Übertragung von Daten, befriedigt werden. Auch die europäischen Sicherheitsbehörden hatten mittlerweile im Schengener Abkommen und dessen Folgedokumenten ihren Bedarf nach einem neuen, digitalen Funkstandard für die grenzüberschreitende Kommunikation formuliert. Die erste, von der Industrie für Europa geschaffene Systemlösung lag 1989 mit dem MDTRS (Mobile Digital Trunked Radio System) vor. Im Wunsch um eine allen politischen und wirtschaftlichen Interessen entsprechende, harmonische Lösung beauftragte die EU daraufhin die ETSI mit der Formulierung eines Standards für den künftigen, paneuropäischen, professionellen digitalen Funk unter der Startbezeichnung TETRA (TransEuropean Trunked Radio). Mehr als 150 potentielle Hersteller und Anwender des neuen Standards taten sich 1994 zum TETRA-Memory of Understanding [MoU] zusammen, um die laufende Standardisierung aus ihrer Sicht positiv zu beeinflussen und zu beschleunigen. Bereits hier zeigte sich ein Interesse an TETRA, das weit über den europäischen Kontinent hinausging. Deshalb wurde der 1995 durch die ETSI erstmalig komplett verabschiedete Standard noch 1994 in den jetzig gültigen Namen Terristrial Trunked Radio umgewandelt. 1998 ging mit dem HelenNet des Energieversorgers Helsinki Energie in Finnland das weltweit erste TETRA-Netz in den operativen (Wirk-)betrieb. Ab Anfang der 2000er Jahre werden dann weltweit TETRA-Netze unterschiedlicher Größenordnungen für Sicherheitsbehörden und Unternehmen der Privatwirtschaft errichtet. Für das Jahr 2004 konstatiert der TETRA Weltkongress 622 Verträge für neue TETRA-Netze in 70 Ländern weltweit (Steigerung von 90% gegenüber 2003). Bereits 2000 beginnt die von der TETRA MoU initiierte Entwicklung des TETRA Release 2 (verabschiedet Ende 2005), um den Standard auch im neuen Jahrtausend anforderungsgerecht und wettbewerbsfähig zu halten. 2006, mit enormer Verzögerung, beauftragt das BMI die EADS Secure Network nach Ausschreibung mit der Errichtung des deutschlandweiten Rumpfnetzes für das zukünftige TETRA BOSNET. Der Abschluss der Errichtung wird aus heutiger Sicht nicht vor 2013 erreicht sein. Gerade der viel zu langwierige Prozess der Errichtung des deutschen Behördennetzes und die nur sehr rudimentäre Umsetzung der Schengener Forderungen nach grenzüberschreitender Funkkommunikation innerhalb der EU haben die Entwicklung von TETRA erschwert und dessen Renommee geschadet. Es ist jedoch eindeutig festzustellen, dass es derzeit keine technische und technologische Alternative zu TETRA für das Funknetz der deutschen BOS gibt.

TETRA Geschichte


Begriffswelt: TETRA

An der Erläuterung dieses Begriffes arbeiten wir gerade.
Bitte haben Sie ein wenig Geduld und schauen öfter mal wieder auf diese Seite.

TETRA Release 2

deutsch:
TETRA-Sicherheit (Sicherheitsfunktionen)

Begriffswelt: TETRA

Unter dem Begriff "TETRA-Sicherheit" werden alle technischen und administrativen Maßnahmen zusammengefasst, die in einem TETRA-Netz unternommen werden können, um:
- die über die Luftschnittstelle zu übertragenden Informationen in Form
   von Sprache und Daten;
- die im Gesamtnetz schnittstellenunabhängig zu übertragenden Informationen
   in Form von Sprache und Daten,
- die Identität der im Netz aktiven Teilnehmer;
- die über die Luftschnittstelle übermittelten Signalisierungs- und Verbindungs-
   informationen
zu sichern und gegen fremde Aufnahme, Manipulation und Missbrauch zu schützen sowie um zu gewährleisten, dass nur die Teilnehmer und nur so lange im Netz mitarbeiten, wie sie dazu berechtigt sind.
Zu den "TETRA-Sicherheitsfunktionen" gehören:
Die Sicherheitsmechanismen
Gesamtheit der (technischen) Funktionen zur Gewährleistung der angestrebten Sicherheit der Informationen und Teilnehmer im Netz, dazu gehören:
- Authentication/Mutual A. (Authentifizierung/gegenseitige A.)
- Verschlüsselungsfunktionen
   - Authentication Key [K](Verschlüsselung der Authentifizierungsinf.)
   - Air-Interface-Encryption [AIE] (Verschlüsselung der Luftschnittstelle)
   - End-to-End-Encryption [E2EE] (End-zu-End-Verschlüsselung)
- Sperrfunktionen für Mobile Subscriber [MS] (Endgeräte)
   - temporäres Sperren
   - dauerhaftes Sperren
Das Sicherheits-Management
Gesamtheit der (administrativen u. technischen) Funktionen zur Kontrolle, Verwaltung und Durchführung aller genutzten Sicherheitsmechanismen;
gewährleistet die Integration aller genutzten Sicherheitsfunktionen in ein schlüssiges Sicherheitssystem und die Interoperabilität der Sicherheits-mechanismen mit anderen Netzen, dazu gehören:
- das Schlüsselmanagement als wichtigste Funktion.
Gesetzeskonforme Methoden zum Aufnahme von Informationen durch Dritte
Gesamtheit aller Funktionen zum Mithören, Aufzeichnen und Unterbrechen von Informationen, die nationalen Regulierungsmechanismen gehorchen und vom Sicherheits-Management geregelt, organisiert und überwacht werden;
Analyse, Statistik und Bewertung der eingesetzten Sicherheitsfunktionen
dient dazu, ein harmonisches Zusammenspiel aller eingesetzten Sicherheits-funktionen zu gewährleisten

TETRA Security (Security Functions)

deutsch:
TETRA Teilnehmer Identifikation (Teilnehmernummer)

Begriffswelt: TETRA

Um in TETRA-Funknetzen Gespräche und Infomationsübertagungen durchführen zu können, ist es notwendig, jedem Teilnehmer und jedem Systembestandteil eine weltweit eindeutigen Adresse zuzuweisen.
Diese Adresse wird als "TSI" bezeichnet und stellt die oberste Ebene des TETRA-Adressierungssystemes dar. Aufbau und Zusammen-setzung sind im TETRA-Standard (ETS-Norm 300 392-1 des ETSI) definiert. Die "TSI" hat eine Länge von 48 Bit und bietet damit 248 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 281.474.976.710.656 Einzeladressen. Sie setzt sich aus den Bestandteilen:
- Mobile Country Code [MCC],
- Mobile Network Code [MNC] und
- Short Subscriber Identity [SSI]
zusammen.
TSI

TETRA Subscriber Identity [TSI]


Begriffswelt: TETRA

Die "Systemadressen" sind eine Variante der Short Subscriber Identity [SSI] und damit ein Bestandteil des TETRA-Adressierungssystemes. Mit ihnen werden z.B. Statusinformationen, systeminterne Gateways (Telefonnetzverbindungen) und Sonderbefehle adressiert. Sie haben eine Länge von 24 Bit und bieten damit 224 Adressierungsmöglichkeiten, das sind 16777216 Einzelcodierungen. Die "Systemadressen" werden vom Netzadministrator in Abhängigkeit von technischen Empfehlungen (z.B. der Hardwarehersteller) zugewiesen.

SSI

TETRA-Systemadressen

deutsch:
Zeitmultiplex

Begriffswelt: Funk allgemein
Multiplexverfahren bedeutet, dass auf einer Verbindungsresource durch ein technisches Verfahren die Übertragung mehrerer verschiedener Infomationen zeitgleich ermöglicht wird. Für die Funkübertragung bedeutet dies, dass auf einer Funkfrequenz mit einem vorgegebenen, standardisierten Frequenzabstand mehrere Gesprächs- und/oder Datenkanäle gleichzeitig zur Verfügung gestellt werden. Durch den Einsatz von Multiplexverfahren wird eine Erhöhung der Frequenzökonomie erreicht.
Beim "TDMA"-Verfahren wird die Übertragung auf der Betriebsfrequenz in nacheinander folgende Zeitschlitze zerlegt, die jeweils als separate Übertragungskanale zur Verfügung stehen. So ist zum Beispiel bei einer Betriebsfrequenz im 25 kHz-Kanalraster die Bereitstellung von 4 Zeitschlitzen möglich. Bei "TDMA" wird im Unterschied zu 'TDM' ein Zeitschlitzkanal je Standort als Organisationskanal genutzt. Bei Duplexübertragungen werden zwei Zeitschlitzkanäle belegt.
Praktische Beispiele für den Einsatz von "TDMA" in Funksystemen sind DMR und TETRA.
  • Vorteile im Vergleich zu anderen Verfahren:
    - weniger Anfällig gegen Frequenzstörungen
    - die Datenübertragungsraten sind höher
    - die Qualität der Sprachübertragung ist besser
  • Nachteile:
    - die Zeitschlitzsteuerung kann nur bei Synchronisation durch eine Infrastruktur genutzt werden
    - die zu erzielende Funkreichweite ist geringer
    - das verwendete Modulationsverfahren ist technisch komplizierter
Time Division Multiple Access [TDMA]


==> siehe ManDown [MD]

Totmannschalter/-sensor

deutsch: Verkehrskanal

Begriffswelt: digitaler Funk
Der "TCH" ist ein logischer Kanal in digitalen Funksystemen, der die zu übertragende Sprache oder Daten zwischen Endteilnehmern im Netz beinhaltet. Er wird auf einem oder mehreren (Kanalbündelung) 'physikalischen Kanälen' abgebildet.

Traffic Channel [TCH]

deutsch: Physikalischer Verkehrskanal (Organisationskanal)

Begriffswelt: digitaler Funk
Der "TP" ist ein physikalischer Kanal in digitalen Funksystemen, der grundsätzlich als Träger für 'logische Verkehrskanäle (Traffic Channel [TCH])', daneben aber auch 'logische Steuerkanäle (Control Channel [CCH]) vorgesehen ist (auf dem diese abgebildet werden).
Bei TETRA handelt es sich um einen oder die Bündelung mehrerer Zeitschlitz/e zur Übertragung von Sprache und Daten.

Traffic Physical Channel [TP]

deutsch:
Direkt-Verbindungs-Betriebsart

Begriffswelt: TETRA

Als "TMO", alternativ zum DMO, wird eine TETRA-Funk-Betriebsart (Modus) bezeichnet, bei der zwei oder mehrere TETRA-Teilnehmern eine Verbindung über das und gesteuert vom TETRA-Netzwerk herstellen. Der "TMO" ist die Standard-Betriebsart bei TETRA. In ihm können für den TETRA-Standard definierten Verbindungsarten und Dienste realisiert werden.
Technisch gesehen ist der "TMO" die Betriebsart für die beiden TETRA-Diensteklassen 'Voice plus Data' und 'Packet Data Optimized', die von der ETSI in den 'ETS 300 392/3' spezifiziert sind.
Trunked Mode Operation [TMO]


U

==> siehe ManDown [MD]

Umfallmelder


V

==> siehe Traffic Physical Channel [TP]

Verkehrskanal


==> siehe Air Interface Encryption (AIE)

Verschlüsselung der Luftschnittstelle

deutsch:
sprachgesteuerte Sendertastung

VOX ist eine elektronische Schaltung in Sprechfunkgeräten, die im Simplex- oder Semiduplex-Betrieb arbeiten oder in Hör-/Sprechgarnituren, die an diese angeschlossen werden können. Sie erzeugt beim Erkennen eingehender, zur Sendung vorgesehener Sprachinformationen eine automatische Sendertastung im Funkgerät. Das sichere Funktionieren der VOX ist vor allem von der Einstellung des Sprachpegels abhängig, der eine Sendertastung sicher verursachen soll sowie von der Wahl der Zeiten für das Ansprechen bzw. Abfallen der Sendertastung.
! ! !
Die Nutzung von VOX hat nur dann Sinn, wenn der Pegel der Umgebungslautstärke am Einsatzort des Funkers nicht zu hoch ist bzw. zu stark schwankt und wenn der Funker immer mit annähernd gleicher Lautstärke in das Funkgerätemikrofon einsprechen kann. Bei der Nutzung ist die technisch bedingte, kurze Verzögerung der Sendertastung nach dem Beginn des Sprechens zu berücksichtigen.
Voice Operated eXchange/Voice Operated Transmission [VOX]


W
deutsch:
WARIS

WARIS ist der MOTOROLA-interne Entwicklungsname der Funkgeräteserie Professional Radio-Series.

WARIS

deutsch:
Abfall elektrischer und elektronischer Geräte

Mit WEEE wird die EG-Richtlinie 2002/96/EG zur Reduktion der zunehmenden Menge an Elektronikschrott aus nicht mehr benutzten Elektro- und Elektronikgeräten bezeichnet, die im Januar 2003 in Kraft getreten ist. Ziel ist das Vermeiden, Verringern sowie umweltverträgliche Entsorgen der zunehmenden Mengen an Elektronikschrott durch eine erweiterte Herstellerverantwortung. Bestandteile der Richtlinie sind die Kennzeichnungspflicht der betreffenden Produkte, die Rücknameverpflichtung der Hersteller sowie deren Verantwortung für Sammeln, Trennen, Wiederverwerten und Entsorgen mit eigenen Mitteln. So ist u.a. festgelegt, dass 65% der gesammelten Altgeräte recycelt und wiederverwendet werden müssen. In Deutschland wurde die Richtlinie im Elektro- und Elektronikgesetz in geltendes Recht umgesetzt, das am 16.03.2005 in Kraft getreten ist.

Waste Electrical and Electronical Equipment [WEEE]


==> siehe Arbeitsauftrags-Ticketverwaltung

Work Order Ticket-Management [Job Ticket]


X
deutsch:
Klangverbesserung durch Sprachkompression

X-PAND™ ist ein von MOTOROLA entwickeltes Verfahren zur Verbesserung der Qualität der Sprachübertragung beim Funkverkehr. Dabei wird der Audistream der Sprache vor dem Senden im Funkgerät komprimiert und beim Empfangsgerät wieder dekomprimiert. Dadurch wird insbesondere das modulationsbedingte Rauschen hoher Frequenzen bei der Übertragung reduziert.
! ! !
X-PAND™ kann seinen Vorzug nur dann entfalten, wenn die Funktion bei allen in einem Funknetz aktiven Geräten verfügbar und aktiviert ist.
X-PAND™ darf nicht gleichzeitig mit der
Audio-Geräuschunterdrückung LLE genutzt werden.
X-PAND™ Klangverbesserung


Y
deutsch:
YODA

"YODA" ist der MOTOROLA-interne Entwicklungsname für die Handsprechfunkgeräte GP300 und P110.

YODA


Z


Die letzte Aktualisierung dieser Seite erfolgte am 30.04.2012.  
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